Gewicht spielt beim Radfahren ja eine große Rolle, aber wie viel machen ein paar Kilos am Berg wirklich aus? Das Ganze werden wir heute eindrücklich testen und wir werden euch den Beweis liefern, den ihr so noch nie bekommen habt. Dazu haben wir das ganze GCN Präsenterteam zusammengetrommelt vom Bergfloh bis zum Heavyweight Champion und das Experiment ist simpel.
[musik] Wir fahren alle den Berg hier hoch und vergleichen, wie es in der Zeit am Ende aussieht. Wer ist der schnellste und wer der langsamste. Bedeutet, wir starten im Massenstart.
Wir fahren alle mit der gleichen Wattzahl, alle mit 250 Watt und natürlich werden wir nicht nur das Körpergewicht, sondern das Systemgewicht messen und oben sehen wir dann, wie groß der Unterschied tatsächlich ist. Wenn man ehrlich ist, da spielen noch andere Faktoren eine Rolle. Das könnte auch Aerodynamik sein, Reibung, Material, was auch immer.
Aber für den ersten Eindruck reicht auf jeden Fall und ich denke, so kann man eine valide Aussage treffen, da wir insgesamt Zeh Fahrer sind. Natürlich haben wir alle unterschiedliche Gewichte. Wir haben beispielsweise Maxim aus Frankreich mit gerade mal [musik] 71 kg Systemgewicht.
Dagegen Giorgio mit einem Systemgewicht von 108. Richtiger Heavyweight Champion in unserer Gruppe. Das wird sicherlich ein Unterschied machen.
Olli hat das Ganze auch mal berechnet an seinem PC und ungefähr 8 Minuten sollte Maxim schneller sein als Giorgio. [musik] Zumindest in der Theorie. Wir werden sehen, ob das dann in der Praxis auch wirklich so ist.
Ja, das wird sich zeigen. Man muss auf jeden Fall noch dazu sagen, wir haben uns hier rein aufs Gewicht konzentriert. Das heißt, andere Faktoren wie Rollwiderstand oder Aerodynamik oder einfach die Technik am Rad lassen wir bewusst außen vor.
Da wir aber Berg auffahren und eh nicht so schnell sind, sollte das auch nicht die große Rolle spielen. Wir werden sehen. Ich denke, jetzt zählt erstmal nur die Schwerkraft.
Und wo könnte man diesen Test besser durchführen als hier am legendären Colderes? Wir waren schon oft an diesem Gipfel meistens um unsere persönlichen Bestzeiten zu jagen. Doch heute, heute geht es nicht um Ruhm, sondern um reine Daten.
Wir starten alle gemeinsam und halten uns strickt an die Vorgabe Konstante 250 Watt. Ein Power Output, also den viele fahren können. Wir wollen wissen, wie die Schwerkraft das Feld alleine durch das Gewicht wirklich sortiert und wie groß unsere Abstände am Ende tatsächlich sind.
Man muss dazu sagen, das hier ist eher ein Hügel als ein Hochgebirgspass, 6inh km lang mit einer konstanten Steigung von 5%. Ein Anstieg, der die ganze Zeit recht gleichmäßig ist. Unabhängig von den Zahlen sind die Bestzeiten hier absolut wahnsinnig.
Der aktuelle Rekord wird von keinem geringeren als Tade Poga gehalten. Im Dezember 25 ist er hier in unter 12 Minuten hochgeschossen. Das entspricht einer Durchschnittsgeschwindigkeit von über 32 km/h.
Wir werden heute zwar nicht ganz so schnell sein, aber dafür liefern wir euch die echten Zahlen zum Thema Gewicht. Aber bevor wir starten, müssen wir uns alle noch mal schnell wiegen und damit niemand schummelt, machen wir das mitten in einem Kaffee. [musik] [musik] 88,2.
[gelächter] Stabil eigentlich. 89. 5.
