es ist alltäglich und banal aber eigentlich doch voller Bedeutung in den Spiegel schauen ab dem Alter von etwa 2 Jahren erkennen die meisten Menschen sich selbst im Spiegel und auf einmal ist da jemand eine Person zu der wir ein Verhältnis finden müssen die wir in Frage stellen können vielleicht sollten wir sind Wesen die werden immer um den Zusammenhalt ihres Weltmodells zu retten Wahrheit Opfern und natürlich merken wir alle das Details an der Geschichte die wir uns über uns selbst erzählen nicht ganz stimmen wer ist der Mensch der da zurückschaut wie stehen wir zu ihm ist unser Bild von uns und der Welt ein Abbild der Realität können wir sollen wir uns selbst trauen [Musik] [Musik] uns selbst truen scheint alternativlos denn wir können nicht aus uns heraus wie sollten wir leben ohne unserer Wahrnehmung unserer Erinnerung unserem Denken zu trauen ohne darauf zu vertrauen dass wir die Welt erkennen und uns richtig in ihr Verhalten können [Musik] sich trauen sich Vertrauen ist sehr wichtig mindestens so wichtig wie anderen zu vertrauen weil es eigentlich so die Grundlage dafür ist dass wir etwas angehen sonst sind wir verzagt und mutlos es ist schon es ist eigentlich ein Motor den wir brauchen hätte Columbus es nach Amerika geschafft all den Zweiflern zum Trotz ohne eine gesunde Portion Selbstvertrauen hätten unsere Urahnen sich das Feuer untertan gemacht sich an urtümliche Bestien gewagt hätte na ja okay vielleicht nicht die besten beispieleumbus hatte ja eigentlich angekündigt er werde den westlichen seeeweg nach Indien finden sich aber komplett bei den Entfernungen verrechnet und nur das Glück dass Amerika im Weg lag und wer sich dem Mammut allzu tollkühn vor den Rüssel wagte oder aktueller seit 1977 gab es nur ein Jahr in dem niemand beim Versuch den Mount Everest zu besteigen starb 2020 als wegen der covidpandemie fast niemand auf dem Berg unterwegs sein durfte wo also liegt die Grenze zwischen gesundem Selbstvertrauen und Selbstüberschätzung wie gut sind unsere Fähigkeiten wirklich und wie genau sollten wir sie kennen erstmal aber wieso können wir uns solche Gedanken überhaupt machen wer oder was ist dieses selbst dem wir vertrauen sollen [Musik] wenn wir ins Gehirn schauen da finden wir sowas wie ein ich und sowas wie ein selbst nicht wir finden auch nichts was ständig gleich bleibt trotzdem gibt's in unserem Erleben natürlich etwas wo wir den Eindruck haben den subjektiven dass es etwas an uns gibt was immer gleich ist woher dieser Eindruck kommt warum wir glauben dass wir auch Morgen nach dem Aufwachen noch dieselbe Person sein werden Rätseln Menschen schon seit langem gibt es da etwas in uns vielleicht so etwas wie eine Seele wenn ja woraus besteht sie einer speziellen Art von Atomen oder ist unser ich immateriell die pure Essenz oder Form unseres Seins sitzt es irgendwo im Herzen der Leber der Zirbeldrüse sind wir einfach nur ein Körper oder sind wir geteilt in Körper und Geist ist das selbst nur eine Illusion oder das einzige das sicher existiert sind wir von unserer Vernunft gesteuert oder von unseren trieben bis heute ist zwar nicht gelöst wie genau aus elektrischen Signalen in unserem Hirn Vorstellungen von der Welt und uns selbst entstehen und doch haben die Neurowissenschaften und unser Wissen um die Evolution uns neue Perspektiven eröffnet das selbst ist ein Prozess ein bewusster Prozess im traumlosen Tiefschlaf gibt's diesen Prozess nicht im Traum haben wir ein ganz anderes bewusstes selbst als im Wachzustand und man kann das beschreiben als eine Hypothese über den Gesamtzustand des Organismus die ständig aktualisiert wird die dauernd abgedatet wird und das ist unser bewusstes Erleben und jetzt ist natürlich die Frage wozu dient dieser ganze Prozess und das erste was man wirklich verstehen muss ist der Prozess dient nicht dem klassischen philosophischen