[Musik] ich war fasziniert von der Weite der Birkenwälder also das hat mich schon irgendwie geflashchtt und das war Winter überall Schnee Birke Schnee Birke Schnee Birke Schnee alles immer nur eine Einöde eine unendlich lange und die Städte wurden immer kleiner und die Architektur wurde immer abenteuerlicher da wo wir dann ausstiegen da war dann noch nicht mal mehr Blockhütte da war dann gar nichts mehr das war eine il18 kann ich mich noch erinnern also turborotmaschine und von Kiev aus fuhren dann die Busse je nach Standort 6 bis 8 Stunden der er eruck war ärmlichste dürfer mit
schlechtesten Straßenbedingungen ich habe das Autofahren auf dem Weg nach talne gelernt das sind knappe 2000 km die wir gefahren sind wir waren pro Auto drei Personen die Koffer waren in zwei Etagen auf dem Dach festgemacht und auf diese Art und Weise sind wir losgefahren mehr als 25 000 DDR Bürger brechen in den 70er und 80er Jahren auf in den Osten in die Sowjetunion zu einer der größten Baustellen des 20 Jahrhunderts an die Trasse [Musik] wir hatten eigentlich die Aufgabe Kiev zu umfahren und dann Richtung Tal neu zu fahren ich habe gesagt wir müssen Blumen kaufen
meine Frau hatte Schleifen anfertigen lassen wo dann drauf stand von den Erbauern der druspartrasse aus der DDR ich sag wir müssen wenn wir in tnej ankommen da steht ein großes leninenkmal und es kommt bestimmt gut an wenn wir an diesem Denkmal Blumen [Musik] niederlegen als Hilma Enke und seine Begleiter im April 1975 in der Ukraine ankommen sind sie die ersten deutschen seit dem Zweiten Weltkrieg den man in der Sowjetunion den Großen Vaterländischen nennt in dem 27 Millionen Sowjetsoldaten und Zivilisten ihr Leben ließen den die Deutschen über das Land gebracht haben man muss sagen dass durch
talneue und dieses Gebiet die Front sieben Malal hin und her gezogen ist siebenmal wurde das Land verwüstet wurden die Menschen hingeschlachtet keine 30 jah sind seitdem vergangen an vielen Häusern hängen rote Sterne jeder dieser Sterne steht für einen im Krieg gefallenen [Musik] Soldaten dieses Mal kommen die Deutschen in friedlicher Absicht drusbar heißt der Bauabschnitt der Erdgastrasse den die DDR in den Jahren 1975 bis 1978 erbauen wird Freundschaft an sieben Standorten in der Ukraine beginnen die trasnik wie sie sich nennen mit den Arbeiten an einer Erdgasleitung die dem Kalten Krieg trotzt und sogar den Eisernen Vorhang
durchbrechen wird einem megaauwerk das mehrere Klimazonen durchquert bis heute ist sie eine Hauptschlagader des europäischen pipelineenetzes die Trasse ist ein roh wie es die Welt noch nicht gesehen hat das ist die größte rotdimension die für Gasleitung je verbaut wurde sie hat ein Durchmesser von 1,42 m 2in5 cm 2,8 cm Wandstärke im Schnitt ist 3 ich habe da noch nicht schweißen hat bei mir im Büro liegen wenn das gesehen hast im Winter wenn die da bei arscheskelte da draußen diese Arbeit gemacht haben das war die Trassenführung war ja nicht von Nord na Süd geradeaus sonder die
ging ja Berg runter Berg hoch mit links rechts so die Geographie war durch Täler durch über Flussbetten das gibt ja Leute die das als Jahr bezeichnet haben und ich bin der Meinung das ist berechtigt weil das was wir da hingestellt haben das ist in der Dimension so gewaltig dass man das eigentlich nur begreifen kann wenn man das erlebt hat es war ein Jahrhundertprojekt dieser erste Trassenbau er hat dazu geführt dass die Energieversorgung in Europa sich verbessert hat dass S vor allen auch umweltfreundlich geworden ist im Vergleich zum Verbrennen von Kohle die erste von den sozialistischen
Staaten gemeinsam about the pipeline soyuse beginnt ganz am östlichen Rand des europäischen Kontinents in ohrenburg und führt bis zur ukrainischen Westgrenze bei uschkorot sie ist 2750 km lang wovon rund 550 km die DDA abbaut als Projekt rusprasse in den 80er Jahren folgt das zweite trassenprojekt mit DDR Beteiligung eine Pipeline die die Erdgasfelder von urengoi in Nordsibirien mit Westeuropa verbindet die DDR verlegt an drei Bauabschnitten in Russland und der Ukraine insgesamt 1000 leitungskilom bis heute deckt das russische Erdgas rund 40% des deutschen und rund 17% des französischen Gasbedarfs Einkleidung in der Jugendmode für die ersten 400
die zur Arbeit an der Trasse [Musik] fahren zum Jahresende werden es 3800 aus der DDR sein die dort arbeiten das große Abenteuer beginnt mit sozialistischen jeansanzügen ausgerechnet Jeans erfunden von einem aus Bayern nach Amerika ausgewanderten Schneider als Arbeitsbekleidung für Goldgräber das ideologisch passende Korsette erhalten die zumeist jugendlichen Arbeiter 1975 in Berlin die Trasse wird zu einem zentralen jugendobjekt der freien deutschen Jugend hochformuliert im Gründungsjahr der DDR folgte die Jugend dem Ruf der Partei Max braucht Wasser sie baute die Talsperre Sosa und das Kraftwerk trattendorf sie war in Schwed dabei und in Eisenhüttenstadt sie half mit
