habt ihr schon mal so ein Straßenschild entdeckt wahrscheinlich nach kaum einem anderen Datum sind in Deutschland so viele Plätze und Straßen benannt wie nach dem 17 Juni denn es ist ein wichtiger Tag der deutschen Geschichte etwa eine Million Menschen gehen im Juni 1953 in mehr als 700 Orten der DDR auf die Straße für mehr Freiheiten eine bessere Zukunft der Staat den es erst seit vier Jahren gibt droht auseinanderzubrechen aber es kommt anders wir zeigen euch in diesem Video warum die Proteste ausbrechen wie sowjetische Panzer sie beenden und warum dieser Tag bis heute eine besondere Bedeutung hat es ist der 17 Juni 1953 in niski einer Kleinstadt in Sachsen belagern hunderte Menschen ein unscheinbares Gebäude es ist die lokale Dienststelle der Stasi des Ministeriums für Staatsicherheit im Haus befinden sich mehrere bewaffnete Männer bereit es zu verteidigen aber nach einiger Zeit schaffen es die entschlossenen Bürgerinnen und Bürger in das Gebäude einzudringen sie verwüsten die Büros brechen Panzerschränke auf schleudern Akten aus dem Fenster einige der stassmitarbeiter sperren sie in den Hundezwinger die Geschichte zeigt dass am 17 Juni nicht nur in großen Städten wie Berlin die Proteste ausbrechen wo Kameras das ganze festhalten nahezu überall in der DDR fordern Menschen mehr Freiheit und zeigen ihre Wut über die bestehenden Verhältnisse was hat die Bürger damals denn so wütend gemacht fangen wir mal ganz von vorne an Deutschland ist nach dem Zweiten Weltkrieg kein geein Land sondern aufgeteilt in vier Besatzungszonen das wisst ihr aus der amerikanischen britischen und französischen Besatzungszone im Westen geht im Mai 1949 die Bundesrepublik hervor aus der sowjetischen Besatzungszone im Osten im Oktober 1949 die Deutsche Demokratische Republik die DDR das als ganz kurzer Abriss ausführlicher bekommt wir das oben auf dem i einer der mächtigsten Männer in der DDR ist Walter Ulbricht er steht an der Spitze der SED der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands der alle anderen Parteien und Organisationen unterg ordnet sind die SED wiederum ist stark von der Sowjetunion abhängig die auch nach der Staatsgründung noch etwa eine halbe Million Soldaten in der DDR stationiert hat im Juli 1952 macht Ulbricht eine große Ankündigung auf der zweiten parteikonferenz der SED verkündet er den Aufbau des Sozialismus Sozialismus das bedeutet in der Theorie vor allem eine solidarische Gesellschaft und eine gerechte Verteilung von Gütern praktisch heißt es für die SED dass sie erst einmal noch mehr Kontrolle will in Gesellschaft Wirtschaft Politik was das konkret bedeutet das erfahrt ihr in unserem Video zur Gründung der DDR oben auf dem i verlinkt hier nur drei Beispiele erstens um die Wirtschaft anzukurbeln will die SED die sogenannten Arbeitsnormen erhöhen das heißt für den gleichen Lohn müssen beispielsweise Bergleute mehr Kohle fördern von dem verdienten Geld bleibt kaum etwas übrig gleichzeitig ist die Versorgungslage schlecht zwar gibt es eine Grundversorgung über Lebensmittelkarten davon abgesehen sind aber viele Produkte recht teuer und oft nur schwer zu bekommen vor den Geschäften bilden sich teilweise lange Schlangen häufig fehlen einfache Dinge Schuhe Unterwäsche Radios der Lebensstandard bleibt insgesamt niedrig zweitens die SD geht hart gegen vermeintliche Gegner vor zwischen Januar und April 1953 verhaftet die Stasi z. i allein etwa 50 geistliche und Mitglieder der evangelischen Kirche die Partei hat Angst dass die Kirche vor allem Jugendliche ihrem Einfluss entzieht anders gesagt die DDR ist keine funktionierende Demokratie auch wenn sie sich als solche bezeichnet stattdessen entwickelt sie sich zur Diktatur so steht z. B auch bei Wahlen schon vorher fest wer im Parlament sitzen wird drittens um die wachsenden Fluchtbewegungen einzudämmen richtte die Regierung schon im Mai 1952 eine Sperrzone an der innerdeutschen Grenze ein zwar gibt es noch keine starken Grenzbefestigungen aber das Betreten der Sperrzone das ist verboten die deutsche Teilung ist so noch sichtbarer ihr könnt euch vorstellen alles das stößt in der Bevölkerung nicht auf Begeisterung der Unmut wächst immer mehr viele verlassen das Land allein 1952 fliehen rund 182 000 Menschen aus der DDR man spricht von einer Abstimmung mit den Füßen in dieser Situation gibt es plötzlich ein politisches Erdbeben im März 1953 stirbt der Diktator Josef Stalin der mächtigste Mann der Sowjetunion kurz darauf ändert sich das politische Klima in Moskau nach Stalins Tod ist zunächst unklar wie es in der Sowjetunion weitergeht die bisherige Politik steht auf dem Prüfstand auch die deutschlandpolitk viele Bürger in der DDR haben jetzt Hoffnung dass es in ihrem Land besser wird eine Delegation um Walter Ulbricht fliegt Anfang Juni 1953 nach Moskau die neuen Machthaber im Kremmel sehen die hohen Flüchtlingszahlen und fürchten dass zu viele Menschen die DDR verlassen könnten Ulbricht erhält die klare Ansage dass sich etwas ändern muss schon wenige Tage später verkündet die SED Führung dann öffentlich einen Kurswechsel sie will z.