Ideal der Selbsterkenntnis dem ich mich sehr verpflichtet fühle sondern der Prozess dient dazu Gene erfolgreich in die nächste Generation zu kopieren das heißt der Vorgang dieses sich als ein selbsterkennens und Fühlens hat eine Millionen Jahre lange biologische Geschichte ein Selbstbewusstsein zu entwickeln war also evolutionär nützlich eine besonders realistische Selbsteinschätzung aber vielleicht nicht nehmen wir mal unsere Erinnerungen wir gehen ja eher so durchs Leben oder wenn dauernd eine Kamera mitliefe würde fast der gesamte Film direkt wieder verbrennen wer weiß schon noch was er oder sie vor drei Monaten für Kleidung getragen oder zur Bäckerin gesagt hat und was würde uns das bringen bloß auch unser Archiv ist in verschiedener Hinsicht unzuverlässig eine davon offenbart ein Experiment an dem der Psychologe Daniel kahnemann beteiligt war Testpersonen mussten eine Hand eine Minute lang in eiskaltes Wasser tauchen schmerzhaft nach einer Minute durften sie sie wieder herausziehen dann kam die zweite Hand dran auch die musste eine Minute lang ins eiskalte Wasser nach Ablauf der Zeit durften die Versuchspersonen diese Hand dann aber nicht herausziehen sondern mussten sie noch mal 30 Sekunden zusätzlich drin lassen weiterchmerzen allerdings wurde das Wasser dabei ein klein bisschen erwärmt sass es zum Ende hin nicht mehr ganz so schmerzhaft war als die Testpersonen gefragt wurden welchen Teil des Experiments sie lieber noch mal ertragen würden wählten fast 70% die längere Variante die Erklärung in der Erinnerung spielt die Dauer einer Erfahrung keine große Rolle sondern die maximale Intensität und das Ende weil der maximale Schmerz gleich war gab also das etwas angenehmere Ende den Ausschlag die zweite Variante vorzuziehen unsere Erinnerung würde uns also dazu verleiten mehr Schmerzen zu wählen ähnlich kann ein schlechter letzter Tag uns die Erinnerung an einen eigentlich schönen Urlaub vermiesen klingt alles erstmal ziemlich doof von uns und doch hat es vielleicht ja auch einen Sinn dass uns nicht jede Sekunde eines anhaltenden Schmerzes im Gedächtnis bleibt weil es geht ja darum dass das Tier immer weiter kämpft immer weiter Kinder zeugt immer weiter um sein Leben kämpft darum muss es auch sowas wie Verdrängungsmechanismen geben eine möglichst genaue Erinnerung hilft uns zwar in vielerlei Hinsicht doch auch allgemein gilt dass wir Dinge verdrängen neu interpretieren umdeuten können ist für uns wichtig bei unseren verschiedenen erinnerungssystemen ging es nicht darum die Wirklichkeit akkurat darzustellen so wie sie ist sondern ein Beitrag zu leisten letztlich zur genetischen Fitness einen Beitrag dazu zu leisten dass unser ich Modell stabil bleibt und so gleichen unsere bewussten Erinnerungen tatsächlich einem Film von uns genau ausgesuchte Szenen hier und da mit Nachbearbeitung verschönert und so zusammengeschnitten dass die Geschichte einen Sinn ergibt die Geschichte unseres Lebens für einen einzigen Zuschauer uns selbst [Musik] bevor wir uns an etwas erinnern können müssen wir Dinge aber natürlich erstmal mitbekommen die Verbindung zu unserer Umgebung sind unsere Sinne während wir mit Ihnen die Welt erkunden scheint im Hintergrund gleichzeitig eine Art Überwachungsprogramm mitzulaufen wenn jemand etwa entscheiden soll ob sich eine Punktwolke auf dem Bildschirm nach links oder nach rechts bewegt dann lässt sich an der Hirnaktivität dabei nicht nur beobachten dass optische Reize verarbeitet wer es gibt auch einen zweiten Prozess die sogenannte metakognition wie sicher sich die Person ist die Richtung der Punktwolke richtig erkannt zu haben es ist also ein wenig so als ob wir uns einen Spiegel vorhalten einmal verarbeitet das Gehirn ständig die Informationen aus der Umgebung aber dann gibt es noch einen Prozess auf einer zweiten Ebene mit dem wir diese Informationen unter