das Kernkraftwerk Nord zu erbauen und hat jetzt ihre Arbeit an der druschbrasse aufgenommen heute ist es unserer Generation vergönnt unmittelbar mitzuwirken an dem hohen Ziel die entwickelte sozialistische Gesellschaft zu gestalten und wichtige Voraussetzungen zu schaffen für den allmählichen Übergang in unsere kommunistische [Musik] Zukunft besungen wird die Trasse als Barrikade im Kampf gegen den Klassenfeind als Meilenstein auf dem Weg zum Kommunismus hauptsächlich aber stecken hinter dem freundschaftlichen Hauruck handfeste wirtschaftliche Interessen die DDR braucht Erdgas dringend und die Sowjetunion ebenso dringend Hilfe bei der Erschließung eine Win-Win Situation würde man das heute nennen an Bewerbern fehlt es
der DDR nicht doch nicht jeder darf mit der Staat wählt genau aus wer das sozialistische Deutschland im Bruderstaat Sowjetunion repräsentieren darf die ältere Generation war ein wenig zurückhaltend manche waren noch von den leidvollen Erinnerungen an den Großen Vaterländischen Krieg geprägt heute sagen wir der Zweite Weltkrieg fast jede Familie hat ja jemanden im Krieg verloren [Applaus] wenn man sich unterhalten hat dann nannten die älteren sie die hänse eigentlich sind sie ja unsere Feinde aber für uns jüngeren Leute für die junge Generation waren es einfach die Arbeiter die uns eine Perspektive in die Stadt brachten haben alle
begrüßt wir haben Straßen gebaut in Gegenden wo es noch nie Straßen gab wo uns die Leute um den Hals gefallen sind und gedankt haben dass sie das erste Mal in ihren Leben auf einer Straße gehen können ohne Gummistiefeln die konnten das gar nicht glauben da ist dann auch der PUE rausen hat die dann mit allen brimboum gesegnet es sind ja auch herrliche Erlebnisse also eine Straße geweiht zu kriegen von dem orthodoxen Priester [Musik] die Sowjetunion so steht es in den Lehrbüchern der DDR ist der große Bruder was die jungen DDR Bürger vor Ort vorfinden ist
ein ärmlicher Gesell ich kannte dr giivago noch nicht der war ja in der DDR verboten der Film das fiel mir erst nachher ein dass die Häuser exakt die Kulisse von Dr shivago waren dass das heute noch so aussieht wie in dem Anfang 20 Jahrhundert Szenario das war mir etwas suspekt [Musik] für die jungen Leute aus der DDR ist was sie sehen ein Kulturschock ich war von vielen Dingen die ich gesehen habe angefangen beim Lebensniveau der sowjetischen Menschen unangenehm berührt wir sind in dem Sinne erzogen worden von der Sowjetunion lernen heißt siegen wen wovon soll ich
denn Lernen wovon soll ich siegen lernen also mein anerzogenes Bild von der großen Sowjetunion das ist dann ziemlich schnell gekippt also es hat ein paar Tage gedauert da habe ich dann schon durch meine Eindrücke draußen vor allen Dingen außerhalb der Baustelle gemerkt hier stimmt irgendwas nicht also ich bin da auf große Armut gestoßen auf irgendwelche Karten die keinen kein keine Elektrizität hatten es war halt äh ziemlich schnell so ein so ein Kippen da also das ist hier nicht die Sowjetunion das ist irgendwo was 100 Jahre zurück die Geschichte der Sowjetunion ist untrennbar verbunden mit ihren
reichen Rohstoff vorkommen und damit wie man sie einsetzt sie in Energie verwandelt Lenins große Losung für den Umbau des Landes ausgegeben 1917 spricht davon Sozialismus macht plus Elektrifizierung des ganzen Landes das war ja dieser Plan der in den frühen 20ern umgesetzt wurde der basiert im wesentlich auf Kohleverstromung ja und davon ist auch die stalinera geprägt dass man Erdöl als minderwertiges Produkt ansieht erer etwas was man gar nicht so braucht und Stalin der kommt ja aus der bakua Gegend und hat ja auch diesen riesigen Schmutz da erlebt bei der Erdölproduktion und war da eher ein Skeptiker
was die Ölförderung betrifft Gas spielte noch gar keine Rolle in den 50er Jahren nach Stalins Tod und Danner kruststoffehre sind sie soweit mit dem Ausbau gekommen dass man erstmals in den frühen 60er Jahren Exportoffensive startet die 13 000 Einwohner Stadt talne in der Ostukraine profitiert davon die DDR baut in talne wie an weiteren Standorten zusätzlich zur druschbaltrasse eine komplett neue Wohnsiedlung für die zukünftigen Betreiber t war eine Region aus der die Jugend wegzog um zu studieren oder zu arbeiten seitdem die neuen Wohnhäuser gebaut wurden und ein eigenes Einkaufszentrum für das Wohngebiet drusba heißt es sie
