Ich bin hier in Medjugorje und bin mit … Wie heißen Sie? Ich heiße [Musik] Pater Frank Cöppicus-Röttger. Ja.
Ich bin aus dem Oratorium, aus dem entstehenden Oratorium in Kufstein, und ich bin Priester [Musik] der Erzdiözese Salzburg. Ich bin 24 Jahre im Pfarrdienst gewesen, davon 19 Jahre Pfarrer. Von den 19 Jahren war ich 8 Jahre in Bad Gastein und 11 Jahre in Radstadt.
Davor war ich in der Erzdiözese Paderborn. Unglaublich schön. Dann kennen Sie vielleicht die Gemeinschaft der Seligpreisungen in Paderborn?
Natürlich, selbstverständlich kenne ich die. Bei denen habe ich in Israel gearbeitet, fast ein ganzes Jahr lang. Ich habe sie einige Male in Israel erlebt, und sie haben uns geführt.
Wow. Und so führt die Mutter Gottes hier in Medjugorje zusammen. Und wo haben Sie das erste Mal von Medjugorje gehört?
Und was haben Sie gedacht, als Sie davon gehört haben? Hm, das ist lange her, das war vor 1996. Denn 1996 war ich das erste Mal hier als Student.
Ich war unter denen – das ist ja ziemlich verbreitet, zumindest damals, das war ja auch noch eine ganz andere Zeit – die gesagt haben: Medjugorje ist nicht anerkannt, da fahre ich nicht hin. Das war meine Position als Student, als junger Theologe. Dann haben mich aber doch eine Menge Leute gedrängt und gesagt: „Fahr doch mal mit, du stirbst nicht“, und so weiter.
Und so kam ich 1996 das erste Mal nach Medjugorje, zum Jugendfestival. Damals war Pater Slavko noch da, und es waren lange nicht so viele wie heute. Dann waren wir zu Silvester schon wieder da, mit der Loretto-Gemeinschaft.
Die kommen heute noch, muss man sagen, immer noch zu Silvester. Warum sind Sie dann gleich wiedergekommen? Weil ich gespürt habe, dass es hier etwas total Authentisches gibt.
Ja, was ist es, was hier so authentisch ist? Die Dinge, die ich Gott sei Dank in meiner Biografie hatte: Wir hatten gute Priester zu Hause, ich hatte ein gutes Elternhaus, was den katholischen Glauben angeht. Ich war schon als kleiner Junge fasziniert von den Sakramenten.
Ich wollte immer schon Priester werden, hatte aber große Angst davor. Ich wurde es dann mit fast 33. An meinem 33.
Geburtstag habe ich Primiz gefeiert. Und ich habe hier in Medjugorje alle Dinge bestätigt gefunden, die wichtig sind. Ich habe gesagt: Das muss wichtig sein, denn es war die Lehre der Kirche, die Sakramente, die Mutter Gottes, der Rosenkranz, der Papst, die Hierarchie der Kirche in den Ämtern, die Christus eingesetzt hat.
Das habe ich alles hier gefunden. Für all das musste ich auf meinem Weg oft kämpfen, nicht unbedingt in meiner Heimat, aber doch unterwegs. Ich war damals im Freisemester in Mainz und wollte Herz-Jesu-Missionar werden.
In diesem ganzen Umfeld wurden viele dieser Dinge relativiert oder in Frage gestellt, schon damals. Das, was heute in voller Stärke da ist, hat sich damals schon abgezeichnet. Und hier habe ich das alles gefunden.
Diese Bestätigung hat mir einfach gutgetan, vor allem die Nähe und der Kontakt damit. Ich bin ein Mensch – ich berühre gerne heilige Dinge, sagen wir das so, nicht unbedingt mit den Händen, aber mit dem Herzen. Wow, so schön ausgedrückt.
Und das ist ein Ort hier, wo man heilige Dinge berühren kann. Absolut. Ja, und Sie haben von der Beichte gesprochen, vom Rosenkranz.