Oh, Laurin, aber ein bisschen arbeiten. 89,5 und 90 kg. è piuttosto alto, 108 kg.
Vamos. [musik] [musik] [musik] Hier eine Zentimeter Entscheidung. Noch habe ich eine halbe Radlänge Vorsprung auf dem Laurin, aber die ersten sind mich ganz schön weit weg.
[musik] [musik] Wenige Minuten im Berg und wie ihr seht, während vorne Maxim allein auf weiter Flur ist, bilden sich hinten die ersten Gewichtsklassen. [musik] [musik] [musik] [musik] So, hier in den flacheren Abschnitten, da kommt natürlich die Aerodynamik bisschen raus. Be nachfährt auch in der EO Position.
Will sich hier also trotz 2 kg mehr nicht abhängen lassen und das ganze durch Ero gut machen. Aber jetzt wird auch schon wieder schneider. [musik] Es geht ins Finale zumindest für Maxim.
Der Rest von uns, der muss noch ein Weilchen länger fahren. Kopf an Kopf. Lain, was denkst du?
Wie viel Zeit holen wir auf die letzten raus hier? Die letzten Minuten. Ein ist sicher.
Patrick hat mir auch gerade versichert, der schwitzt wie ein Schwein. Klamotten mal hier 3 4 Kil zu viel. Ja, Klamotten waren falsch, aber ich darf natürlich jetzt meine Jacke nicht aufmachen, die weil sonst habe ich aerodynamische Nachteile und das wollen wir ja nicht.
[musik] Wir sind jetzt 22 Minuten unterwegs und wir vier immer noch sehr nah beisammen. Zwei, drei Radlängen zwischendrin. Ich glaube, es wird ein Foto finde ich oben.
[musik] Jetzt 20 m. Komm Laurin, das holst du dir. Der Test ist im Kasten, hat sich ehrlicherweise gesagt ja bisschen komisch angefühlt.
Wobei ich auch denke, dass wir beide ein sehr geselliges erwicht Gewicht erreicht haben. Wir waren nämlich die ganze Zeit in der Gruppe unterwegs, was mich gewundert hat. Patrick war jetzt ungefähr ein Kilo leichter eigentlich auf der Waage, aber trotzdem war mit mir im Ziel.
Ja, also wir wie gesagt, wir waren zu viert, alle so ein 2 3 kg Unterschied. Ist vielleicht auch am Powermeter geschuldet. Meine manche zeigen Ticken mehr an, manche bisschen weniger, aber man auch dazu sagen muss, hier gibt's viele Flachpassagen, die auch ein bisschen winternfällig sind und Patrick Schultern sind natürlich massiv, da kann man nichts machen.
Ja, das ist LKW. Ich denke, die Details sollten wir uns noch mal im Studio angucken. Auf jeden Fall kann man jetzt sagen, es war eigentlich ziemlich ähnlich wie das, was man quasi die sich hätte ausrechnen können, also was wir erwartet hätten.
Die Zeiten haben einigermaßen gepasst. Wir holen uns jetzt mal die Daten ein von den anderen Jungs da hinten, die diskutieren schon heiß und dann werten wir das ganze aus gleich. Die Stunde der Wahrheit war letzte Woche.
Wir sind zurück im Studio und müssen natürlich unseren Test besprechen. Die eine oder andere Erkenntnis, die kann man daraus schließen, würd sagen, war genau wie erwartet. War nicht genau wie erwartet, aber überraschend.
Noch mal zur Erinnerung, Maxim 71 [musik] kg oder 72 kg hat er beim liegenwicht wohl gemerkt. Ja, genau. Und Giorgio eben 108.
Er war der schwerste Fahrer und wir hatten, Olli hatte das berechnet, ungefähr [musik] 8 Minuten Differenz. Ich muss sagen, so viel hätte ich nicht gedacht, dass es in der Theorie sein wird. Ich habe jetzt gedacht, paar Minuten, aber 8 Minuten auf einem 6 km Anstieg ist schon sehr beachtlich und am Ende war 9 Minuten 14.