haben es ja gesehen blieben mehr von ihnen hier in der stadtbar heißt auch die Pipeline von der Logistik bis zum Verlegen der Rohre eine gigantische Aufgabe die größte Auslandsinvestition der DDR überhaupt jedes W 11 m und die wurden zu Dreier Sektion verschweißt auf den schweißbasen und die wurden dann auf die rohrtransporter durch die Träne gehoben die hat den Nachläufer wo diese 33 m Sektion drauf passt und damit sind die durch über Stock und Stein durchs Gelände bis raus zum Trakt gefahren die wurden dann durch die vorstrecker miteinander verschweißt Z länger Insekt wenn ihr das gesehen
hast und die schwarzen die Schweißer ja natürlich bei 30° minus zu schweißen ist natürlich ein Ding der hat aber der oberschweißer hat seine obernaht gemacht und dann gab's den in Schweißer der ist durch das roh auf ein Rolli reingefahren und wenn das eine längere Sektion war die verbunden werden musste dann ist der e über 100 m da müs da durch SP fahren na ja die wurden schon als Helden sehr stillisiert also es gab viele andere Berufszweige wo auch hat gearbeitet worden ist es waren ja nicht nur die Schweißer aber natürlich waren die diejenigen wo man
vom vom Bild her am meisten rausholen konnte und natürlich auch diejenigen die direkt draußen am Strand ja mitgezogen sind die haben also in Wohnwagen gelebt das war sowieso so eine Wildwest oder wildostromantik wie auch immer einen Großteil der Technik kauft die DDR im Westen ein wirtschaftlicher Kraftakt für das kleine Land ein kleines Wunder für die auf ein sozialistisches Bauprojekt eingeschworenen Arbeiter der Feind baut mit das hat mich schon fasziniert also vom normalen Zimmermannshammer der da den ich vorher noch nie gesehen habe weil das halt ein westzimmermannsham war mit den man mich dann gleich ausgestattet hat
und vor all die Großtechnik die komatuauben und die fatransporter die die hore gebracht haben dann auch westdeutsche Kräne und so weiter war ja alles da also manchmal BEK auch die nägelpackung aus dem Westen das war halt ungewöhnlich sowas war man von der DD her nicht gewohnt auf den Baustellen auf den ich vorher gearbeitet hatte damit musste man sich natürlich erstm abfinden sag ich mal für manche war es ein Schock at gegeben dahingenommen ist so weten Technik nicht so und mit den rohen ja wir haben meesmann Rohre gehabt wir haben Fiat Rohre gehabt dieen also grundsätzlich
alle a kapitalis nur auf privaten Aufnahmen sind die westlichen Markennamen zu sehen eigentlich gilt für die trasnix ein Fotoverbot weder die sowjetische Armut noch die westbeteiligung sollten zu Hause Image des sozialistischen Bauwerk kratzen technologisch waren die Ostblockstaaten allein nicht in der Lage solche riesigen Projekte in den beabsichtigten Zeiträumen durchzuführen also ohne technischen Input aus Westeuropa und aus Japan wäre so ein Trassenbau nur schwer möglich gewesen das war natürlich auch den westeuropäischen Firmen bewusst die sahen darin ein ganz großes Geschäft und es war ja auch ein ganz großes Geschäft auf dem Ausstellungsgelände im sonniki Park präsentierten
2100 Aussteller aus 24 Ländern darunter 185 deutsche Firmen den neuesten Entwicklungsstand der chemischen Industrie zu einem großabschluss mit der UdSSR kam Mannesmann mit der Lieferung von 168 000 Röhren Generaldirektor dr Overbeck zeigte die erste im Rahmen dieses Auftrages hergestellte Röhre sie hat fast anderalb met Durchmesser und durch sie werden eines Tages 52 Milliarden Kubikmeter Erdgas aus Sibirien nach Deutschland fließen und zwar als Gegenleistung für die gelieferten Röhren dieses erdgasröhrengeschäft was 1971 vereinbart wurde war das größte ostwestgeschäft der Nachkriegszeit wo es um mehrere Milliarden DMark ging röhrenlieferung Technik Lieferung also ein Geschäft zum beiderseitigen Vorteil den
Männern an der Trasse hat niemand gesagt dass es die druschb Trasse ohne den Westen überhaupt nicht gäbe bis heute spricht man im Osten Deutschlands von der Trasse im Westen vom erdgasröhrengeschäft angebahnt wird die Pipeline mit den zwei Namen bereits Ende der 60er Jahre der große Mann der sowjetischen Öl und Gasindustrie Nikolai bbakov der schon seit das Stalinzeit diesen Industrie zweigleitete hatte die Versorgung ganz Europas im Hinterkopf als über Erdgas und erdölverträge diskutiert wurde also es ging nicht nur darum die kleineren Ostblockstaaten zu beliefern was der Sowjetunion nicht viel brachte sondern bei bkof hat seit Mitte