Fangen wir mit dem Rosenkranz an. Pater sagt, der Rosenkranz ist die Waffe unserer Zeit. Warum ist das so?
„Waffe“ ist ein Wort, das man erklären muss. Ich sage auch, dass es eine Waffe ist – und zwar eine Waffe des Lichts. Das ist ganz wichtig, denn sonst sind wir eine Hardliner-Truppe, die andere niederbetet oder „wegbügelt“.
Das möchte ich überhaupt nicht. Der Rosenkranz ist etwas, mit dem wir Kriege verhindern können. Das ist kein Novum in Medjugorje.
Das war schon in Fatima die große Botschaft: das Gebet zur Wiedergutmachung, das Gebet für den Frieden, die Herz-Mariä-Sühnesamstage, die dort erbeten wurden und nur spärlich eingelöst worden sind – und die in diesen Tagen, wo der Friede so gefährdet ist, wieder besonders aktuell werden. Können Sie das kurz erklären – die Herz-Jesu- und Herz-Mariä-Sühnesamstage? Ja.
Die hat die Mutter Gottes in Fatima erbeten: dass man diese Samstage hält, um für den Frieden zu beten. Sie hat sozusagen – wie ein „Supplement“, wie eine Prämie – besondere Gnaden in der Todesstunde für diejenigen versprochen, die das tun. Das ist natürlich ein bisschen „mit Speck fängt man Mäuse“, sagen viele, und oft ist nur das übrig geblieben, warum die Leute es machen.
Aber eigentlich ist es eine Waffe – im eben genannten Sinn. Herz-Mariä-Sühnesamstage heißen: Sühnekommunion, natürlich mit dem Besuch der heiligen Messe, mit der Beichte (die man auch einige Tage vorher oder nachher ablegen kann), das Gebet des Rosenkranzes und eine Viertelstunde Betrachtung, um Sühne zu leisten für Beleidigungen gegen Gott und die Jungfrau Maria. Das ist also aus Fatima hervorgegangen.
Man soll das fünfmal hintereinander machen – oder am besten gar nicht mehr damit aufhören. Ich habe das in meiner Pfarrei angefangen, vor etwa zwei Jahren, und wir machen das in Kufstein auch, in unserer kleinen Wallfahrtskirche Maria Hilf in Kufstein-Kleinholz. Das Oratorium Kufstein kann man auch googeln und kommt auf unsere Website.
Wunderschön. Und das ist immer am ersten Samstag im Monat? Ja, am ersten Samstag im Monat.
Und die zweite Frage – wir waren bei der Beichte. Man sagt, es sei der Beichtstuhl der Welt hier in Medjugorje. Wunderbar.
Was würden Sie den Leuten sagen? Viele kommen hierher und beichten nach 20, 30 Jahren zum ersten Mal, haben aber eine unwahrscheinliche Angst, zur Beichte zu gehen. Schade, denn das ist ein Mythos.
Ähm, Angst ist nie gut. Also Angst ist überhaupt nicht gut. [Gelächter] In Medjugorje verliert man Gott sei Dank die Angst.
Ähm, denn Angst macht klein und traurig und isoliert und macht eng. Ähm, weil Sie dieses Stichwort gesagt haben: Die Beichte ist das wunderbarste Sakrament der Befreiung. Bei der Beichte waschen wir unsere Seelen.
Wenn Sie in die Offenbarung gehen, ins siebte Kapitel, finden Sie diese große Schar. Das haben wir an Allerheiligen als Lesung gehört, das ist nicht lange her. Ähm, die im Himmel unzählbare Schar weißgewandeter Menschen.
Und die Frage wird gestellt: Warum sind die dort? Die Antwort, die dort aus dem Himmel gegeben wird, ist: Das sind die, die aus der großen Bedrängnis kommen. Sie haben ihre Gewänder gewaschen und im Blut des Lammes weiß gemacht.