9 Minuten 14. Genau, 9 Minuten 14. Also der Unterschied ist hier schon ziemlich gewaltig, zumal man auch dazu sagen muss, Maxim kam gar nicht an die 250 Watt.
Keine Ahnung, was er gemacht hat, ob er es nicht geschafft hat oder ob er zu nervös geworden ist. Also, er ist eigentlich auch nur mit 242 Wat hochgefahren. Was mir allerdings auch noch aufgefallen ist, Patrick und ich, wir waren ja 1 Kilogramm auseinander.
Trotzdem kamen wir gemeinsam an. Weiß nicht, woran es gelegen hat, aber zu breite Schultern hat, ob er zu wenig im Wind gefahren ist, man weiß es nicht. Auf jeden Fall macht es da quasi nicht so viel aus.
[musik] Was mir jetzt aber noch aufgefallen ist, Olli beispielsweise war 4 kg leichter als meine Gruppe, also Dan, Bernard, Patrick und ich. Und der war ja ca. eine Minute schneller.
Louis, der französische Kollege wiederum, der ist 3 kg leichter als Olli, war aber auch eine Minute schneller als Olli. Wahrscheinlich macht hier die Aerodynamik schon was aus. Louis ist deutlich schmaler auch.
Ansonsten ja, was für Ableitung kann man da ziehen? Ja, wenn man es jetzt so nimmt, diese 3 bis 4 kg eine Minute, wenn man es jetzt von Giorgio auf Maxim rechnet, kommt es auch ungefähr hin. Also pro 3 bis 4 kg mehr oder weniger gewinnt oder verliert man dann eine Minute am Berg.
Das war jetzt ein relativ flacher Anstieg. Wenn der Anstieg jetzt noch deutlich steiler wird, dann sind die Abstände noch mal größer. Aber es spielen natürlich auch noch einige Faktoren mit rein, die wir wie gesagt jetzt nicht beachtet haben.
Rollwiderstand der Reifen, wir haben alle unterschiedliches Material, die Aerodynamik, der Wind, wir ich meine auch wir sind zu viert in so einer kleinen Gruppe da hochgefahren. Ja, auf den Powermeter vielleicht zeigt der ein oder andere ein paar Prozent mehr oder weniger an. sicher [musik] auch möglich, aber ansonsten sind wir alle ziemlich genau an die 250 rangekommen, bis auf Maxim mit 240, aber ja, auf jeden Fall auf jeden Fall sehr interessanter Test und auch krass einfach wie weit wir quasi aufgeteilt waren, also wie weit Maxim und Giorgio voneinander weg gewesen sind.
Vor allem auch, wenn man bedenkt, wenn man ein bisschen schneller fährt, ist der Anstieg auch nur 20 Minuten lang. Das ist schon ja, ich meine, wir alle wissen, wie viel Gewicht am Berg ausmacht, aber wenn man es dann wieder so mit den Fakten schwarz auf weiß sieht, dann tut's schon weh, wenn man dann das eine oder andere Kilo zu viel drauf hat, wie jetzt wir. Ich meine, wir sind im Mittelfeld von allen Pantern, aber trotzdem allein schon nur wegen den paar Kilo, 4 5 Minuten hinten dran.
Ja, da müssen wir dran arbeiten. Drn arbeiten, aber genau deswegen haben wir den Test ja auch gemacht. Jetzt wisst ihr auch, wie es ausschaut.
Also Gewicht spielt eine große Rolle beim Radfahren, im speziellen beim Bergfahren noch mehr. Jetzt schreibt uns mal noch bitte in die Kommentare, wie ihr das seht in eurer Trainingsgruppe. Sind die Unterschiede da auch so klar sichtbar?
Und wenn euch unser Test gefallen hat, natürlich Daumen nach oben und den Kanal abonnieren. So, tschüssel. Co?