Wir haben einen neuen Planeten entdeckt. Hier leben Trilliarden der krassesten Wesen in der absurdesten, tödlichsten Hölle in absoluter Dunkelheit. Erdrückt vom Gewicht ganzer Berge, unter Sauerstoffmangel, in Säure, Salz und Strahlung gebadet.
Und doch leben sie tausende, wenn nicht Millionen Jahre. Dieser Planet befindet [musik] sich aber nicht im All, sondern tief in der Erdkuste. Wir sprechen von der tiefen [musik] Biosphäre, die praktisch erst vor kurzem entdeckt wurde.
Mit mindestens dem doppelten [musik] Volumen der Weltmeere beherbergt sie mehr Kleinstlebewesen als der ganze restliche Planet. Ihre Biomasse ist mehr als 20 mal größer [musik] als die aller Menschen, Nutz und Wildtiere zusammen steigen wir hinab in diese Irrewelt, in der keine der Regeln mehr gelten, die wir für Lebenswichtig hielten. Tiefer und tiefer.
Leben in der Tiefe scheint allgegenwärtig. Unter dem Meer, in Vulkannähe, unter den Gletschern der Antarktis, unter jeder erdenklichen Landschaft und überall, wo wir leben. Mit einem speziellen Entenbohrer beginnen wir unsere Reise in vertrauter Umgebung [musik] in der Erde, wo Pflanzen wachsen und Tiere leben.
Wäre unser Planet eine Zwiebel, wäre das die alleroberste Schicht. Erdboden ist eine ergiebige Partnerschaft aus Luft, Wasser, Mineralien und organischer Substanz. Gebadet [musik] in unendlicher Energie.
Hier lebt sich im Luxus. Pflanzen nutzen dieses [musik] Paradies und produzieren in einem Kreislauf aus Wachstum und Zerfall jedes Jahr mehr als 30 mal so viel Biomasse [musik] wie alle Tiere zusammen. Nur ein winziger Teil der Biomasse gelangt tiefer in den Boden und liefert Ressourcen seit fast einer halben Milliarde Jahre.
Tiefer ist fast die ganze Luft ausgequetscht und wir überqueren Grundwasserspiegel in eine mit Grundwasser gesättigte Zone voller Mineralien und etwas organischer Substanz. Ehrgeizige Pflanzen stecken ihre Wurzeln bis hierher und die häufigsten Bewohner sind Aßfresser, die von der Verwesung leben. [musik] Diese Schicht kann ziemlich kalt sein, da sie sich noch langsam von der letzten Eiszeit erwärmt.
Donk, wir stoßen auf Grundgestein, ein Fundament aus festem Fels für all das weniger feste Zeug darüber mit kleinen Brüchen voller Wasser. Es kann freiliegen oder hunderte Meter tief vergraben sein. Hier im [musik] dichten Grundgestein befinden wir uns in einem seltsamen Planeten im Planeten, die spannendste Zone der tiefen Biosphäre.
Bohren wir noch weiter, steigen die Temperaturen und der Drck. Unter 400 m Gestein herrscht der gleiche Drck wie auf der Oberfläche der Venus. Jetzt bohen wir schneller runter auf 1000 m, tiefer als der Bursch Khalifa hoch ist.
Hier ist es etwa 30° Celsus warm und es gibt fast keinen freien Sauerstoff mehr. Wir bohren weiter bis auf fast vier km. Über uns drückt massives Gestein mit einem Gewicht von 100 tausenden Tonnen und einem Drck wie am Grund des Marianengenrabens.
Hier unten herrschen durchschnittlich 120° Celsus [musik] oder noch mehr, wenn es in der Nähe einen Manteldiappier gibt. Diese Hitze stammt noch von der Erdentstehung und vom Zalradio aktiver Elemente Vitorium und Uran, die die Kruste konstant radioaktiv befeuern. Und zu allem Überfluss ist manches Gestein auch noch mit extremen Mengen Salz vermischt, die pure Hölle.