Deshalb stehen sie vor dem Thron Gottes. Also, die Beichte ist aufgrund des Kreuzestodes Christi, aufgrund seines vergossenen Blutes. Die Beichte ist das Sakrament nach der Taufe.
Die Taufe ist natürlich diese grundlegende Waschung und das Christwerden, aber nach der Taufe ist die Beichte das Sakrament, das uns für den Himmel bereit macht, das uns für den Himmel fähig macht. Durch die Beichte bekommen wir unser Gewand gewaschen und damit den Zugang zum Himmel. Mit der Sünde können wir nicht in den Himmel kommen.
Jeder von uns ist Sünder. Aber die Beichte macht uns gnadenhaft rein, denn Jesus hat am Kreuz für uns sein Blut vergossen, damit wir das empfangen können. Und das bekommen wir nicht automatisch.
Das dürfen wir uns in den Sakramenten holen. Die Beichte ist in den deutschsprachigen Ländern in einer Riesenkrise, und das nicht erst dieses Jahr, sondern schon seit vielen Jahren. Die Beichte scheint in vielen Bereichen quasi abgeschafft.
Und ich sage das einmal ganz unmissverständlich: Der Teufel hat das größte Interesse daran, dass Sie nicht in den Himmel kommen. Und deswegen hat er uns das allerwichtigste Sakrament, um dorthin zu kommen, zuerst genommen, denn dieses Sakrament öffnet den Himmel. Richtig, wie Sie sagen, wie Pater Amorth sagt: Das ist fast wie ein kleiner Exorzismus – er war der ehemalige Exorzist der Stadt Rom.
Und dann sagt unser Glaube: Wenn wir im Stand der Gnade sind, dann können wir die heilige Kommunion empfangen. Ja, viele Leute wissen nicht mehr, was die heilige Kommunion ist. Können Sie das erklären?
Selbstverständlich: Die heilige Kommunion ist der Herr selbst. Die heilige Kommunion ist seine Gegenwart. Schauen Sie sich die ganzen eucharistischen Wunder an.
Äh, damit sollte man eigentlich nicht anfangen, sondern man sollte mit Theologie beginnen. Aber es ist wieder so: Wenn Sie das lesen – der noch selige Carlo Acutis hat ja das alles recherchiert und eine große Internetplattform erstellt, auf der er viele eucharistische Wunder zusammengetragen hat. Bald wird er heiliggesprochen, weil er eine so große Liebe zur Eucharistie hatte.
Ähm, mit seinen 16 Jahren, in denen er – ich glaube, er war 16, oder war er noch 14, als er gestorben ist – im Grunde ein riesiges Werk ins Leben gerufen hat, das zeigt, was die Eucharistie ist. Die Eucharistie ist ganz einfach: „Wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht esst und sein Blut nicht trinkt, dann habt ihr das Leben nicht in euch. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben, und ich werde ihn auferwecken am letzten Tag.
“ Die Eucharistie ist die Arznei der Unsterblichkeit. Ähm, die Beichte ist dieses eine Sakrament. Sie ist nicht nur der Zugang zum Himmel, sondern auch der Zugang zur Eucharistie.
Die Eucharistie unwürdig zu empfangen, ist überhaupt nicht zu empfehlen. Denn Paulus sagt: Wer den Leib des Herrn unwürdig empfängt, der isst und trinkt sich das Gericht. Bitte, ich empfehle Ihnen, das nicht zu tun.
Ja, genau – im Stand der Gnade. Aber was heißt denn das, dass man frei ist? Jedes Mal, wenn ich zur Beichte gehe, fühle ich mich frisch wie ein Reh, hüpfe herum, möchte jeden umarmen, weil man befreit ist und fröhlich ist.
Und dann kann man, wenn man in der Reinheit ist, die Reinheit empfangen. Es hat eigentlich alles eine Logik. Es ist nicht kompliziert.