die Lupe nehmen und schauen ob das alles zusammenpasst oder ob uns irgendetwas komisch vorkommt und wir noch mal zurückgehen müssen und mehr Information sammeln einige Sinne scheinen uns dabei grundsätzlich vertrauenswürdiger als andere [Musik] obserul individus wir beobachten ja oft dass Menschen etwas was sie gesehen haben noch mal überprüfen möchten indem sie es berühren z. B wenn sie aus dem Haus gehen und Tasten ob sie den Autoschlüssel wirklich in die Tasche gesteckt haben wir konnten das in Versuchen bestätigen in Fällen in denen wir an unserer Wahrnehmung zweifeln trauen wir eher dem berühren als unserem sehen obwohl beides keinen vollständigen Blick auf die Welt erlaubt wir nennen das den Heiliger thomaseffekt der an der Auferstehung Jesu Christi zweifelte als ihm seine Gestalt erschien der verlangte ihn zu berühren bevor er glaubte das menschliche Repertoire an Sinnen ist allerdings beschränkt Haie z. B können mit ihren lorenzinischen Ampullen das sind die kleinen schwarzen Punkte am Kopf elektromagnetische Felder spüren wie sie etwa der Schlag eines Fisches erzeugt der sich im Riff versteckt für uns unsichtbar und schwer vorstellbar wer weiß schon wie man sich elektrische Felder vorstellen soll wir können uns nicht komplett in den Kopf eines Hais versetzen noch nicht einmal in den eines anderen Menschen all unser Erleben ist subjektiv Farben z.
B gibt es nicht jedenfalls nicht als Dinge in der Natur nur als Wellenlängen von Licht die erst in unserem Kopf zu Farben werden und weil Vorstellungen nicht messbar sind ist schwer zu sagen ob etwa meine Vorstellung eines bestimmten rottones die gleiche ist wie eure damit drängt sich aber noch eine Frage auf die schon den Philosophen Platon in der Antike umtrieb können wir überhaupt die Realität erkennen plonousand Platon fordert uns auf uns eine Parabel auf die menschliche Existenz vorzustellen dass unser Zustand dem von Gefangenen ähnelt wir können uns vorstellen dass wir in einer Höhle angekettet sind mit dem Rücken Richtung Ausgang und nicht in der Lage sind nach draußen zu [Musik] sehen noch eine zweite Gruppe vonen die Manipulatoren sie stehen hinter einer Mauer und halten Objekte darüber die durch den Schein eines Feuers hinten in der Höhle dann Schatten an die Höhlenwand werfen es sind also nur Abbildungen der echten Dinge die wir wahrnehmen sind wir durch unsere Subjektivität und begrenzte Wahrnehmung auf ewig zum Leben in der Höhle verdammt können wir je mehr sehen als Schatten was Platon noch nicht hatte war die moderne Wissenschaft wir haben die wissenschaftliche Methode bei der tausende von Wissenschaftlern zusammen Theorien erstellen überprüfbare Experimente machen Theorien widerlegen und durch diese vielen verschiedenen Perspektiven kann man aus der Höhle rauskommen gibt Szenarien da könnte auch die Wissenschaft an ihre Grenzen stoßen was wenn all das hier nur ein Traum in eurem Kopf ist oder wenn wir in einer Computersimulation Leben eine Art Matrix wenn vielleicht sogar unser selbst nur simuliert ist wenn die wahre Beschaffenheit der Dinge außerhalb des für uns erfahrbaren und messbaren liegt doch auch wenn wir eine solche ultimative Realität vielleicht nie erkennen könnten unser subjektives Erleben ist für uns real wir Freude und Schmerzen Lust Angst Empathie und in dieser subjektiven Welt können wir uns zurechtfinden na es ist auch nicht so dass unser Farben sehen nur weil es in der Welt keine farbigen Objekte gibt deswegen falsch wäre wir haben dadurch sehr wichtige Eigenschaften erkannt z. B welche Früchte reif sind welche Früchte faul sind was wahrscheinlichen hohen Zucker gehehalt hat was möglicherweise giftig ist das ist nicht alles eine Illusion und trotzdem ist es was internes auch Platon dachte dass es einen Weg aus der Höhle heraus gibt Philosophie richtiges Denken doch wie gut funktioniert