Sie essen Eier falsch. Nicht, weil sie zu viele essen, sondern weil sie sie mit etwas kombinieren, das einen der nährstoffreichsten Lebensmittel der Welt in eine echte Gefahr für das Herz verwandelt. Und die meisten Menschen tun genau das jeden Morgen, ohne es zu wissen.
Gleichzeitig zeigt eine Studie mit fast 9000 älteren Menschen, die richtige Art Eier zu essen, senkt das Risiko für Herzkreislauferkrankungen um 29%. Dieselben Eier, eine andere Art. Heute erkläre ich, was Eier wirklich gefährlich macht und was sie zur Schutzmaßnahme macht.
Es gibt einen Nährstoff im Ei, den Ärzte fast nie erwähnen und er ist wichtiger als Cholesterin, wichtiger als Eiweiß, wichtiger als alles andere im Ei. Dazu kommen wir. Mein Name ist Dr Andreas Vogel.
Ich bin Arzt und auf diesem Kanal spreche ich über alles, was die Gesundheit nach 50 betrifft. Fangen wir mit dem Mythos an. der Menschen seit 30 Jahren falsch ernährt.
Jahrzehntelang hieß es: Eier erhöhen den Cholesterinspiel. Wer Herzprobleme hat oder aufpassen will, sollte Eier meiden. Diese Überzeugung saß tief in deutschen Arztpraxen, in Ernährungsempfehlungen, in Ratgebern und sie war falsch.
Hier ist die Physiologie. Der Cholesterinspiegel im Blut wird zu zwei Drtteln von der Leber reguliert, nicht von der Ernährung. Nur ein Drttel des Blutcholesterins kommt aus der Nahrung.
Wenn Sie mehr Cholesterin essen, produziert die Leber weniger. Wenn Sie weniger essen, produziert sie mehr. Die Leber reguliert aktiv.
Sie ist keine passive Empfangsstelle. Professor Ulrich Laufs vom wissenschaftlichen Beirat der deutschen Herzstiftung hat es klar formuliert: "Die Regulation des Cholesterinspiegels erfolgt in erster Linie durch die Leber, nicht durch die Ernährung. Die Bedeutung einzelner Lebensmittel für das Herzrisiko wird häufig überschätzt.
Was wirklich zählt für das Herz? Körperliche Aktivität und nichtrauchen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung hat ihre jahrzehntelange Empfehlung inzwischen angepasst.
Die aktuelle Einschränkung auf wenige Eier pro Woche hat vor allem ökologische Hintergründe, nicht gesundheitliche. Das ist ein wichtiger Unterschied, der in der öffentlichen Diskussion fast nie genannt wird. Es gibt Menschen, bei denen Eierkonsum den Cholesterinspiegel leicht erhöht.
Sie werden Hyperresponder genannt. Das sind Menschen, deren Leber auf Nahrungskolesterin empfindlicher reagiert als bei anderen. Bei den meisten Menschen bleibt er stabil, bei manchen sinkt er sogar.
Wenn Sie wissen möchten, zu welcher Gruppe Sie gehören, lassen Sie Ihren LDL-Wert einmal messen, bevor und nach 6 Wochen mit regelmäßigem Eierkonsum messen. Das ist die einzige individuelle Antwort. Zweiter Mythos.
Eier sind für ältere Menschen besonders gefährlich. Das Gegenteil ist der Fall. Eine australische Studie mit fast 800 Senioren über 70 Jahren hat folgendes gezeigt: Wer regelmäßig bis zu sechs Eier pro Woche aß, hatte eine um 17% geringere Gesamtsterblichkeit als Menschen, die selten oder nie Eier aasßen.
Das Risiko für Herzkreislauferkrankungen war um 29% niedriger und bei älteren Menschen mit insgesamt gesunder Ernährung sankt das Herzrisiko sogar um 44%. 44%. Das ist keine kleine Zahl, das ist ein medizinisch bedeutsamer Effekt.
Drtter Mythos. Der Eidotter ist der gefährliche Teil. Man sollte ihn weglassen.
Das ist einer der teuersten Ernährungsirrtümer. Der Eidotter ist genau das Gegenteil. Er ist der wertvollste Teil des Eis.
Wer nur Eiweiß ist und den Dotter weglässt, wirft den besten Teil weg. Warum? Dazu kommen wir gleich.
Jetzt zu dem, was wirklich in einem Ei steckt, denn die meisten Menschen kennen nur einen Bruchteil davon. Ein Ei enthält alle acht essentiellen Aminosäuren in optimaler Zusammensetzung. Das bedeutet, das Eiweiß im Ei kann der Körper vollständig verwerten.