Schön, dass Sie das so empfinden. Das empfindet nicht jeder so, aber eine Freude ist es allemal und eine riesige Erleichterung. Aber viele reduzieren die Beichte fast auf den psychologischen Effekt.
Dabei ist sie ja viel mehr. Ähm, genau. Das sind also diese Sachen: Beichte und Eucharistie.
Ähm, genau – Stand der Gnade, das war die Frage. Jetzt bin ich etwas abgekommen. Der Stand der Gnade bedeutet, dass man sich keiner schweren Sünde bewusst ist.
Eine schwere Sünde ist etwas, das man freiwillig, mit vollem Bewusstsein und in voller Entscheidung gegen Jesus getan hat. Also man war sich ganz bewusst: Indem ich diese Sünde tue, trenne ich mich von Gott. Das ist schwere Sünde.
Wer eine solche schwere Sünde hat, kann nicht zur Kommunion gehen. Ja, wenn ich da etwas einfügen darf: Sünde ist, wenn man gegen die Liebe und gegen die Wahrheit verstößt – und das ist Gott. Oder kann man das so beschreiben?
Natürlich. Ähm, Sünde ist immer Sünde gegen Gott, auch wenn ich einem Menschen Böses tue. Denn Gott wohnt in ihm, und Gott liebt jeden Menschen unendlich.
Wenn ich etwas gegen ihn tue, tue ich auch etwas gegen Gott. Ja, aber wo ich spüre: Ich bin mit Gott nicht … Ja, und natürlich gibt es für die lässlichen Sünden, also die Sünden, die uns alltäglich passieren im Eifer des Gefechts, Gott sei Dank vor der Messe oder zu Beginn der Messe den Bußakt, bei dem wir Gott um Vergebung bitten. Ähm, das ist aber keine Beichte.
Das ist sozusagen das schnelle Händewaschen, möchte ich einmal sagen, vor dem Essen. Das Bad ist etwas anderes. Ja, aber wir können sicher sein, wenn wir Gott unsere Sünden gebracht haben, dass wir dann würdig zur Kommunion gehen können – sofern man überhaupt würdig gehen kann.
Also, das ist immer so eine Definitionsfrage. Ja, wenn ich fragen darf: Es hat mir jetzt eine Frau gesagt, ihre Mutter hatte am Todestag immer noch Angst, dass Gott ihr nicht verzeiht. Viele Leute denken wirklich … mein Bruder, der jetzt verstorben ist, hat gesagt: „Stell ihm diese Frage.
“ Viele Leute denken, Gott, der Vater, ist ein alter Mann mit weißem Bart, der wütend ist und nur wartet, dass man Fehler macht, damit er uns in die Hölle schicken kann. Und ein Pastor aus Österreich – oder sagen wir ein Diakon aus Österreich – hat das gut beschrieben: Er sagte, das ist ein diabolisches, ein teuflisches Gottesbild. Gott ist nicht so.
Wie ist Gott, der Vater, wirklich? Ganz einfach: Philippus fragt einmal den Herrn: „Herr, zeig uns den Vater, und das genügt uns. “ Und Jesus antwortet ihm: „Schon so lange bin ich bei euch, und du hast mich nicht erkannt, Philippus?
Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen. Glaubst du nicht, dass ich im Vater bin und dass der Vater in mir ist? “ Schauen Sie: Wenn Sie Jesus kennen, kennen Sie Gott, kennen Sie den Vater, denn er ist der Abglanz seiner Herrlichkeit und das Abbild seines Wesens.
Jesus hat das Wesen des Vaters. Genau. Und er ist für uns ans Kreuz gegangen.
Er liebt uns so sehr. Ich habe bei einem jüdischen Rabbiner studiert. Er sagte: Die höchste Intention ist, wenn jemand für einen anderen Menschen stirbt.
