Was passiert, wenn man 66% seines Geldes in eine einzige Aktie steckt? Ist das das Geheimnis der Überrendite oder landet man damit einfach nur auf der Schnauze? Jeder Finanzkanal predigt das gleiche.
Diversifiziere dein Risiko, investiere in einen breitgestreuten ETF und geh schlafen. Für die breite Masse ist das absolut der richtige Weg, aber ich zeige dir heute mein Depot und das sieht ein bisschen anders aus. Du wirst sehen, ich halte nichts von Diversifikation.
66% in Reddit, keine Streuung, kein ETF. Warum macht jemand sowas? Ist das reines zocken?
Nein, dahinter steckt tatsächlich eine Strategie und dieser Strategie gehen wir heute auf den Grund, wie in einem guten Krimmi. Erst gehen wir die falschen Verdächtigen an und dann schauen wir uns an, warum Diversifikation für mich nicht funktioniert. Am Ende zeige ich dir, welche vier Aktien ich im Depot habe und mit welchem Trick ich Steuern spare und warum ich dafür vier Depots brauche.
Das hier ist mir wichtig. Das alles ist keine Anlageberatung und nur meine persönliche Meinung. Pass auf dein Geld auf, denn das ist viel wert.
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Gehen wir der Sache auf den Grund und gucken uns die Verdächtigen an. Verdächtiger Nummer 1: Der Typ ist ein Zocker und will schnell reich werden. Klingt plausibel, stimmt aber nicht, weil ich genau diesen Fehler am Anfang selbst gemacht habe.
Meine ersten beiden Aktien habe ich blind gekauft mit einer halben Stunde Recherche. Das Ergebnis 50 bis 70% Verlust, das ist verdient. Ich war selbstschuld.
Wer ohne Plan ins Risiko geht, darf bei einem Verlust nicht meckern. Jeder seines Glückes Schmied und ist selbst für sich verantwortlich. Danach bin ich brav zurückgerudert zu den Dividendenarchistokraten.
McDonald's, Johnson Johnson, General Mills, BHP, Unilever. Es hat zwar funktioniert und mein Depot ist gestiegen, aber es hat sich nicht angefühlt wie mein Weg. Es hat sich eher angefühlt wie in der fünften Klasse, wenn du ein Vokabeltest schreibst und nicht gut vorbereitet bist und bei deinem Nachbar abguckst.
Also habe ich meine eigene Strategie entwickelt mit einem neuen Maßstab an mich selbst, der Kopfhörervergleich. Für einen Kopfhörer, den ich kaufe und 100 € kostet, nehme ich mir locker eine Stunde Zeit, um zu recherchieren, welcher Kopfhörer gut ist. Also, wieso sollte ich dann nicht, wenn ich 10.
000 € in eine Aktie investiere, nicht auch 100 Stunden in die Recherche einfließen lassen? Wer zockt, der recherchiert nicht. Wer konzentriert investiert, recherchiert wie ein Besessener.
Verdächtiger Nummer 2. Er kennt die Statistiken nicht. Er denkt, er ist schlauer als der Markt.
Aber Florian, über 50% der Stockpicker verlieren Geld. Ich weiß, ich kenne die Statistik. Der Durchschnittsaktionär verliert gnadenlos gegen den MSC World.
Selbst die meisten Fongngesellschaften schneiden nicht besser ab als der Markt. Und es gibt auch die bittere Statistik, dass Menschen, die nicht mehr leben, eine bessere Rendite erzielen als Menschen, die noch leben, weil diese nicht mehr handeln und einfach nur halten. Aber genau da liegt der Denkfehler.
Wer den Markt schlagen will, der darf nicht den Markt kaufen. Wenn ich besser als der Markt abschneiden will, dann muss ich etwas anderes kaufen als den Markt. Wer den Durchschnitt kauft, bekommt auch nur den Durchschnitt.
Aber jetzt kommt das große aber wer auch nur durchschnittlich viel Zeit in etwas investiert, bekommt sehr wahrscheinlich auch nur durchschnittliche Ergebnisse. Zu glauben, man bekommt eine Überrendite ohne Mehrarbeit ist naiv. Ich glaube nicht, dass ich schlauer bin als der Markt.
Ich glaube einfach nur, ich steck mehr Arbeit rein. Verdächtiger Nummer 3. Er mag einfach das Zocken und das Risiko.
