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15% günstiger mit dem Code "kurzgesagtde" und auch in Korea erhältlich! Südkorea ist am Ende Das klingt brutal, aber Südkorea wird bald an allen Fronten schmelzen - demografisch, wirtschaftlich, sozial, kulturell und militärisch. Wie wird der Zusammenbruch aussehen und warum ist er kaum noch zu stoppen?
Das (echte) Bevölkerungsproblem Für eine stabile Bevölkerung braucht es eine Geburtenziffer von etwa 2,1 Kindern pro Frau. In den 50ern bekamen die Südkoreaner im Durchschnitt 6 Kinder. In den 80ern sank diese Zahl unter 2.
2023 waren es 0,72 Kinder pro Frau, der tiefste je gemessene Wert. In Seoul ist er sogar noch niedriger, etwa 0,55. Im Schnitt wird etwa die Hälfte der Frauen hier keine Kinder haben, und die andere Hälfte nur eines.
Was bedeuten diese Zahlen in der realen Welt? Bleibt es bei dieser Geburtenziffer, werden 100 Südkoreaner 36 Kinder haben. Die werden dann 13 Kinder haben, und die wiederum 5.
In 4 Generationen werden aus 100 Südkoreanern 5. An der heutigen südkoreanische Bevölkerungspyramide wird das deutlich: Auf vier 50-Jährige kommt nur ein 1-Jähriger. Nach vier Jahrzehnten unterhalb des Bestanderhaltungsniveaus waren die Folgen noch weitgehend unsichtbar.
Heute befindet sich die Bevölkerung Südkoreas auf einem Höchststand, ebenso wie die Arbeitskräfte und das BIP, das immer noch wächst. Aber Demografie ist wie ein Güterzug: Eben noch weit weg, erwischt er dich plötzlich. Südkorea hat es erwischt.
Reisen wir 35 Jahre in die Zukunft, ins Jahr 2060, und schauen uns an, wie das Land dann aussehen wird. Für Demografien werden meistens die Prognosen der UN genutzt. Sie gehen von drei Szenarien aus: niedrige, mittlere und hohe Geburtenziffern.
In der Vergangenheit waren jedoch alle mittleren UN-Prognosen für Südkorea durchweg zu positiv. Allein zwischen 2022 und 2023 ist die Geburtenziffer in Südkorea um weitere 8 % gesunken. Wir nehmen also das aktuellste Szenario für eine NIEDRIGE Geburtenziffer, das über die letzten Jahre jeweils am ehesten zutraf.
Aber denk dran: Das sind nur Prognosen, und die Zukunft ist weit, weit weg. Legen wir los! 2060 wird Südkoreas Bevölkerungspyramide so aussehen: Mit einem Bevölkerungsrückgang von 30 % verschwinden in 35 Jahren 16 Millionen Südkoreaner.
Damit wird Südkorea das älteste Land der Menschheitsgeschichte sein. Einer von zwei Südkoreanern wird über 65 sein. Weniger als einer von 10 wird unter 25 sein.
Und nur einer von 100 ist ein Kleinkind. Stell dir vor, in einem seltsam stillen Land aufzuwachen. Keine spielenden Kinder auf der Strasse.
Verlassene Städte. Die Hälfte der Bevölkerung sind Senioren, die entweder allein oder in überfüllten Altersheimen leben, während eine Bevölkerungsminderheit verzweifelt versucht, die Gesellschaft am Laufen zu halten. Dies wird gravierende Folgen haben: Wirtschaftskollaps 2023 lebten 40 % der Südkoreaner über 65 unter der Armutsgrenze.
2060 könnte das im Vergleich wie ein schöner Traum wirken. Heute ist die südkoreanische Rentenkasse von etwa 730 Milliarden Dollar eine der größten der Welt. Prognosen zufolge wird sie aber ab den 40er Jahren nicht mehr anwachsen und bis zu den 50ern leer sein.
2060 werden die Erwerbstätigen also die Renten tragen müssen. Schätzungen schwanken, aber für ein intaktes Rentensystem braucht man mindestens 2 bis 3 Arbeiter pro Rentner, die für ihn aufkommen. Aber angenommen, 2060 würde in Südkorea selbst jeder über 15 arbeiten, wäre das weniger als ein Erwerbstätiger pro Rentner.
Die Arbeiter werden die unglaublichen Kosten nicht stemmen können. Nicht nur Altersarmut wird weit verbreitet sein, ein grosser Teil der Senioren wird arbeiten müssen. Nur dass sie kaum Jobs finden werden, weil 2060 die südkoreanische Wirtschaft vielleicht kollabiert sein wird.
Grob gesagt, hängt die Größe einer Volkswirtschaft mit der Zahl ihrer Arbeiter zusammen - für eine große Wirtschaft müssen viele Arbeiter viel produzieren und noch mehr Menschen viel kaufen. Heute hat Südkorea etwa 37 Millionen Menschen im erwerbsfähigen Alter bei einem BIP von 1,7 Billionen Dollar. Bis 2060 werden die Arbeitskräfte aber auf weniger als die Hälfte schrumpfen, etwa 17 Millionen.