Kein pflanzliches Lebensmittel erreicht diese Vollständigkeit allein. Das ist der Grund, warum Biologen den Eidotter historisch als Referenzwert für Proteinqualität verwendet haben. Vitamin D.
Das Ei gehört zu den wenigen natürlichen Lebensmitteln, die nennenswerte Mengen Vitamin-D enthalten. Gerade in Deutschland, wo Vitamin D-Mangel in der Bevölkerung über 60 weit verbreitet ist, ist das relevant. Vitamin B12, unverzichtbar für Nerven und Blutbildung.
Nach 60 nimmt die Fähigkeit des Körpers B12 aus der Nahrung aufzunehmen ab, weil die Magenschleimhaut weniger intrinsikfaktor produziert. Das ist ein Transportprotein, das B12 durch die Darmwand ins Blut schleäustt. Regelmäßige B12 Quellen wie Eier sind deshalb für unsere Altersgruppe besonders wichtig.
Selen, ein Spurenelement, das für die Schilddrüsenfunktion und das Immunsystem unentbehrlich ist. In Deutschland ist der Selengehalt der Böden gering. Selenmangel in der Bevölkerung ist häufig.
Eier sind eine der zuverlässigsten Selenquellen in der deutschen Ernährung. Zink unterstützt Immunabwehr, Wundheilung und Proteinstoffwechsel. Besonders wichtig nach Operationen bei chronischen Entzündungen und zur Unterstützung des Immunsystems im Alter und jetzt zu dem Nährstoff, den Ärzte fast nie erwähnen, Colin.
Haben Sie diesen Namen schon gehört? wahrscheinlich nicht, obwohl er für Menschen nach 60 einer der wichtigsten Nährstoffe überhaupt ist. Colin ist ein essentieller Nährstoff, den der Körper in begrenzten Mengen selbst herstellen kann, aber bei Weitem nicht genug für den Bedarf.
Es muss über die Ernährung aufgenommen werden und die meisten Menschen in Deutschland nehmen deutlich zu wenig davon auf. Was macht Colin? Erstens ist es Ausgangsstoff für Acetylkolin den wichtigsten Neurotransmitter für Gedächtnis, Lernen und Konzentration.
Ohne ausreichend Kolin kann das Gehirn nicht genug Acetylkolin produzieren. Das zeigt sich nach 60 oft als Gedächtnis nachlassen, Schwierigkeiten beim Erinnern von Namen, Konzentrationsprobleme. Nicht immer ist das Alter Schuld, manchmal ist es Kolinmangel.
Zweitens schützt Kolin die Leber. Es ist notwendig für den Transport von Fett aus der Leber. Ohne ausreichend Kolin lagert sich Fett in der Leber ein.
Das ist eine der Ursachen der nichtalkoholischen Fettleber, die in Deutschland sehr häufig ist. Drttens unterstützt Colin die Zellmembran des gesamten Körpers. Jede Zelle ist von einer Membran umgeben, in der Kolin eine strukturelle Rolle spielt.
Zwei Eier pro Tag liefern etwa 50% des täglichen Kolinbedarfs. Das ist kaum durch andere Lebensmittel zu ersetzen. Fleisch und Fisch enthalten etwas Kolin, aber Eier sind mit Abstand die reichste Quelle pro Euro.
Haben Sie in letzter Zeit Gedächtnisprobleme bemerkt? Namen vergessen, Gedanken verloren? Das muss nicht Alter sein.
Fragen Sie sich, wann haben Sie zuletzt regelmäßig Eier gegessen? Und wenn Sie auf diesem Kanal noch nicht abonniert sind, jetzt wäre der Moment. Genau solche Zusammenhänge erkläre ich regelmäßig, medizinisch korrekt, ohne Übertreibung.
Und jetzt zum zweiten versteckten Schatz im Ei, den die meisten Menschen ebenfalls nicht kennen. Lutein und Zexantin, zwei Karotinoide, die sich bevorzugt in der Makula ansammeln, dem Zentrum der Netzhaut, das für das scharfe sehen verantwortlich ist. Sie schützen die Makula vor oxidativem Schaden durch Licht und freie Radikale.
Die altersbedingte Makuladeeration AMD ist die häufigste Ursache für Severlust bei Menschen über 60 in Deutschland. Sie beginnt schleichend. Die meisten bemerken sie erst, wenn sie fortgeschritten ist.