der 60er Jahre die Idee entwickelt Frankreich die Bundesrepublik Österreich und Italien mit sowjetischen Rohstoffen zu beliefern so insofern reden wir hier von einem europäischen Projekt die einen haben riesige Gasvorkommen und brauchen dringend Geld und Technologie die anderen haben genau das brauchen aber Rohstoffe erdgas gilt als Energieträger der Zukunft und der Westen will von Lieferanten im arabischen Raum unabhängig sein die sowjetischen erdgasfunde die in den 60er Jahren ja erst beginnen erweisen sich sehr rasch als bedeutendsten Ressourcen die in Europa und Asien überhaupt gibt also einzelne große Lagerstätten im westural oder später auch in Westsibirien hätten ausgereicht
um viele viele Jahrzehnte die Bundesrepublik allein mit mit Erdgas zu versorgen am 1 Februar 1970 kommt es im Essener Hotel Kaiserhof zu einem historischen Treffen der erste große erdgasvertrag zwischen bundesdeutschen Unternehmen men und der sowjetischen staatshandelsfirma sous Neft Export wird geschlossen er sichert der Bundesrepublik für 20 Jahre Erdgas nur wenige Monate später schließt auch das französische Unternehmen Gas du France einen Vertrag mit der Sowjetunion Z Jahre nach dem sowjetischen Einmarsch in Prag an einem der Tiefpunkte des Kalten Krieges macht die Wirtschaft Politik oder ist es doch umgekehrt neue Bundesregierung unter der Leitung von Willi Brand
sieht in diesem erdgasröhrengeschäft was angebahnt wurde eine große Chance den Kalten Krieg nicht zu beenden aber doch ein Stück weit zu einer Normalisierung der Verhältnisse wieder zu kommen und das hat ja dann auch Erfolg trotz des Einmarsches in der CSR trotz der Niederschlagung des Prager Frühlings bahnt sich da eine Entspannung wieder an [Musik] august 1970 Moskau mit dem Moskauer Abkommen wird Willie brandz neue Ostpolitik besiegelt es erkennt die europäischen Grenzen an und soll den Frieden in Europa sichern in einem Nebensatz enthält es ein weiteres politisches Ziel ein Europa in dem das deutsche Volk in freier
Selbstbestimmung seiner Einheit wiedererlangt die deutsche Einheit Handel durch Handel 20 Jahre vor dem [Musik] Mauerfall die Arbeiter an der druschbtrasse wissen davon nichts sie haben sich in alexandrowovka und den anderen DDA wohnlagern eingerichtet 2000 km entfernt von der [Musik] Heimat telefonieren war gar nicht möglich weil da musste man sich melden und dann warten manchmal stundenlang dass irgendwo eine Verbindung zustande kam meistens gar nicht also man hat auch familiär weniger was erfahren was zu Hause ist es gab eigentlich nur die Möglichkeit sich Briefe zu schreiben und selbst die waren manchmal wochenlang unterwegs insofern war das schon
Eigenleben da also informationstechnisch ziemlich schwierig ich weiß auch gar nicht ob das so eine große Rolle gespielt hat weil im Vordergrund stand ja die arbeitsgeld verdient schlafen was trinken das große Abenteuer im wilden Osten es ging ja nur Richtung Osten was anderes war ja gar nicht möglich und das war halt die große Chance auf zwei Jahre bewirbt und verpflichtet man sich an die [Musik] Trasse die Arbeit ist hart das Leben ein Abenteuer im wilden Osten die trasnik Folgen dem Lockruf der frei und des [Musik] Geldes ehrlich gesagt als ich losflog losfuhr habe ich nicht gewusst
was ich verdienen würde und dass dieser Verdienst Meilen über dem meines Chefarzt liegen würde also eines DDR Chefarztes muss ich dazu sagen wir haben wirklich gut verdient wir hatten sogenannte limitkarten wo also unser kumulativer Verdienst eingetragen wurde und über diese Summe warst du berechtigt hochwertige Industriegüter ohne Wartezeiten zu beziehen egal ob du dir wenn du genügend troff hattest auf der limitkarte für forfahzeug gekauft hast ob du dir eine tiefgruhe gekauft hast wenn du dein Vertrag erweitert hast also 3 Jahre mindestdienst hattest bekamst du einen sogenannten autogutschein das war ein Wertgutschein der dich berechtigte ohne Wartezeit
ein Auto zu kaufen vorausgesetzt du hast die entsprechenden Schotter aber den hatte man ja dafür wurde ja gesorgt dann hat wir ja noch ein gobelkonto was du also da für deine Zigaretten und für dein Bier oder für der kommerzielle Gastronomie ausgeben konntest oder Gold oder Schmuck es war der teuer und schwierig z.B trauuringe zu kriegen also wir haben uns z.B unsere trauuringe in Moskau gekauft letztendlich hat das Geld gelockt es war halt wirklich einfach nur eine Möglichkeit richtig gutes Geld zu verdienen im genexskatalog westwaren zu bestellen ziemlich schnell zum Auto zu kommen und wenn man