Natürlich steigt durch Fortschritt die Produktivität und jeder Einzelne wird vermutlich mehr produzieren als heute. Aber selbst wenn die Produktivität gleich oder sogar stärker weiterwächst wie in den letzten Jahrzehnten, könnte das BIP von Südkorea 2040 seinen Höhepunkt erreichen. Südkorea wird eine ständige Rezession erleben.
Optimistischere Prognosen sagen diese Rezession erst gegen 2050 vorher, aber das stützt sich auf die mittleren Demografie-Szenarien der UN, und es gibt keine Hinweise, dass es in diese Richtung geht. Weitere wirtschaftliche Faktoren sind Wissenschaft, Technologie und Innovation, Gebiete, die typischerweise jüngere Menschen am stärksten vorwärtstreiben. Junge haben neue Ideen, die zum Wohlstand einer Gesellschaft beitragen.
Weniger Erwerbstätige bedeuten auch weniger Steuern für den Staat, der damit in eine Zwickmühle gerät. Er soll für die Rentner, also die Hälfte der Bevölkerung aufkommen, aber seine Einnahmen schrumpfen. Gezwungenermassen werden notwendige Dienste wie Krankenhäuser oder Sozialhilfe reduziert oder ganz eingestellt.
Weil Infrastruktur nur im großen Maßstab funktioniert, werden kleinere Gemeinden vielleicht aufgegeben, und die Bevölkerung auf städtische Gebiete konzentriert. Und natürlich wird kein Geld übrig sein, um in die Zukunft zu investieren. Schlimm, aber Gesellschaft und Kultur könnte es sogar noch schlimmer ergehen.
Kollaps der Gesellschaft und Kultur Spekulationen über gesellschaftliche Entwicklungen sind schwierig, aber einige Trends sind unvermeidlich. Heute leben 20% aller Südkoreaner allein. Ebenfalls 20% sagen, sie hätten keine engen Freunde oder Verwandten.
2060 werden 50% aller 70-Jährigen keine Geschwister und 30% keine Kinder haben. Junge Erwachsene zwischen 25 und 35 werden nur 5% der Bevölkerung ausmachen und in der Regel keine Geschwister haben. Es bleiben also ältere Menschen fast ohne Familie und junge Erwachsene mit wenig Familie und wenig potenziellen Freunden, besonders außerhalb der Großstädte.
Eine Einsamkeitsepidemie gewaltigen Ausmaßes ist vorprogrammiert. Darüberhinaus wird die südkoreanische Kultur wahrscheinlich einen starken Niedergang erleben. Im Jahr 2000 gab es 17,5 Millionen Südkoreaner zwischen 25 und 45, 37% der Bevölkerung.
Diese Generation hat uns K-Pop, K-Drmas, K-Food und viele weitere Trends gebracht, die um die Welt gingen. 2060 wird diese Altersgruppe nur noch 5,6 Millionen Menschen haben, etwa 16% der Bevölkerung. Viele kulturelle Traditionen sind bereits in Gefahr, weil ältere Generationen kaum mehr junge Menschen finden, an die sie sie weitergeben könnten.
Je weniger junge Menschen es gibt, umso mehr Traditionen werden aussterben. Ohne Junge wird die Seele der südkoreanischen Kultur verkümmern. Und wie wird es sein, in den 2060ern aufzuwachsen?
Wie wird die Jugendkultur in einem Land der Senioren aussehen? In einem Land, in dem Universitäten, Schulen und Kindergärten schliessen, weil es nicht genug Kinder und Jugendliche gibt? Welche Jobchancen wird es noch geben, und wie wird die politische Lage aussehen?
Wollen die Jungen nicht vereinsamen, werden sie sich auf Seoul und einige wenige Großstädte konzentrieren - oder, noch schlimmer für Südkorea, auswandern. Ländliche Gebiete werden schrumpfen und die meisten kleineren Städte aussterben - wie in Japan heute schon, mit fast 10 Millionen verlassenen Häusern in ländlichen Gebieten. Grosse Teile Südkoreas werden schlicht verschwinden und von der Natur zurückerobert werden.
Nicht zuletzt herrscht zwischen Süd- und Nordkorea auf dem Papier Krieg. Das könnte auch 2060 noch der Fall sein. Wird es sich Südkorea noch leisten können, seine jungen Männer 18 Monate lang zum Militärdienst zu verpflichten?
Heute sind 5% der Männer im wehrfähigen Alter beim Militär. 2060 müssten es 15 % sein, um die heutige Zahl zu erhalten. Ok, stopp - das ist alles etwas viel.