Und regelmäßiger Lutein und Zexantonsum ist einer der am besten belegten Schutzfaktoren. Warum aus dem Ei besser als aus Spinat oder Grünkohl? Weil der Eidotter natürliches Fett enthält.
Lutein und Zexantin sind fettlösliche Nährstoffe. Sie werden nur zusammen mit Fett absorbiert. Im Ei sind Nährstoff und Transportmittel bereits zusammen.
Das macht die Bioverfügbarkeit aus dem Ei deutlich höher als aus vielen Gemüsesorten, selbst wenn diese rechnerisch mehr Lutein enthalten. Wer den Eidotter weglässt, verliert genau diese Schutzwirkung für die Augen. Haben Sie schon mal bewusst den Dotter weggelassen, weil Sie dachten, er sei ungesund?
Jetzt zum Kern dieser Frage. Wie viele Eier sind tatsächlich sinnvoll? Für die meisten gesunden Menschen bis zu sechs Eier pro Woche.
Das entspricht etwa einem Ei täglich mit einem freien Tag. Diese Menge ist durch mehrere große Studien als sicher und vorteilhaft belegt. Für Menschen nach 60, die aktiv Muskelmasse erhalten wollen, die Gedächtnis und Sehekraft schützen möchten und die keine genetische Hypercholesterinemie haben, sind täglich ein bis zwei Eier eine sinnvolle Maßnahme.
Wer muss vorsichtiger sein? Menschen mit familiärer Hypercholesterinemie, einer genetisch bedingten Störung, bei der der LDL-Spiegel sehr hoch ist, unabhängig von der Ernährung. schwere Herzinsuffizienz und Menschen mit Typ 2 Diabetes.
Dort sind die Daten nicht eindeutig und eine individuelle Beratung beim Hausarzt ist empfehlenswert. Es gibt noch einen Aspekt, der medizinisch interessant ist und der in Deutschland zu wenig bekannt ist. Der Omega3 Gehalt von Eiern.
Herkömmliche Eier aus Bodenhaltung enthalten kaum Omega-3 Fettsäuren. Hühner, die nur Getreide bekommen, produzieren Eier mit einem ungünstigen Verhältnis von Omega6 zu Omega3. Ein zu hoher Omega6 Anteil im Verhältnis zu Omega3 fördert systemische Entzündungen im Körper.
Bioeier und Freilandeier von Hühnern, die Gras, Insekten und Kräuter fressen, sehen anders aus. Ihr Omega3 Gehalt ist deutlich höher. Das Verhältnis von Omega zu Omega3 ist günstiger.
Es gibt auch spezielle Omega3 Eier in jedem Rewe und Edeka erhältlich, bei denen die Hühner mit Leinsamen gefüttert werden. Der Omega3 Gehalt dieser Eier kann bis zu zehn mal höher sein als bei gewöhnlichen Eiern. Das ist medizinisch relevant, besonders für Menschen, die wenig Fisch essen und ihre Omega3 Versorgung verbessern möchten.
Der Preisunterschied zwischen einem gewöhnlichen Bodenhaltungsei und einem Omega3 Freilandei beträgt oft nur wenige Cent. Für die Nährstoffdichte, die man dafür bekommt, ist das ein außerordentlich gutes Preisleistungsverhältnis. Und noch eine praktische Frage, die viele beschäftigt.
Wie erkennt man ein frisches Ei? Das Wasserglastest. Ein frisches Ei sinkt im Wasserglas auf den Boden und liegt flach.
Ein älteres Ei stellt sich schräg auf. Ein verdorbenes Ei schwimmt oben, weil die Luftkammer sich vergrößert hat. Dieser Test kostet nichts und dauert 10 Sekunden.
Das Mindesthaltbarkeitsdatum auf dem Eierkarton ist ein Richtwert. Eier, die richtig im Kühlschrank gelagert werden, sind auch einige Tage nach dem Datum noch genießbar, wenn der Wasserglastest positiv ausfällt. Legen Sie Eier nicht in die Kühlschranktür, dort schwankt die Temperatur zu stark, besser im Hauptfach.
Jetzt gehen wir tiefer in die Physiologie, denn es gibt einen Zusammenhang, den die meisten nicht kennen, zwischen Eiern und dem Immunsystem nach 60. Das Immunsystem verändert sich mit dem Alter grundlegend. Dieser Prozess hat einen medizinischen Namen Immunoseneszenz.