zu zweit hingegangen ist das gab's ja auch dass ehepare hingegangen sind wenn man sich da zusammengetan hat und war sehr sparsam da konnte man sie ein kleines Vermögen mit nach Hause nehmen gearbeitet wird 10 Stunden pro Tag oft sogar mehr 6 Tage pro Woche jeweils 3 Monate lang dann gibt es einen Monat Heimaturlaub der dafür von der Fluggesellschaft Interflug eingerichtete Pendeldienst zwischen Berlin und Moskau sowie dem ukrainischen wif heißt tatsächlich arbeiterberufsverkehr rund 1000 Passagiere werden jeden Monat befördert das ist der Preis den das Land und die Leute für den kostbaren Rohstoff zahlen müssen der Kampf
um den Zugang zu Rohstoffen auch um den Verkauf von Rohstoffen weltweit spielt eine Rolle seitdem diese Industrien entstanden sind ja und das hängt nicht primär mit dem Kampf von Ideologien zusammen sondern mit der Konkurrenz großer Wirtschaftsmächte großer Unternehmen um die Weltmärkte das können sie zurückverfolgen bis an die Anfänge der l und Gasindustrie also da gibt's noch gar kein Ostblock sondern im 19 Jahrhundert stehen sich die USA und Russland als erste große Anbieter von Erdel gegenüber und versuchen einem möglichst großen Anteil des Weltmarktes zu bekommen im Verlauf der trassenprojekte sind es vor allem die Amerikaner die
es immer wieder torpedieren die von Abhängigkeit von der Sowjetunion reden mit Sanktionen arbeiten das ist der Krieg der Kampf der Systeme ist er das hinter diesen ganzen ideologischen Mustern stecken immer auch immense Geldströme um die es da geht immense Rohstoff Ströme die neu ausgehandelt werden sollen da ist eine Verquickung immer da gewesen zwischen Politik Wirtschaft und dem großen Geld schauen Sie sich nur in den 60er 70er Jahren an wer die weltgrößten Firmen waren das sind die großen amerikanischen Ölgesellschaften das sind die größten Unternehmen der Welt die haben eine enorme Macht nicht nur eine enorme Wirtschaftsmacht
sondern auch eine enorme Möglichkeit Politik zu beeinflussen und auf der anderen Seite haben Sie dieses staatshandelsland Sowjetunion das in der Lage ist die Preise dieser großen Multis zu unterbieten zu unterlaufen äh durch den staatlich gelenkten Handel das prallt aufeinander bis 1966 verhinderte ein sogenanntes Röhren embargo rohstoffgeschäfte mit der Sowjetunion sein Ende macht den Weg frei für die druschpartrasse insgesamt arbeiten rund 10.000 Arbeiter aus der DDR an der druschbartrasse ihr Bauabschnitt umfasst 550 km und reicht von kremenchuk bis Bar neun Sümpfe und mehrere Flüsse sind zu durchqueren alle rund 150 km wird eine sogenannte Verdichterstation benötigt
darin wird das Gas gereinigt und auf 75 bar verdichtet nur so kann es gen Westen fließen die Zulieferkette war riesig die ging um die ganze Welt wir bekamen also aus ganz Europa bis hin zu den USA Ausrüstungsgegenstände zu betre zur Anleitung und zur Kontrolle waren dann also von allen diesen Firmen chefmonteure vor Ort zu dem damaligen Zeitpunkt waren das für uns na ich sag's mal so alle klassenfeinde deswegen wurde natürlich ganz strikte Abgrenzung Betrieben der Kontakt war so eingeschränkt dass praktisch nur der Baustellenleiter der Leiter Verdichterstation und der sogenannte Leiter Vertrags Realisierung mit denen kontaktieren
durften und die sind ja nun frei über das Gelände gelaufen und haben unsere Jungs angequatscht und wenn der nicht sofort weggerannt ist dann rocht das sehr stark nach einer roten Karte und einer nach dem letzten heimfahrts ticketer eine rote Karte bedeutet das Aus und damit den Verlust aller Privilegien kein autogutschein kein Westgeld man hielt sich besser an die Regeln bei aller Freiheit der Staat ist an der Trasse gut vertreten die Präsenz der gesellschaftlichen Kräfte wir haben Sie immer die gesellichen genannt also FDJ die Partei die Gewerkschaft das war ja die das triumphyat und die waren
also gegenwärtig jeden Tag hat ja auch mit zusammearbeitet man hat sie ja überall getroffen auf den Baustellen in im Speisesaal im wohnlager überall man darf ja nicht vergessen das ganze lief unter dem zentralen jugendobjekt also die erste Trasse war die drusparttrasse das zweite war das zentrale jugendobjekt und da hatten natürlich auch die die entsprechenden funktionärsebenen Vorort auch das sagen das war auf jeden Fall so also die haben dann auch Druck gemacht wenn irgendwelche Terminschwierigkeiten waren haben die auch politischen Druck ausgeübt das war ziemlich Po ert alles also auch mit Wimpel übergeben und mit FJ hen
zu bestimmten Ereignissen es wurden auch die großen Jubiläen gefeiert an der Trasse wie hier zu Hause auch jahrestag der Republik FDJ Geburtstag Tag der NVA Tag des Lehrers solche Dinge das als aber dann in späten 80er Jahren überhaupt nicht mehr gegeben also da ging es nur noch um rein wirtschaftliche [Musik] Aspekte trotzdem ist das Leben an den beiden erdgastrassen für die DDR Bürger nicht nur Arbeit es ist ein Abenteuer umweht von einem in der kleinen DDR nicht verfügbaren Hauch von [Musik] Freiheit wer an Jack Londons clonik River im Wilden Westen nicht reisen darf der nimmt