Und dann muss er der Messias sein, habe ich mir gedacht, denn er ist für alle gestorben – in der Intention für uns alle, durch alle Jahrhunderte, durch die ganze Zeit. Und haben Sie einen Lieblingsort hier in Medjugorje, den Sie besonders mögen? Schauen Sie, das ist das erste Mal, dass ich nicht schnell antworte, weil ich mit solchen Fragen immer etwas überfordert bin.
Ich liebe einfach die Gegenwart des Herrn, und er schenkt sich uns in mannigfacher Weise. Von daher kann ich gar nicht sagen, dass ich einen Lieblingsort habe. Ich bin gerne beim Herrn.
Und ich weiß ganz genau: Wenn ich wieder zu Hause in Kufstein bin, ist der Herr auch dort bei mir. Ich bin ja hier mit einer Gruppe. Ich gebe hier in Medjugorje auch Exerzitien, und das sehe ich als einen Dienst an, den ich für den Herrn tun darf, weil ich mich als erlösten Menschen weiß, als Priester, der einfach die Gabe dazu bekommen hat – und das darf ich weiterschenken.
Und das mache ich einfach so. Und ich weiß ganz genau: Wenn ich zu Hause bin, habe ich den Herrn genauso bei mir wie hier. Aber Medjugorje ist – und das ist nicht meine Erfindung – eine Schule, wo wir lernen können: Was ist die Eucharistie?
Was ist die Beichte? Was ist der Rosenkranz? Warum fasten wir?
Und was ist überhaupt Gebet? Viele Leute wollen diese persönliche Beziehung zu Jesus. Wie kann man diese persönliche Beziehung haben und vielleicht auch vom Heiligen Geist geführt werden?
Indem man aufhört, nur formell mit Gott umzugehen, und nicht meint, man müsse irgendwelche Formalitäten erfüllen – sozusagen wie bei einem „Finanzamt-Gott“, bei dem man einzahlen muss, oder einem „Versicherungs-Gott“, bei dem alles stimmen muss, damit es passt. Beziehung zu Jesus heißt erstens: Er ist mein Freund. Johannes 15,15: „Ich nenne euch nicht mehr Knechte; denn der Knecht weiß nicht, was sein Herr tut.
Vielmehr habe ich euch Freunde genannt, denn ich habe euch alles mitgeteilt, was ich von meinem Vater gehört habe. “ Jesus ist mein vertrauter Freund. Ich weiß alles, was ich wissen muss, wenn ich Jesus kenne.
Und Jesus geht mit mir, und er tut alles für mich, was ich brauche. Und er tut durch mich als Priester für andere alles, was sie brauchen. Es ist eine wunderbare Freundschaft.
Ich brauche keine Angst zu haben. Und wenn ich meine Sünden gebeichtet habe und wieder ganz in seine Gemeinschaft aufgenommen bin, dann darf ich anfangen – ohne mit der Wimper zu zucken –, diese Freundschaft zu leben. Und zwar jeder, Sie auch.
Ja, schön. Da freue ich mich riesig. Und ist diese Freundschaft für Sie als Priester auch so: Ich wache morgens auf und frage Jesus, was heute für mich dran ist?
Was soll ich heute tun? Führt er Sie im Heiligen Geist dahin, wo Sie sein sollen? Reden Sie ganz offen mit ihm, oder wie ist die Kommunikation für Sie als Priester?
Meine Kommunikation mit Jesus ist sehr, sehr wortlos. Das ist das Beste – von Herz zu Herz. Er weiß ja, was ich denke.
Und ich spüre manchmal, was er mir sagen will – oder ich bilde es mir zumindest ein. Ich habe keine Visionen, aber dennoch glaube ich, dass ich einen Sinn dafür habe, was Jesus mir heute sagen will. Und er weiß: Wir sind da ganz klar miteinander, dass er mir auf den Weg stellen darf, was er will.