Gibt es kein zurück? Warum es wirklich keinen Ausweg gibt Das Problem mit dem demografischen Güterzug ist, dass er nicht zu stoppen ist. Nehmen wir an, die Geburtenziffer verdreifacht sich auf das Bestanderhaltungsniveau von 2,1 Kindern pro Frau und bleibt dort.
Im Jahr 2060 wird es eine umgedrehte Pyramide auf einem Fass sein. Es gäbe trotzdem nur 1,5 Erwerbstätige pro Senior über 65. Selbst im besten Szenario macht Südkorea zuerst einen unausweichlichen Flaschenhals durch, bevor es sich erholt.
Es gibt aber einen Hoffnungsschimmer. Langfristig gesehen ist eine Erholung möglich, wenn Südkorea rasche gesellschaftliche Veränderungen durchführt, damit die Menschen wieder Kinder haben wollen. 2024 stiegen die Geburten zum ersten Mal seit 9 Jahren wieder an - 3 % mehr als im Jahr 2023.
Damit das so weitergeht, muss Südkorea sich aber ehrlich fragen, wie es dazu gekommen ist. Wie konnte es soweit kommen Grundsätzlich haben Menschen immer weniger Kinder, wenn die Gesellschaften reicher und gebildeter werden und die Kindersterblichkeit sinkt. Das Besondere an Südkorea ist, dass es das alles in gewisser Weise verstärkt.
Südkorea hat sich in Rekordzeit aus der Armut gekämpft, hat dabei aber eine einzigartige Arbeitssucht entwickelt. Obwohl die Arbeitswoche 40 Stunden und das gesetzliche Maximum 52 Stunden beträgt, sind unbezahlte Überstunden normal. Die Regierung will die zugelassene Arbeitszeit sogar auf 69 Stunden erhöhen.
Trotzdem hat Südkorea relativ niedrige Löhne bei hohen Lebenshaltungskosten. Wohneigentum in den Grossstädten ist für die meisten Menschen unbezahlbar. Bildung ist extrem teuer, da Eltern Privatunterricht bezahlen müssen, wenn sie ihre Kinder an eine gute Schule schicken wollen.
Gleichzeitig zahlt Südkorea weniger Familienzuschüsse als die meisten anderen reichen Länder. Altmodische kulturelle Normen verschlimmern das noch. Ein Paar MUSS quasi heiraten, wenn es eine Familie gründen will.
2023 wurden nur 4,7 % der Babys von unverheirateten Frauen geboren. In keinem Industrieland übernehmen Männer so wenig Haus- und Carearbeit wie in Südkorea. Frauen tragen daher unverhältnismäßig viel Last wenn sie nach der Schwangerschaft im Beruf bleiben wollen.
Gleichzeitig fühlen sich viele Männer überfordert von der gesellschaftlichen Erwartung, Hauptversorger zu sein und Karriere zu machen. Ob man eine Familie gründet oder nicht, ist eine persönliche Entscheidung. Und in Südkorea entscheiden sich die meisten dagegen.
Im Endeffekt hat Südkorea eine Kultur geschaffen, die zu sehr wenig Kindern führt. Fazit Ein demografischer Kollaps ist keine abstrakte Zukunft, sondern passiert schon jetzt. Nicht nur in Südkorea: 2023 betrug die Geburtenziffer in China 1,0, in Italien und Spanien 1,2, in Deutschland 1,4, im Vereinigten Königreich 1,6 und in den USA 1,6 - viel besser, oder?
Nun, nach 4 Generationen bedeutet eine Geburtenziffer von 1,6 60 % weniger Menschen. Eine von 1,2 bedeutet 87 % weniger Menschen. Und die Geburtenziffern sinken weiter, ohne Anzeichen einer Erholung.
Das Verrückteste ist aber, dass fast niemand, der an der öffentlichen Debatte teilnimmt, den Ernst der Situation wirklich erkannt hat. Im letzten Jahrhundert dominierten Narrative der Überbevölkerung und jeder der sagte wir bräuchten mehr Kinder, schien verrückt. Und wenn man nachrechnet, scheint die Zukunft echt zu verrückt um wahr zu sein.
Sowas hat es ganz einfach noch nie gegeben. Niedrige Geburtenraten werden meist nur als Problem für den Arbeitsmarkt diskutiert – nicht als die existentielle Bedrohung für unsere Gesellschaften, Kulturen, unseren Wohlstand und unsere Lebensweise, die sie sind. Wenn wir das nicht sehr bald ernst nehmen und unsere modernen Gesellschaften im Kern so verändern, dass junge Menschen wieder Kinder bekommen wollen, wird der Rest dieses Jahrhunderts düster – für alle, die es erleben.
Der demografische Güterzug bremst für niemanden – wir müssen endlich begreifen, dass er direkt auf uns zurast. Hast du jetzt Lust dir Südkorea selber mal anzuschauen, aber keine Lust aus dem Ausland mit Brieftaube zu kommunizieren? Dann hol dir Saily, die neue eSIM Service App von den Machern von NordVPN.
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