Das Gegenteil ist der Fall. Beim Geld habe ich tatsächlich ein sehr hohes Sicherheitsbedürfnis. Und jetzt lösen wir unseren kleinen Krim hier auf.
Die meisten Menschen erkaufen sich Sicherheit, indem sie ihr Geld auf 3000 Unternehmen streuen. Ich habe einen anderen Weg. Ich erkaufe mir die Sicherheit durch Wissen.
Alle drei Verdächtigen sind entlastet. Der wahre Grund ist Wissen, das Sicherheit gibt und die Sicherheit bringt Durchhaltevermögen. Warum ich davon überzeugt bin, dass selbst 30 Aktien zu viel sind.
Lass uns das kurz durchrechnen. Wenn ich sage, dass ich für jede 100 € eine Stunde recherchiere, dann müsste ich für 10. 000 € Investment 100 Stunden recherchieren.
Bei 30 Aktien wären das 3000 Stunden, aber ein Arbeitsjahr hat, sagen wir vielleicht 250 Arbeitstage mal 10 Stunden sind das gerade mal 2in5000 Stunden, also weniger als diese 3000 Stunden. Ich müsste also mehr als ein Jahr Vollzeit analysieren für 30 Aktien. Das Ding ist nur, damit ich 30 Aktien finde, in die ich auch 10.
000 1000 € investiere, muss ich wahrscheinlich 100 Aktien screen. Ich bin also quasi zwei Jahre damit beschäftigt, einfach nur Aktien zu analysieren, damit ich dann ein Depot habe mit 30 Aktien. Das geht für mich nicht auf.
100 Stunden für eine Aktie, das klingt erstmal viel, aber das sind nur zwei Wochen Arbeit. Nur diese zwei Wochen habe ich als Arbeitnehmer nicht für 30 Titel. Also ist meine Strategie, dass ich mich komplett fokussiere auf wenige Titel, die aber dann richtig gut verstehe.
Ist das für dich zu viel Risiko? 66% in einer Akt. Für mich ist es auf jeden Fall nicht zu viel Risiko.
Es kommt aber natürlich auch darauf an, welche Aktie man kauft und in welcher Lebensphase man generell ist, ob man auf das Geld gerade verzichten kann. Den Weg empfehle ich aber keinen, denn so ein Weg, für den muss man sich bewusst entscheiden. Auch dann, wenn alle anderen sagen, dass das Wahnsinn ist.
Es muss auch zu einem passen. Mein Steuerträg. Warum zur Hölle habe ich vier Aktien?
Ing, Scalable Capital, Trade Republic und Cap Trader. Stell dir vor, du bist von einer Aktie komplett überzeugt und kaufst sie über 5 Jahre immer wieder nach. Die Aktien, die du ganz am Anfang gekauft hast, sind vielleicht 10, 100, 500% im Plus.
Und wenn du dann verkaufen willst mit nur einem Depot, dann gilt das FIFU Prinzip. Du verkaufst also die Aktien, die du ganz am Anfang gekauft hast und genau die sind am höchsten im Plus. Wenn ich im ersten Jahr bei G kaufe, im zweiten bei Scalable und im dritten Jahr bei Trade Republic und dann aus welchen Gründen auch immer ich verkaufen will, dann verkaufe ich einfach bei Trade Republic, also dem Depot, bei dem ich zuletzt gekauft habe und mit den Aktien ich am wenigsten im Plus bin.
So kann ich Steuern sparen und vielleicht eine Überrendite erwirtschaft. Meine ING Aktien von ganz früher fasse ich deshalb gar nicht mehr an. Das ist quasi, da man in Deutschland nicht wirklich mehr was von der Rente erwarten kann, mein Altersvorsorgedepot und Captrader nutze ich dann noch zusätzlich für Optionen.
Meine vier Aktien im Depot. Ich kaufe nur das, was ich wirklich verstehe. Die erste Aktie Tesla.
Ich weiß nicht genau, warum diese Position hier in dem Depot gelandet ist, aber grundsätzlich bin ich immer noch von Tesla überzeugt und halte sie seit 2016. Ich glaube nicht an leider für autonoms Fahren, sondern ich glaube tatsächlich an den Vision only Ansatz, so wie es Tesla und jetzt auch ganz neue XP weiter vorantreiben wird. Und Tesla hat mit der Pipeline mit FSD, Cybercap und Optimus eine super Pipeline an Bord und die aktuelle Bewertung sitzt sich weiter aus, so wie ich auch den Crash während Corona, wo das ganze Depot 50% ins Minus ging, ausgesessen habe, weil ich wusste, die Immobilität wird sich durchsetzen mit oder ohne Corona.
