Los geht’s mit der neuen Balkongarten-Saison 2025. Es ist Anfang Januar und ich habe mich in den letzten Tage mit der Planung für meinen Balkongarten beschäftigt und überlegt, welche Kulturen ich dieses Jahr im Frühjahr und Sommer anbauen will. Und da nehme ich euch jetzt mal mit.
Im zweiten Teil des Videos, stelle ich euch dann auch noch das ganze Saatgut und die Sorten vor, die ich für dieses Jahr geplant habe. Entstanden sind jetzt erstmal zwei Pläne. Und zwar einer für das Frühjahr und einer für den Sommer.
Herbst kommt bei mir dann erst immer später. Und damit ihr die Pläne besser auseinander halten könnt, ist die Schrift im Plan für das Frühjahr grün und im Plan für den Sommer ist sie blau. Meine Pläne sind natürlich nicht in Stein gemeißelt.
Wie jedes Jahr werde ich sicher auch im Lauf der nächsten Wochen und Monate nochmal was ändern, wenn mich spontan noch etwas anderes inspiriert. Aber so habe ich jetzt zumindest schon mal eine Basis und einen guten Überblick, welches Saatgut ich besorgen muss und ob noch Töpfe oder Pflanzsäcke fehlen. Als Erstes überlege ich mir, was in den letzten Jahren immer gut funktioniert hat und plane das auf jeden Fall wieder ein.
Bei mir sind das im Frühjahr Salate, Radieschen, Zuckererbsen und Pak Choi. Und im Sommer auf jeden Fall Tomaten, Gurken, Zucchini und Paprika. Außerdem überlege ich mir gleichzeitig, was ich im Frühjahr und im Sommer pflanzen will.
Wenn ihr nämlich in die gleichen Töpfe oder Kästen ab Mitte Mai die Sommerkulturen, wie z. B. Tomaten, Gurken oder Paprika pflanzen wollt, ist es sinnvoll, dass bis dahin die Beete wieder frei sind.
Bei mir sieht das deshalb so aus. In die kleinen Balkon-Hochbeete pflanze ich im Frühjahr Salate, Radieschen und Pak Choi. Das sind alles Gemüse, die eine kurze Kulturdauer haben und die ich bis Mitte Mai abernten kann.
Danach kommen bei mir dann Paprika, Mangold, Zuckermelonen und Gurken in die Kästen. Ja und damit das bis Mitte Mai auch klappt, fange ich schon Anfang März mit dem Pflanzen von Salat und dem Aussäen von Radieschen an. So früh zu starten funktioniert aber in der Regel nur, wenn man eine Möglichkeit hat, die Pflanzen zu schützen.
Das müssen jetzt keine Abdeckhauben wie bei mir sein, sondern es kann auch ein Frühbeetkasten oder Vlies sein. Dann habe ich auch immer Töpfe mit Kulturen, die mehrjährig sind, wie z. B.
Stauden, Heidelbeeren oder Kräuter, und Kulturen, die ich im letzten Herbst schon gepflanzt habe, wie z. B. Tulpen, Knoblauch und Zwiebeln.
Diese Töpfe stehen also schon fest und ich muss mir nur noch überlegen, wo ich sie hinstellen will. Frühblüher, Knoblauch, Kräuter und Zwiebeln kommen dieses Jahr auf meine zwei Holzbänke ans Balkongeländer. Da die Frage immer mal wieder aufkommt, die Bänke habe ich selbst gebaut.
Ich verlinke euch mal den Blogbeitrag mit der Anleitung in der Videobeschreibung. Die Töpfe mit den Frühblühern tausche ich Mitte Mai dann gegen Pflanzsäcke mit Paprika aus. Die Zwiebeln lasse ich nicht auswachsen, sondern ernte sie im Frühjahr immer bei Bedarf als Frühlingszwiebeln.
Danach kommt dann Basilikum in den Topf. Ja und der Knoblauch, der braucht meistens so ca. 4 Wochen länger, ist also erst so gegen Mitte Juni erntereif.
Das macht aber nichts, denn danach will ich Karotten aussäen und das geht auch noch wunderbar im Juni. Wie vorhin schon erwähnt, plane ich für dieses Jahr im Frühjahr auch wieder Zuckererbsen. Dafür verwende ich einen Pflanzsack und ein Rankgitter.
Das hat in den letzten zwei Jahren bei mir richtig gut funktioniert und was sich bewährt hat, wird natürlich auch wieder so gemacht. Also bei mir zumindest. Und nach den Zuckererbsen kommt dann eine Kletterzucchini in den Sack.
Ja und dann habe ich für das Frühjahr noch Blumenkohl geplant. Blumenkohl habe ich bisher noch nie im Topf angebaut. Ist auch sicherlich nicht die beste Kultur für den Topf.
Aber nachdem im letzten Herbst der Brokkoli funktioniert hat, will ich dieses Jahr einfach auch mal Blumenkohl ausprobieren. Danach kommen im Sommer dann Buschbohnen und Lauchzwiebeln in die Töpfe. So der Plan.
Für mein Vertikalbeet habe ich für das Frühjahr Salat, Rucola und Lauchzwiebeln geplant. Und dann hab ich noch Erdbeeren im Topf vom letzten Jahr, die sollen auch ins Vertikalbeet. Im Sommer will ich in der obersten Schütte dann nochmal Zucchini probieren.