B die Produktion von Konsumgütern wie Schuhe und Kleidung ankurbeln um die Lebensbedingungen zu verbessern an der Erhöhung der Arbeitsnorm hält sie allerdings vorerst fest auf die Bevölkerung wirkt das alles so als würde die Regierung öffentlich ihre Fehler eingestehen was dann passiert ist ganz stark mit einem bestimmten Ort verbunden nämlich mit der Stalin allelee in Ostberlin dort errichten Arbeiter seit einiger Zeit eine Prachtstraße die Fassaden der Häuser schmücken kunstvolle Ornamente und Steinfliesen die großzügigen Musterwohnungen sollen von der Überlegenheit des Sozialismus Zeugen heute heißt ein Teil der Straße ke Marx alle vielleicht warte da schon mal ist wirklich sehr beeindruckend auch heute noch am Morgen des 16 Juni zieht ein Zug von Arbeitern durch die Stalinallee an der Spitze tragen Sie ein Banner auf dem sie fordern die Arbeitsnormen herabzusetzen der Protestzug schiebt sich durch die Straßen von Ostberlin und wird dabei immer größer gegen Mittag erreichte das Haus der Ministerien den Sitz der DDR reggierung die Demo ist mittlerweile auf 10 000 Personen angewachsen nach einiger Zeit zeigt sich der Minister Fritz Selbmann er verkündet dass sich die Regierung bereits dazu entschieden habe die Erhöhung der Arbeitsnormen zurückzunehmen aber die Menschen interessiert das kaum sie fordern jetzt freie und geheime Wahlen es zeigt sich dass es Ihnen nicht nur um die Löhne geht sie protestieren gegen das politische System der DDR als Ganzes einer der Arbeiter ruft für den 17 Juni zum Generalstreik auf gegen Abend berichtte dann auch der westdeutsche RIAS der Rundfunk im amerikanischen Sektor über die Proteste der RIAS ist auch in anderen Teilen der DDR zu empfangen auch wenn der Sender als Feindpropaganda verunglümpft wird breitet sich die Nachricht bald im ganzen Land am 17 Juni 1953 demonstrieren dann schon morgens 10tausende Menschen auf den Straßen Berlins sie rufen nieder mit der SED oder spitzbad Bauch und Brille sind nicht Volkes Wille der Bart ist Walter Ulbrich der bauchstaatspräsident Wilhelm piie und die Brille Ministerpräsident Otto Grotewohl zu ihren haupforderungen zählen unter anderem freie und geheime Wahlen Rücktritt der Regierung Pressefreiheit sowie Freilassung aller politischen Gefangenen auch der Ruf nach wiervereinigung ist zu hören damals gibt es zwar in Berlin noch keine Mauer aber dafür gibt es in Berlin Wachposten entlang der Grenze die Menschen Schrauben jetzt grenzschilder ab oder zerstören wachbaracken der Volkspolizei einige Jugendliche klettern sogar auf das Brandenburger Tor und reißen die rote Flagge der Sowjetunion herunter später his dort jemand eine schwarzrot goldene Fahne wenn auch nur halb und nicht nur in Berlin gibt es Proteste in rund 700 Städten und Gemeinden der DDR kommt es zwischen dem 16 und 20 Juni zu Demonstrationen oder Streiks insgesamt beteiligen sich über eine Million Menschen weitgehend friedlich auch in Bitterfeld gehen die Menschen auf die Straße der 48-Jährige Paul ottm arbeitet hier beim elektrochemischen Kombinat Bitterfeld einem Staatsbetrieb am 17 Juni 1953 wird er ins Streikkomitee gewählt am Vormittag spricht otma auf dem Marktplatz vor 50. 000 Menschen und sagt liebe Freunde der tagte Befreiung ist da die Regierung ist weg die Tyranei hat ein Ende ein Albtraum für das SED Regime um Ulbricht in Berlin lässt das sowjetische Militär Walter Ulbricht und die SED Führung vorsichtshalber nach Karls Horst bringen zum Sitz der sowjetischen Militäradministration hier beobachten sie untätig und ratlos was passiert die ddrregierung kann den Protesten alleine kaum etwas entgegensetzen und tatsächlich hätte sie aus eigener Kraft den Zusammenbruch wahrscheinlich nicht verhindern können urteilen heute Historiker aber die Sowjetunion kommt ihr zur Hilfe sie ruft den Ausnahmezustand in der DDR aus und lässt mit aller Macht die Proteste niederschlagen ab 11:30 Uhr rollen schwere sowjetische Panzer durch die Straßen Berlins eine halbe Stunde später fallen die ersten Schüsse zwar schießen die sowjetischen Soldaten wohl zunächst über die Menge hinweg trotzdem gibt es Todesopfer wie viele Demonstranten am 17 Juni 1953 sterben ist bis heute nicht ganz klar aktuelle Schätzungen sprechen von etwa 50 bis 125 Personen gegen 13 Uhr trifft der sowjetische Marschall wasassili Danilovic Sokolowski in Ostberlin ein er hat im Zweiten Weltkrieg mit der Roten Armee gegen Nazi Deutschland gekämpft und leitet jetzt die Niederschlagung des Aufstands Widerstand erscheint jetzt immer aussichtsloser bis zum Abend sind alle Plätze geräumt es herrscht Ausgangssperre auch in anderen Orten greift das sowjetische Militär hart durch in Bitterfeld gehen die Sowjets am späten Nachmittag zum Gegenschlag über wenige Tage später wird z.