auch gerne den jepper im wilden Osten in dieser Frage lieg die DDR Propaganda gar nicht so falsch es steht schon lange in der Zeitung du meinst die Sache mit der Erdgasleitung da führen welche irgendwelche Bauarbeiten durch ich glaube in der Nähe von [Musik] ohenburgen mit dem nächsten Z uns an die und die ungefähr 90% Männer 10% Frauen kann man raundebaut sagen von den 10% waren 5% also die Hälfte wieder in festen Händen also mit Partner da und die anderen 5% waren freiild ich sag mal so B2 Aktivisten die es ja heute gibt wenn es die
damals schon gegeben hätte die hätten dort ein Schlachtfest feiern können weil da war natürlich auch viel anmacher dabei klar Alkohol Männergesellschaft einzelne Frauen aber die Frauen dort waren auch sehr taff Dusche war Männlein Weiblein gemischt sanitäre Anlagen das gleichen da durfte man nicht zu Brüder sein hat mir auch nichts ausgemacht als TD kindind ist man ja FKK gewöhnt die meisten waren sowieso alle emanzipiert welche Frau geht auch dahin und ist zartes Mädchen die sind halt nicht lange geblieben und hat er [Gelächter] keinestch natürlich sorgt das Freundschaftsprojekt auch für Kontakte zu einheimischen Frauen nicht wenige der
euen sie kamen hierh auf unseren Tanzplatz und luden unsere Mädchen unsere Jungs die mochten das gar nicht sie verurteilen es verstehen Sie nun die Mädchen sind dorthin gegangen und die überwiegende Mehrheit derer die dorinegangen sind landeten später in Deutschland klar sie waren sehr [Musik] hübsch zur kulturellenbauung schickt die ddckb an die Trasse kin Schriftsteller meist aber sieht der Samstagabend so aus die Männergesellschaft tanzt ir Salon ist der speisesal in der Regel war das sonnbag frei und da war natürlich Sonn Abend trinken angesagt was sollte man sonst tun und da der Alkohol ziemlich billig war und
man alles bekam und dann natürlich die Gruppendynamik darf man nicht vergessen wenn man zusammensitzt und man trinkt halt ein bisschen mehr [Musik] harte Kerle gutes trinken wir haben viel Geld verdient und das ist dann Abend oftmals durch die Gurgel gegangen und früh haben die noch ihren Rausch im Bus auf dem Weg zum Strand ausgeschlafen aber dann hat die Hand nicht mehr gezittert und die haben einwandfreie Nähte hingelegt wenn ich das ehrlich einschätzen muss wir waren alle Alkoholiker das mag für manchen et vielleicht pruskieren seit aber wer da mit dabei war wer dort war der weiß
dass wenn er ehrlich zu sich ist die Freizeit bestand zum größten Teil alsus Trinkerei Alkohol gegen die [Musik] Leher das war 1986 wir hatten gemeinsam mit der Kultur eine große Faschingsparty in schowski es war eine tolle Fed ich habe da heute noch Fotos davon als es war ich denke nur an den bananentanz wie Josephine berer da mit Bröckchen und und und am Montag früh da kam der Sicherheitschef von der Baustelle zu mir komm mal bitte mit wir haben ein Todesfall du musst Fotos machen das brauchen wir für der Sicherheit und V KGB und es war
ein Vierbettzimmer in der Mitte der Tisch da standen noch leere Bierflaschen voller Aschenbecher drauf Gläser eine leere Schnapsflasche und an dem querstehenden Kleiderschränken standen beide Türen auf an der linken oberen Tür war einer unser blauen trassenschals als Schlaufe geschlungen und das andere Ende als Schlaufe warum den Hals von den jungen Burschen der unten auf dem fußboten lag so schräg Schrank Schrank hat es bisschen angekbt der das sich dort erhang erhängt und ich kannte den das war nämlich der eine Junge elfad gewesen die Kehrseite des großen Abenteuers heißt Einsamkeit oft geht der trassenkoller um besonders an
Feiertagen wie Weihnachten also man war lange Zeit weg in der Regel 3 Monate und dann vier Wochen auf Urlaub zu Hause also da konnte man dann schon einiges richten wieder zu Hause aber es war schon eine einsame Zeit auch für also ich habe auch oft Leute heulen sehen gerade unter Alkohol ein bisschen die Hemmung fallen lässt dann saßen eben auch welche in der Ecke und haben gehult ich denke mal das hat zwar nie eine Rolle gespielt offiziell dass es da auch zu depressiven Zuständen gekommen ist ja es gab Depressionen ja es gab auch ja Bedarf