Das hat letztes Jahr nämlich ganz gut funktioniert, obwohl ich mit der Aussaat sogar etwas spät dran war. Ja und mittlerweile habe ich auch mein Saatgut zusammen und da habe ich mir gedacht, ich zeige euch mal die Sorten, die ich für dieses Jahr geplant habe. Ach ja, vielleicht noch ein Hinweis.
Das ist keine Werbung für einen bestimmten Saatgut-Hersteller. Ich habe alle Saatgut-Tütchen selbst gekauft und bekomme auch kein Geld dafür, dass ich sie in die Kamera halte. Ich will euch einfach nur zeigen, was ich geplant habe.
Fangen wir mal mit den Paprika an. Die erste Sorte ist „Sweet Banana“. Da reifen die Früchte von Hellgrün nach Rot ab, wobei man in der Regel wohl die grünen Früchte erntet, weil sie grün wohl besser schmecken.
Und dann will ich noch die roten und gelben Spitzpaprika des bekannten italienischen Stierhorn-Paprikas „Corno die Toro“ versuchen. Da bin ich schon sehr gespannt. Bei den Tomaten baue ich dieses Jahr zwei Sorten an.
Die Topftomate „Tomfall“, hatte ich im letzten Jahr schon und neu dazu kommt die „Sunviva“. Eine gelbe Kirschtomate für das Freiland, die sehr resistent gegen die Kraut- und Braunfäule sein soll. Weiter geht’s mit den Blattgemüsen, die ich schon kenne und schon mal angebaut habe.
Rucola, und zwar die Wilde Rauke. Grünen und roten Pak Choi und Mangold, die Sorte „Bright Lights“ mit den tollen bunten Stielen. Ja und ganz neu probiere ich Babykale.
Das ist ein Federkohl mit unterschiedlichen Blattvarianten. Und dann probiere ich noch die Rote Gartenmelde. Das ist ein Spinatgemüse, das man im Frühjahr und im Herbst anbauen kann.
Kürbisgewächse dürfen natürlich auch nicht fehlen. Ich probiere nochmal die Zuckermelone „Petit Gris de Rennes“, die kugelige Zucchini „Tondo Chiaro di Nizza“ und die Kletterzucchini „Quine“. Ja und dann habe ich mir noch zwei neue Snackgurken besorgt, und zwar die Sorte „Snack“ und „Lunchbox“.
Mal sehen, ob die auch so gut gelingen, wie die Sorte „Pony“, die ich in den letzten Jahren immer angebaut hab. Als Radieschen baue ich mal wieder die Sorte „Cherry Belle“ an, weil sie bei mir seit Jahren einfach immer klappt. Die Zuckererbse „Norli“ hat letztes Jahr auch sehr gut funktioniert und war lecker und ist deshalb auch für dieses Jahr wieder gesetzt.
Neu dazu kommt die Karotte „Lila Lu“, kenne ich noch nicht und bin schon sehr gespannt darauf. Für mein Blumenkohl-Experiment habe ich mich für die Sorte „Neckarperle“ entschieden. Es ist eine Sorte, die für den Anbau im Frühjahr und Herbst geeignet ist.
Und als Salat werde ich dieses Jahr mal den „Forellenschluss“ ausprobieren. Lauchzwiebeln will ich dieses Jahr auch wieder anbauen und probiere neu die Sorten „Red Toga“ und „Ishikura“. Beide sind übrigens auch frosthart.
Neben meinen schon vorhandenen Kräutern will ich dieses Jahr zum ersten Mal auch Liebstöckel bzw. Maggikraut im Topf ausprobieren. Mal sehen, wie das klappt.
Und Basilikum darf natürlich auf gar keinen Fall fehlen. Da habe ich mir ein Basilikum Trio mit Saatscheiben besorgt, wo Rotes, Genoveser und griechisches Basilikum enthalten ist. Auch Bohnen dürfen natürlich nicht fehlen.
Richtig gut bewährt hat sich bei mir seit Jahren die Buschbohne „La Victoire“. Letztes Jahr neu dazugekommen ist die Stangenbohne „Blauhilde“. Die habe ich an einem Rosenbogen hochklettern lassen und das hat richtig gut funktioniert.
Klar, dass ich das dieses Jahr auf jeden Fall nochmal probiere. Zum Schluss kommen jetzt noch die Blumen. Mein Highlight in den letzten beiden Jahren waren niedrig wachsende Zinnien, und zwar die „Profusion“ Mischung.
Klar, dass die auch wieder dabei sind. Dann plane ich noch zwei Sorten Tagetes. Einmal die Orangentagetes „Orange Gem“ und die Studentenblume „Ehrenlegion“.
Ja und die zwei Sorten Kapuzinerkresse vom letzten Jahr, „Peach Melba“ und „Black Velvet“ werde ich dieses Jahr auch nochmal probieren. Da habe ich letztes Jahr sogar schon eigenes Saatgut gesammelt. Ich hoffe, es war zum Jahresauftakt wieder einiges an Inspiration für euch dabei und falls ja, freue ich mich sehr über ein Abo und einen Daumen hoch.