Also haben Sie auch die Erfahrung gemacht, dass, wenn Sie in der Intention leben – „Dein Wille geschehe in meinem Leben“ –, dass Ihr Leben friedvoller wird, dass es so etwas wie „göttliche Zufälle“ gibt und alles mehr fließt? Ja, genau. So, wir haben uns ja gerade getroffen [Musik], und eigentlich wollte ich zur Anbetung gehen.
Das hören Sie im Hintergrund. Die Musik von der Anbetung ist wunderschön hier in Medjugorje. Und Sie haben mich um das Interview gebeten.
Ich habe gespürt, ich soll das machen, und jetzt habe ich es gemacht. Ich glaube, der Herr wollte das so. Genau so agiere ich auch, und ganz am Ende, dass Sie wirklich zur Anbetung gehen können.
Was würden Sie Menschen sagen? Warum mal nach Medjugorje kommen? Um im Glauben gestärkt zu werden.
Wir leben in so verrückten Zeiten, und zwar in Zeiten, in denen Gott kaum noch vorkommt. Kaum noch vorkommt. Ähm, es ist eine geistliche Wüste und Dürre.
Und hier ist das Gegenteil. Es gibt auch andere Orte auf der Welt, wo man das erleben kann. Ein Ort, mit dem ich sehr verbunden bin, ist Sievernich in der Diözese Aachen, wo ich auch Mitarbeiter bin und als Priester eine Menge mache.
Das wissen viele, die mich kennen. Und auch für diesen Ort möchte ich eine Empfehlung geben. Unglaublich.
Und [Musik] eine letzte Frage: Viele Leute haben viele Prüfungen in ihrem Leben. Haben Sie auch die Erfahrung gemacht, dass diese Prüfungen eigentlich ein Geschenk sind, dass man wieder mehr zu Gott ruft und ihn bittet? Und Gott sagt in Exodus 14,14: „Sei still, ich bin Gott, ich kämpfe für dich.
“ Dass wieder diese Beziehung entsteht und dass eigentlich diese – im Moment hört sich das natürlich altklug an – aber wenn man danach schaut, dass es eigentlich ein Segen macht. Mm. Lassen Sie die Hand Gottes nie los.
Das ist ganz wichtig in diesen Phasen der Prüfung. Prüfungen gibt es. Prüfungen hatte Jesus.
Er wurde vom Teufel versucht. Ihm wurde widersprochen. Die Mutter Gottes ist nicht als First Lady des Reiches Gottes über ein Rosenbeet gegangen.
Sie ist die Mater Dolorosa, die Mutter der Schmerzen. Und wir müssen überhaupt nicht erstaunt sein, dass es uns nicht viel anders geht. Und wir werden alle in dieser Welt sterben.
Hm, das ist nichts Neues, aber das traut sich kaum jemand zu sagen und damit Frieden zu schließen und dazu auch bereit zu sein, ähm, und den Weg mit dem Herrn zu gehen. Aber bitte nie die Hand des Herrn loslassen und gerne auch die Hand seiner Mutter und vieler anderer Heiliger, weil es zärtliche Hände sind, liebevolle Hände, beschützende Hände. Wunderbar, ne?
„In der Welt seid ihr in Bedrängnis, aber habt Mut, ich habe die Welt besiegt. “ So sagt der Herr. Ganz, ganz lieben Dank für dieses schöne Interview.
Darf ich noch einen Segen geben? Natürlich, für alle, die dieses Video sehen. Jawohl.
Natürlich. Also: Der Herr segne und behüte euch. Er schenke euch Frieden.
Er stärke euch im Glauben, und er nehme alle Bedrängnis von euch. Er schenke euch die Freude des Heiligen Geistes, und er heile eure Wunden. Das gewähre euch auf die Fürbitte der Gottesmutter Maria, des heiligen Josef, des heiligen Pater Pio, des heiligen Charbel, des heiligen Erzengels Michael der allmächtige und gütige Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.
Amen. Amen. Ganz, ganz lieben Dank.