an Seelsorge oder an persönlicher Einflussnahme wir haben nach Kräften versucht zu helfen aber manchmal war es einfach auch nicht drin eine genaue Statistik über Selbstmorde oder tödliche Unfälle existiert nicht aber die DDR kennt die Schattenseite der Trasse hat auch hier ihre Augen und Ohren auch für die Staatssicherheit sind die zentralen jugendobjekte Großbaustellen der Codename der Operationen jugendbanner die waren immer allgegenwerärtig also nicht nur die gesellichen sondern auch die stadtssicherheit es gab ja für jeden Bauabschnitt gab es ja ein beauftrag des Ministeriums für statssicherheit für jeden barauabschnitt also z.B per und dann gab's ja auf jeden
Standort im Beauftragten des Ministeriums verstaatssicherheit Mitte der 80er Jahre berichtet die Staatssicherheit über eine deutliche Zunahme von Tätlichkeiten gegenüber staatlichen Leitern Diebstählen Übergriffen auf sowjetische Kollegen Animierung sowjetischer Mädchen zum Alkoholkonsum intimbeziehungen und zahlreiche Verkehrsunfälle die Mehrzahl aller Vorkommnisse im Bereich Perm hängen mit dem Alkoholmissbrauch zusammen doch damit nicht genug die politische Weltlage ist in diesen Jahren deutlich angespannter als zu Zeiten der druschbartrasse die frühen 80er Jahre sind keine gute Zeit für erdgasgeschäfte das ist eine sehr angespannte Periode gewesen durch den sowjetischen Einmarsch in Afghanistan durch den Olympia boyikott 1980 hinzu kommt eine zunehm Überschuldung der
Ostblock Länder also da darf man ja auch keine Illusionen darüber haben wie sehr die Sowjetunion durch die Rohstofflieferungen in die kleineren rgwstaaten aber auch nach Kuba nach Indien äh später auch in einige afrikanische Länder belastet wurde das war einfach zu teuer und deshalb ist ja immer wieder auch der Appell an die äh kleineren RGW Länder gerichtet worden ihr müsst euch an den Erkundungsarbeiten und an den Erschließungsarbeiten in diesem riesigen Land sowetunion beteiligen wenn er das nicht tut bekommt er keine Rohstoffe mehr ab 1982 verlegt die DDR noch einmal rund 1000 km Erdgasleitungen zentrale jugendobjekt Erdgastrasse
dieses Mal an mehreren Abschnitten gleichzeitig und noch weiter von der Heimat entfernt die Bauabschnitte reichen bis in den Ural hinein auch an der Trasse spiegelt sich die angespannte Lage wieder von Freundschaft ist hier keine Rede mehr es gibt sogar offene sowjetische Drohungen die Verträge zu kündigen und den Franzosen den weiteren Bau zu übergeben an den Baustellen steigt der Druck vor allem wenn Übergabetermine nicht gehalten werden können das war 1986 im früher wir haben das damals die Schlacht und bter genannt da hing die tbauorganisation in planzielen die Linie konnte nicht in den entsprechenden Ausmaßen und in
der entsprechenden Zeit gebaut werden wie es vorgesehen war deshalb wurden sogenannte stoßbrigaden eingeflogen es gab Phasen wo im wohnlager 600 Mann Stammbesatzung waren die auch auf der Baustelle dann gearbeitet haben und es gab Phasen da wurde regelrecht aufgestockt und die Leute schliefen also quasi wechselschichtig in den Betten also da waren 3000 Mann im wohnlager droht hier im vorural am äußersten Rand Europas das gigantische pipelineprjekt zu scheitern Lieferungen kommen zu spät unvollständig oder gar nicht an den Standorten an die sowjetischen Behörden scheinen den Baufortschritt zu behindern das Wetter tut den Rest Rohre frieren [Musik] ein das
ging über mehrere Monate die sische Seite hat den riesenbruck gemacht Termine zu halten damit auch gedroht hatte den Staatsvertrag zu kündigen wo wo dort die ganze Funktionärsebene ziemlich heiß gelaufen ist der Druck wurde halt vom Kremmel über Berlin nach unten weitergegeben und das artete manchmal schon in Menschen und Materialschlachten aus man darf ja auch nicht vergessen unter den extremen Bedingungen war das oft gar nicht möglich es gab Unfälle es gab extreme Witterungsverhältnisse wo also gar nicht gearbeitet werden konnte weil bei 40°-us da läuft keine Technik mehr auch die gute westtechnik nicht also dort wurde richtig
geschuftet auf teufelkum raus allen Widrigkeiten zum Trotz die DDR trassenbauer am Projekt Erdgastrasse schaffen die bauziele mehr als 1000 km Rohre verlegen Sie eine Verdopplung gegenüber der druschbartrasse in den 70er Jahren im Westen kommt in den 80er Jahren noch einmal Kritik an der Trasse auf die internationale Gesellschaft für Menschenrechte macht publik tausende Zwangsarbeiter aus gulx Straflagern seinen bei Vorbereitungsarbeiten zum Trassenbau eingesetzt worden eine internationale Expertenkommission unter französischer Führung untersucht die Vorwürfe vor Ort ihr Fazit die Sowjetunion setzt ihre beklagenswerte Praxis der Zwangsarbeit bei der Herstellung und Entwicklung industrieller Projekte einschließlich der Sibir Erdgasleitung fort die