Die Immunantworts weniger präzise, weniger kraftvoll. Das ist der Grund, warum ältere Menschen auf Infektionen schwerer reagieren, warum Impfungen im Alter weniger wirksam sind und warum chronische Entzündungen im Alter häufiger werden. Was hat das mit Eiern zu tun?
gleich mehreres. Zink aus dem Ei ist direkt an der Reifung und Aktivierung von Tlymphozyten beteiligt. Das sind die Immunzellen, die Infektionen bekämpfen.
Zinkmangel ist bei älteren Menschen verbreitet und schwächt die Immunantwort. Selen aus dem Ei ist notwendig für die Produktion von Glutation per Oxidase, einem der wichtigsten antioxidativen Enzyme des Körpers. Ohne ausreichend Zelen baut die Immunabwehr schneller ab.
Und Vitamin D aus dem Ei, ja, Eier sind eine der wenigen natürlichen Vitamin D-Qellen, spielt eine Schlüsselrolle bei der Regulierung der Immunantwort. Vitamin- D-Mangel ist bei über 60 in Deutschland außerordentlich häufig und mit erhöhter Infektanfälligkeit verbunden. Das Ei ist kein Immunbooster im Sinne von Werbebotschaften, aber es ist eine konzentrierte Quelle der Mikronährstoffe, die das Immunsystem im Alter braucht in einem einzigen günstigen leicht zugänglichen Lebensmittel.
Günstig, verfügbar, wirksam. Und jetzt zu einem Aspekt, der besonders für Menschen wichtig ist, die Muskeln erhalten möchten. Sarkopenie, der altersbedingte Muskelabbau, beginnt ab dem 50.
Lebensjahr. Ab 60 verliert der Körper ohne aktives Gegensteuern 3 bis 5% Muskelmasse pro Jahrzehnt. Das klingt wenig.
Über 20 Jahre sind das bis zu 15% und das bedeutet weniger Kraft, schlechtere Balance, höheres Sturzrisiko. Die wichtigste Gegenmaßnahme ist ausreichend Protein und zwar hochwertiges vollständig verwertbares Protein. Genau das liefert das Ei.
Die biologische Wertigkeit des Eiproteins, das ist ein Maß dafür, wie vollständig und effizient der Körper ein Protein in eigenes Körpereiweiß umwandeln kann, ist eine der höchsten, die es in der Nahrung gibt. Höher als Fleisch, höher als Fisch, höher als Hülsenfrüchte. Zwei Eier zum Frühstück liefern etwa 12 bis 14 g Protein in optimal verwertbarer Form.
Haben Sie schon bemerkt, dass Sie in den letzten Jahren etwas an Kraft verloren haben, dass Treppen anstrengender sind als früher? Das ist oft nicht Alter allein, das ist Proteinmangel in Kombination mit Bewegungsmangel. Beides ist beeinflussbar.
Es gibt noch einen Zusammenhang, der selten besprochen wird zwischen Eiern und der Darmgesundheit. Das Darmikrobiom, die Gemeinschaft von Milliarden Bakterien in ihrem Darm, spielt eine zentrale Rolle für Immunsystem, Stoffwechsel und sogar für die Stimmung. Die Zusammensetzung des Mikrobioms wird stark von der Ernährung beeinflusst.
Kolin aus dem Ei wird von bestimmten Darmbakterien in eine Substanz namens TMAO umgewandelt, Trimethylaminoxid. Erhöhte TMAO Spiegel werden in manchen Studien mit höherem Herzrisiko in Verbindung gebracht. Das klingt beunruhigend, aber und das ist entscheidend, dieser Effekt tritt hauptsächlich auf, wenn das Darmikrobiom ungünstig zusammengesetzt ist.
Bei Menschen mit einem gesunden, diversen Mikrobiom ist die TMAO Produktion deutlich geringer. Was bedeutet das praktisch? Wer regelmäßig fermentierte Lebensmittel ist, Sauerkraut, Naturjoghurt, Käf, wer viel Ballaststoffe zu sich nimmt und wenig verarbeitetes Fleisch istst, hat ein Mikrobiom, das Kolin anders verarbeitet.
Das Risiko ist dann minimal. Das ist ein weiterer Grund, warum die Kombination entscheidend ist. Ei mit Sauerkraut als Beilage ist physiologisch klüger als Ei mit Speck.
Nicht wegen dem Geschmack, wegen dem Mikrobiom. Jetzt zur Zubereitung, denn hier liegt der zweite Fehler, den viele machen. Kochen, hart oder weich, ist die schonendste Zubereitung.
Die Nährstoffe bleiben weitgehend erhalten. Colin, Lutein, Vitamine, alles noch da. Das gekochte Ei ist die Form, in der das Ei seine Nährstoffe am vollständigsten liefert.