Und doch das Leben gedeih im Gestein. Näher dran sehen wir, dass das gar nicht wirklich massiv ist, sondern durchzogen von Rissen, Löchern und winzigen Poren. Sandstein, Kalk oder Basalt sind so porös, dass bis zu 40% ihres Volumens eigentlich Lehrraum sind.
Aber selbst dichteres Gestein [musik] wie Granit kann von Rissen und Spalten durchbrochen sein. Ein gigantisches erdumspannendes Mikrohöhlensystem. Freier Wohnraum voller Wasser und krassen Mikroben.
Und diese Höhlen bewegen sich. So wie in der Atmosphäre durch Luftvermischung das Wetter entsteht, vermischt sich hier unten das Gestein und macht Felswetter. Versunkene Gebirge verschieben sich, zerreißen, krachen und verschmelzen.
Kontinente prallen mit der Energie von Millionen [musik] Atomwaffen aufeinander, aber so langsam wie deine Fingernägel wachsen. Durch zahllose winzige und weniger winzige Erdbeben entstehen [musik] neue Risse und Gänge, neue Lebensräume, während andere für immer geschlossen werden. In diesem heißen sich bewegenden Drckkochtopf werden Minerale geschmiedet, organische Moleküle erschaffen und zerstört.
Ein irres Menü für die mutigen, die hier überleben wollen. Wagen wir uns in dieses System winziger Höhlen und lernen einige der Bewohner kennen. Was hier so herumkriegt und lauert, ist ein bisschen wie die Datenhändler, die sich online verstecken und dir [musik] Böses wollen.
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Die allerextremsten Lebewesen. Vermutlich leben hier Quadrilliarden von kleinst Lebewesen und sie müssen ziemlich krass sein. Die Endzeitprelt.
Manche haben ein großes globiges Genom, leben ganz allein und bilden [musik] quasi ihr eigenes Ökosystem, wie das Bakterium Desulphorudis Audaxviator. Es synthetisiert sein [musik] eigenes Futter, indem es Kohlenstoff oder Schwefel vom Gestein aufnimmt und zur organischen Stoffen macht. Sind die Bedingungen zu extrem, überlebt [musik] es, indem es sich umbringt.
Es bildet eine Endospore. Dazu teilt es sich in einen großen und einen kleinen Teil. und verschluckt den Kleinen dann, wodurch eine Zelle in der Zelle entsteht.
Die äußere Zelle entlässt ihr Wasser und stirbt, während die Spore umher treibt, [musik] bis sie einen guten Ort findet, um wieder aufzuerstehen, vielleicht tausende Jahre später. Andere mögen es geselliger, z. B.
das Archeon mit dem klobigen Namen Altiarcheum Hamikonexum. Es hat eine seltenen Doppelmembran, die von seltsamen Stoffen überzogen ist, die es schützen. Mit nanogroßen Enterhaken hält es sich fest, lebt anscheinend in Spalten und Rissen voller Wasser und ganz ohne Sauerstoff.
Erntet [musik] Kohlendioxid, um Biomasse herzustellen und scheint irgendwie Wasserstoff zu futtern. Die Bedingungen in der tiefen Biosphäre sind so hart, dass sich andere Mikroben die Arbeit teilen, indem sie Verbände bilden. Sie bilden einen Biofilm, ein Netz, das sie vor den Extremen schützt.
Jede dieser Minizellen, oft mit kleinem Genom, beherrscht eine Sache perfekt. Eine von ihnen [musik] frisst Methan und scheidet die Elektronen aus. Eine zweite frisst die Elektronen und verwandelt Sulfat in Sulfit, das dann von einer dritten gefressen wird und so weiter.
Manche von ihnen fressen Eisen, andere verwandeln Stickstoff oder Kohlendioxid mit Hilfe von Elektronen in Biomasse. Das Leben hier unten fand Wege, Futter und Energie aus Zeug zu gewinnen, das für die meisten [musik] Tiere giftig ist. Trotzdem ist es super hart und Ressourcen sind schwer zu bekommen.