Kommission präsentiert der Welt die Wahrheit nun kann niemand mehr sagen er habe nichts gewusst Konsequenzen hat dieser Bericht [Musik] nicht für solche gigantischen Projekte ist ein politischer Preis zu bezahlen das war in der Geschichte so dass es heute auch nicht viel anders noch viel mehr gilt dieser Aussage für die Zeit des Kalten Krieg ist wo man de facto kaum Einflussmöglichkeiten oder keine Einflussmöglichkeiten auf Arbeitsbedingung oder auch auf den Einsatz von Strafgefangenen gulak Arbeitern an so einem trassenprojekt hatte man hat das äh nicht wahrnehmen wollen wenn es gar nicht mehr anders ging dann auf diplomatischenem Wege
versucht zu reagieren aber das hat die Projekte zu keinem Zeitpunkt gefährdet allen Widrigkeiten zumtrotz die Trasse das große Rohr bringt das russische Gas in den Westen das durch die Mauer geteilte Berlin ist der Inbegriff des Kalten Krieges 1981 taucht die Idee auf Westberlin diese Insel im Ostblock an die Erdgastrasse anzuschließen es lockte natürlich die Möglichkeit mit dem Bau einer Erdgasleitung nach W Berlin rasch Geld zu verdienen also DDR hat rund 300 Millionen Mark aufwenden sollen für den Trassenbau und hat dafür fast 300 Millionen demmark bekommen also solche Geschäfte gab es nicht allzu viele für die
DDR die Mauer ist dann 1985 für wenige Tage geöffnet worden um die letzten Teilstücke der Erdgasleitung nach Westberlin zu verlegen ironisch gesprochen hat das sowjetische Erdgas die Mauer 1985 das erste Mal durchbrochen am 1 oktober 1985 wird dieses Loch in der Mauer gefeiert mit einem kalten Buffet in pipelineröße schafft ausgerechnet die Trasse ein Rohstoffgeschäft wovon zu dieser Zeit noch niemand zu träumen wagt wenn es wie hier gelingt die wirtschaftlichen Interessen von Ost und West zum beiderseitigen Vorteil nüchtern zusammenzuführen dann kommt dabei nicht nur etwas wirtschaftlich vernünftiges heraus ein solches Geschäft jedenfalls kann auch das Klima
zwischen Ost und West insgesamt verbessern es beginnt die Zeit der politischen Umbrüche das Ende des Kalten Krieges wirft seine Schatten voraus in Moskau regiert seit 1985 Michael Gorbatschow der vierte Staatschef seit Beginn der Arbeiten an den Trassen in der DDR will man von seiner neuen Politik nichts wissen die trassenbauer in der Sowjetunion Leben jetzt auch politisch zwischen zwei Welten ich hatte dann vor Ort so ein paar Erlebnisse auch wo man nächtelang zusammen saß soweit wie das die russische Sprache und die Sprachkenntnisse auch zuließ na ja mit komsumolz muss man dazu sagen zu diskutieren die wirklich
geglaubt haben jetzt gibt's ein Aufbruch in eine bessere Welt also es war eine richtige große gorbsch Begeisterung da das war für mich was völlig neues überraschend auch das hätte ich nie gedacht und plötzlich hat ja der Spruch von der Set und lernen heiß Siegen l ganz andere Bedeutung also man man wagte es sich ja kaum noch dann zu Hause das in Mund zu nehmen aber dann richtig blöd angeguckt worden ist stoppen kann die Arbeit an der Erdgastrasse nichts noch nicht einmal der Zusammenbruch des Ostblocks die DDR und auch die Sowjetunion erleben die fertig ellung der
Trassen nicht mehr was bleibt ist ein Ost und West verbindendes Pipelinenetz erdacht und gebaut mitten im Kalten Krieg gegen Widerstände und scheinbar unüberwindbare Systemgrenzen man kann es sinnbildlich als symbolischen Akt nehmen und sagen dass diese Politik des Wandels durch Handel die begonnen wurde unter will Brand und mit dazu beigetragen hat die Wirtschaften der Sowjetunion und Westeuropas enger zusammenwachsen zu lassen und letztendlich war das mit der Hintergrund auch dafür dass eine friedliche Revolution überhaupt möglich wurde weil es halt diese Entspannungspolitik in den 60er 70er frühen 80er Jahren gegeben hat ja das Geschäft machen natürlich jetzt andere
klar aber man darf trotzdem nicht vergessen wir verheizen ja nach wie vor damit wir nicht friühen im Winter und bei allen Industrieanlagen nach wie vor noch stabil russisches Erdgas jeder der heute hier und auch im Westen Inter seiner Küche den Gasherd andreh und die blaue Flamme entzündet das ist das Gas was durch die Leitung kommt die wir damals gebaut haben die Trasse war für mich eine persönlich so bereichernde und wertvolle Erfahrung dass ich sie nicht missen [Musik] möchte tja jahrhundert Bauwerk ist natürlich ein ein riesen Begriff aber es waren wirklich es sind Bauwerke die man
nur einmal in einem Jahrhundert errichtet so wie die Pyramiden wir haben da was gepackt wirklich nicht dass ich jetzt mit stter Wust durch die Gegend laufen würde das erzähle aber ich habe S auch entsprechend verarbeitet [Musik]