unser Denken wie funktioniert es überhaupt ein alter Bekannter Daniel karnemann der mit dem handexperiment laut knemann können wir uns unser Denken in zwei Systeme unterteilt vorstellen schnell und langsam das langsame denken ist unsere bewusste Rationalität wir setzen sie z. B ein wenn wir ausrechnen was 12 x 4- 6 ist dieses Denken erfordert bewusste Anstrengung und hat eine begrenzte Kapazität deutlich schneller ist das intuitive denken das Denken aus dem Bauch heraus das ständig aktiv ist dank ihm erkennen wir ohne Anstrengung ob jemand lacht oder wütend ist doch für diese Geschwindigkeit zahlen wir einen Preis unser Denken ist fehleranfällig es gibt eine lange Liste von mehr oder weniger gut belegten kognitiven Verzerrungen auf Englisch biases unter denen wir leiden etwa die overconfidence bias dass wir uns oft selbst überschätzen z.
B Glauben 6% der Amerikaner laut einer repräsentativen Umfrage sie könnten unbewaffnet einen Kampf gegen einen grizli gewinnen Risiken einzuschätzen scheint gener nicht unsere Stärke vor Luftverschmutzung oder falscher Ernährung haben wir oft zu wenig Angst vor Spinnen Flugzeugabstürzen und Terroranschlägen zu viel einer der Gründe ist die Angst vor schockrisen das klassische Beispiel ist der 11 September 2001 und was haben die Amerikaner gemacht nach dem Anschlag wir wissen dass viele aus Angst nicht mit geflogen sind sind sie zu Hause geblieben oder ins Auto gest sten ich habe die Verkehrs Statistiken analysiert und gefunden dass für 12 Monate lang die gefahrenen Meilen bis zu 5% nach oben gegangen sind und in dieser Zeit etwa 1600 Menschen mehr als normal ihr Leben auf der Straße verloren haben bei dem Versuch das Risiko des Pflegens zu vermeiden diese Angst vor schockresigen mag in einer Welt die lange zurücklegt wo Menschen in kleinen Gruppen lebten und versuchten zu überleben vernünftig gewesen zu sein weil das plötzliche Sterben eines Teils der Gruppe das Überleben der ganzen Gruppe bedroht hat aber heute ist das nicht mehr [Musik] so sollte man einem evolutionär vorbelasteten Bauch denken also grundsätzlich Misstrauen und nur noch auf lik inkeitsrechnung [Musik] setzen man muss ja sehr vorsichtig sein einen Gegensatz aufzubauen Unbewusstes und bewusstes Denken geht immer zusammen wir brauchen beides es nicht so dass nun das eine heistisch unbewusst fehlerbehaft sei und das andere also bewusst und logisch und immer richtig sei das eine große Illusion auch für bauchdenken Befürworter ist die Kunst aber zu wissen wann man seiner eigenen Intuition trauen kann und wann durchrechnen sinnvoller ist also im Allgemeinen ist es so dass Expertise darin besteht dass man erst bestimmte Prozesse oder Techniken bewusst lernt also wenn Sie ein Experte in Fälschungen werden also Malerein dann äh wird er erstmal bestimmte Techniken und so weiter beschreiben aber zum bestimmten Punkt ist das Ganze unbewusst sie spüren das stimmt was nicht mit dem gemäde und wir haben in unsereer Gesellschaft eine Unterschätzung der Wichtigkeit des Unbewussten wenn sie mit einem Thema ja jange Erfahrung haben dann haben sie ein guten Grund ihre Intuition zu trauen auch dazu was tatsächlich Denkfehler sind gibt es unterschiedliche Meinungen etwa bei diesem Beispiel jemand hat eine schwere Herzkrankheit doch ob die Person sich für eine OP entscheidet hängt auch davon ab wie Ärzte oder Ärztinnen diese präsentieren fren erklären Sie dass 90% der Menschen Jahre nach der noch leben dann entscheiden die Patienten sich eher für eine OP als wenn sie ihnen erklären dass 10% der Menschen 5 Jahre nach der OP tot sind dabei drückt beides dieselbe Wahrscheinlichkeit aus irgendwie also doch doof sich davon beeinflussen zu lassen oder das ist ein Musterbeispiel dafür wie man die falsche Theorie von Rationalität hat Experimente zeigen dass Ärzte und Menschen im Allgemeinen dadurch dass sie