Google gekauft habe ich, als Gemini 2. 5 Pro rauskam, als die Stimmen verblasst sind, die gesagt haben, dass Google die Google Suche verliert und damit auch seine Gewinne. Für den Consumerbereich ist Google top aufgestellt.
Apple kriegt gerade bei AI nicht so viel hin und die Frage ist auch, wo sind die Daten gespeichert, in welcher Cloud? Und auch mit Googles TPUs ist es eine gute Diversifikation zu Nvidia, denn Nvidia ist meine nächste Aktie. Hier bin ich spät eingestiegen, erst Anfang 2025.
Nvidia baut für die KI Welt die Schaufeln der Goldgriberstimmung und ist auch hier eine Diversifikation zu Teslas autonom Fahren. Ich also habe ich hier auch eine gute Diversifikation bei dem Thema autonom Fahren über Tesla, Google und Nvidia hinweg. Und dann gibt's noch die vierte Position, meine neueste High Conviction Wette, Reddit.
Schaut dir gerne auch hier meine anderen Videos dazu an. Die Marktkapitalisierung ist noch sehr gering, aber die Wachstumzahlen und die Ausblicke, die die haben noch Potenzial bei Reddit. Jemand hat mir mal verraten, warum er noch nicht angefangen hat zu investieren, was ihn davon abhält.
Es war die Antwort auf die Frage, wann ist der richtige Zeitpunkt zum Verkaufen? Diesen kannte er nicht. Ich habe gesagt, der richtige Zeitpunkt zum Verkaufen ist dann, wenn die Gründe nicht mehr stimmen, warum du gekauft hast.
Aber derjenige wusste auch nicht, warum er diese Aktie überhaupt kaufen sollte, was für diese eine Aktie spricht. Und genau das ist mein Punkt. Ich bin davon überzeugt, dass man von jeder Aktie, die man hat, wissen sollte, warum hat man sie gekauft?
Peter Lynch hat gesagt, kaufe was du kennst und ich kann nicht 30 Aktien kennen. Dafür habe ich die Zeit nicht. Deswegen bin ich davon überzeugt, dass ich wenige einzelne Aktien stark analysieren kann und diese dann auch kennen kann.
Und dann habe ich auch die Sicherheit, um Durchstrecken durchzustehen. Und wenn es z. B.
wie bei Corona vielleicht 50 oder sogar 70% ins Miese geht, dass ich dann weiter halte, weil ich weiß, es hat sich an den fundamentalen Daten nichts geändert. Fassen wir den Fall kurz zusammen, warum ich investiere, wie ich investiere. Erstens, es ist nicht Risikofreude.
Ein Zocker investiert nicht zwei Monate seiner Zeit, bevor er eine Aktie kauft. Zweitens, die Selbstüberschätzung. Ich glaube nicht, dass ich besser bin als der Markt oder schlauer.
Ich glaube einfach nur, dass ich mehr Zeit darin investiere bzw. mehr Zeit in die Einzelaktien, auf die ich mich fokussiere. Drttens, es ist auch nicht die Gear.
Wer schnell reich werden will, der hält nicht durch die Coronakrise oder hält 10 Jahre lang an eine Aktie fest. Der wahre Grund ist Wissen, das Sicherheit gibt und Sicherheit das Durchhaltevermögen bringt. Nur mit Einzelaktien zum Erfolg.
Für mich ja, aber für die breite Masse nein. Hier ist trotzdem der ETF das Richtige. Das stelle ich überhaupt nicht in Frage.
Aber vielleicht ist ja für dich ein Satellitendepot das Richtige mit einem Kern aus ETF und einzelnen Einzelaktien. Wie investierst du? Was ist deine Aktie, von der du am meisten überzeugt bist?
Ich habe für mich meinen Weg gefunden. Der Weg, mit dem ich am besten schlafe an der Börse. Und das ist das Wichtigste, dass man gut schlafen kann.
Was ist dein Weg? Schreib es in die Kommentare und lass gerne ein Like da. Danke und ciao.