Die krasseste Überlebensstrategie ist [musik] deshalb ewig zu leben. Wie manche, die ein Armutsgelüpte abgelegt haben, verbrauchen die Mikroben in der Tiefe sehr wenig und sparen ihre Energie. Ihr Stoffwechsel ist bis zu einer Million mal langsamer als der Mikoben an der Oberfläche.
Sie hatten einen Snack, als du geboren wurdest und verdauen ihn immer noch. Die meiste Zeit befinden sie sich in einem Schwebezustand. [musik] Manche von ihnen kannibalisieren sich sogar selbst, bis es zufällig neue Ressourcen gibt.
Dann werden sie aktiv [musik] und vermehren sich. Anscheinend können diese extremen Mikroben so Jahrhunderte, vielleicht sogar Jahr Millionen überleben, wenn sie nicht zu Tode gejagt werden. Denn tief in Kalksteiner Habitaten scheint es Räume zu geben, die groß genug für mehrzellige [musik] Raubtiere sind.
Wir haben asexuelle Würmer gefunden, die 100t mal länger als Mikroben sind und Bakterien jagen. Es ist unklar, ob sie von hier unten [musik] stammen oder ob Mini Erdbebenrisse erzeugt haben, durch die Wasser sie in die Tiefe trug. Aber es gibt auch andere Raubtiere wie Rädertierchen oder Gliederfüßer, die Jagd auf unsterbliche Mikroben machen.
Wir würden dir gerne mehr über dieses Irrleben in der tiefen Biosphäre erzählen. Es gibt aber ein Problem. So viel wissen wir noch nicht.
Zum einen können wir nicht einfach unter Kilometer von Felsgestein schauen und Bohrungen könnten Proben mit Mikroben von der Oberfläche kontaminieren. Ein paar Lebende wurden tief in Bergwerken gefunden. Es ist aber ziemlich schwer, sie im Labor unter dem Mikroskop zu beobachten, wenn wir ihre Wohlfühlzone simulieren.
Insidend heißem Wasser, unter Bergen zerdrückt, gebadet in tödlichen Chemikalien. Und diese Mikroben leben so langsam und so lange, dass vielleicht gar nichts passiert. Viele Erkenntnisse haben wir gewonnen, indem wir sie püriert und [musik] angeschaut haben, was sie ihre Gene können.
Z. B. Stickstoff atmen oder Metan essen.
Das Leben in der [musik] tiefen Biosphäre muss atemberaubend vielfältig sein. Dort müssen mit die härtesten extremsten Wesen leben. Wissenschaftliches [musik] Neuland super schwer zu erforschen und das meiste, was wir wissen, haben wir erst in den letzten 20 Jahren gelernt und es gibt noch so viel mehr unentdeckte Geheimnisse, die Medizin, Energie, Klima und wer weiß was noch weiterbringen könnten.
Da wir nun wissen, wie extrem [musik] groß die tiefe Biosphäre ist und wie das Leben dort ohne Licht, Sauerstoff, gesunde Temperaturen und trotz Gift überlebt, könnte es überall im Universum tiefe Biosphären geben. Vielleicht braucht es dazu nichts als einen [musik] Planeten oder Mond mit Hitze oder Strahlung im Inneren und einer chemischen Zusammensetzung, die es Mikroben erlaubt, die Teile zu bauen, die sie benötigen. Man vermutet, dass [musik] es zehn davon im Sonnensystem geben könnte, verborgen unter einer scheinbar todgefrorenen Oberfläche.
Je mehr wir also über das Leben unter unseren [musik] Füßen lernen, umso mehr erfahren wir vielleicht auch über das Leben im Universum. Es ist Zeit, unser dunkelstes Geheimnis zu lüften. Kurz gesagt, wird nicht von Vögeln betrieben, sondern von echten Menschen.
Jetzt fragst du dich, wie ist das möglich? So viele Menschen verbringen hunderte von Stunden mit Recherche, schreiben und animieren für Videos, die dann kostenlos veröffentlicht werden. Die Antwort ist einfach.
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