den Frame wählen 90% überleben oder 10% sterben ihnen etwas signalisieren möchten eine Empfehlung geben und das ist ziemlich klar also wenn die Menschen hören 90% überleben aha der sagt mir oder die sagt mir mach es an der Statistik ändert das aber natürlich nichts vielleicht ist es eine Frage der Perspektive entweder das Beispiel zeigt unsere Schwäche mit Zahlen umzugehen oder aber unsere Stärke dabei andere Menschen zu lesen uns in komplizierten sozialgeflechten zurechtzufinden eine ja auch nicht unwichtige Fähigkeit apropos sozialgeflechte laut dem Sozialpsychologen Jonathan hate denken wir zwar oft wir würden durch rationales abwägen zu unseren moralischen Überzeugungen kommen in Wirklichkeit aber täten wir das vor allem intuitiv als Resultat unserer Evolution Kultur und Sozialisation hate nutzt das Bild von einem Reiter auf einem Elefanten der Reiter symbolisiert das rationale Bewusstsein und denkt vielleicht er würde den Weg bestimmen doch am Ende ist der Elefant unser intuitives denken viel stärker und entscheidet wo es lang geht die Aufgabe des Reiters ist vor allem im Nachhinein die passende Begründung für unsere aus dem Bauch herausgroffenen Entscheidungen zu finden das soll natürlich nicht heißen dass alle Überzeugungen moralisch gleich begündbar sind es ist viel mehr so für uns heute verabscheuungswürdige Gewalttaten oder Unterdrückung wurden oft von Menschen verübt die für sich in anspruchnahmen moralisch gerechtfertigt zu handeln das sollte einen Ansporn sein uns auch heute zu hinterfragen wer weiß auf was Menschen in der Zukunft kopfschüttelnd zurückschauen werden [Musik] also sich selbst zu trauen ist ein hochriskantes Unternehmen und die Folgen können sehr oft auch andere ausbaden das in dem Sinne gibt es auch sowas wie na man könnte das vielleicht eine ethische Verpflichtung zur Selbstkritik oder eine ethische Verpflichtung zum Selbstzweifel nennen solche Selbstzweifel und das Streben nach Selbsterkenntnis sollen für Sokrates den PL der Schlüssel zu einem guten Leben gewesen sein doch Selbsterkenntnis hat ihren Preis man muss ja dann z. B auch seine Einsamkeit seine Verzweiflung seine Unsicherheit sehen all die Dinge muss man erstmal zulassen in sich wenn man sie direkt annehmen und betrachten will die meisten von uns haben dazu einfach keine Lust vielleicht gibt dazu auch gute biologische evolutionäre Gründe tatsächlich könnte es sein dass zu viel Realismus eine zu genaue Einschätzung der Welt und von uns selbst uns nicht gut [Musik] tun diese zu genaue Einschätzung von uns selbst ist im Gegenteil ein Handicap und sorgt dafür dass man sich zurückzieht und nicht mehr optimistisch ist und nicht glaubt dass man bei dem was man tut Erfolg haben wird das extreme das ist dann ein Problem aber die gewissen Illusionen die leicht rosarote Brille die ist relativ normal und weit verbreitet und wir haben jetzt in ein sehr großen Studie also mit tausenden von Kindern Jugendlichen im nationalen bildungspanel auch die Entwicklung von der fünften bis zur neunten Klasse verfolgt Kompetenzen und Selbsteinschätzungen und für das Wohlbefinden ein paar Jahre später sind positive Selbstkonzepte positive Selbsteinschätzungen das allerwichtigste wichtiger als tatsächliche Kompetenz also es ist durchaus wichtig sich positiv zu sehen und eine gewisse Selbstüberschätzung darf da auch dabei sein vielleicht folgerichtig haben wir eine erstaunliche Neigung uns selbst anzulügen Dinge nicht wahrhaben zu wollen bei dieser einen Sache bei uns ist etwas sehr unglückliches passiert wir sind diese natürliche entstandenen überlebensmaschinen und jetzt haben wir aber dieses kognitive Selbstmodell und die Wissenschaft und wir wissen alle ganz genau dass wir sterbliche Wesen sind und das erzeugt in dem menschlichen Selbstmodell einen tiefen Riss deswegen gibt's auch sehr viele Illusionen die z.