Poschieren: Ei ohne Schale in siedendem Wasser gegart. Ähnlich gut wie kochen. Kein zusätzliches Fett.
Nährstoffe geschützt. Rührei in der Pfanne mit wenig Butter oder Olivenöl. Gut.
Das Fett hilft sogar die fettlöslichen Nährstoffe Lutein und Zaxantin besser aufzunehmen. Spiegelei in der Pfanne. In Ordnung, wenn die Temperatur nicht zu hoch ist.
nicht bis die Ränder braun und cross werden. Das oxidiert das Cholesterin im Dotter und das ist tatsächlich problematisch. Der schlechteste Weg frittiert bei sehr hohen Temperaturen in großen Mengen Fett mit weiteren fetthaltigen Zutaten, nicht wegen dem Ei, wegen dem Fett und der Temperatur.
Und der Eidotter immer dabei, nicht trennen, nicht weglassen. Das Eiweiß allein ist eine gute Proteinquelle, aber ohne den Dotter verliert das Ei fast seine gesamte Mikronährstoffdichte. Colin ist nur im Dotter.
Lutein ist nur im Dotter. Die fettlöslichen Vitamine sind nur im Dotter. Wer nur Eiweiß ist, isst einen teuren Proteinshake und lässt das Beste zurück.
Wann ist der beste Zeitpunkt für Eier? Der Morgen und das hat einen konkreten physiologischen Grund. Eier liefern hochwertiges Protein, das den Spiegel des Sättigungshormons Peptidy erhöht und den Spiegel des Hungerhormons Grillin senkt.
Das hält die Sättigung über 4 bis 5 Stunden stabil. Kein Einbruch um 11 Uhr morgens, kein Greifen nach süßen Snacks. Studien zeigen, dass Menschen, die mit Eiern frühstücken, im Verlauf des Tages messbar weniger Kalorien essen, als Menschen, die mit Weißbrot, Müsli oder anderen Kohlenhydraten frühstücken.
Nicht, weil sie disziplinierter sind, weil ihre Hormone anders reagieren. Für Menschen nach 60 gibt es noch einen weiteren Grund, warum Protein am Morgen besonders wichtig ist. Der Muskelaufbau und Erhalt, die sogenannte Muskelsynthese ist morgens besonders aktiv.
Der Körper kann die Aminosäuren aus dem Frühstück besonders gut für den Muskelerhalt nutzen. Wer abends noch ein Ei istst und morgens ein zuckerhaltiges Müsli und das dann tauscht, gibt seinen Muskeln einen Vorteil, ohne mehr Sport zu machen. Jetzt zum entscheidenden Teil.
Mit was essen Sie Ihre Eier? Das ist die Frage, die über alles entscheidet. Und das ist der Fehler, den die meisten jeden Morgen machen.
[räuspern] Eier mit Speck, Bratwurst oder Aufschnitt, das ist die Kombination, die in Studien mit erhöhtem Herzrisiko in Verbindung gebracht wird. Nicht das Ei, das verarbeitete Fleisch, Speck, Wurst, Salami, Schinken aus dem Kühlregal. Diese Produkte enthalten gesättigte Fette, Nitrite, Pökelsalze.
In Kombination mit einem Ei, das schon etwas Cholesterin enthält und zusammen mit Weißbrot, das dem Blutzucker in die Höhe treibt, entsteht ein entzündungsförderndes Frühstück. Das Ei ist dabei das unschuldige Element, aber es trägt die Schuld, weil es sichtbar auf dem Teller liegt, was hingegen funktioniert, zwei Eier, gekocht oder als Rührei, dazu Vollkornbrot oder Roggenbrot, frische Tomaten, Gurken, Schnittlauch, Radieschen oder Eier mit Spinat, Paprika, Zwiebeln kurz angedünstet oder Eier auf einer Scheibe Rogenbrot mit etwas Quark und Schnittlauch. Diese Kombination liefert Protein und Kolin aus dem Ei, Ballaststoffe und B-Vitamine aus dem Vollkorn, Vitamin C aus dem Gemüse, das die Eisenaufnahme aus dem Ei verbessert und nützliche Bakterien aus fermentiertem Gemüse, wenn sie Sauerkraut oder Gurken dazu geben.
Das ist das Frühstück, das schützt, nicht das Ei allein, die Kombination. Und die Kombination, die schadet Ei plus Speck plus Weißbrot plus Orangensaft aus der Packung. Das ist nicht das Ei, das Problem ist.
Das ist das Weißbrot, das den Blutzucker treibt, der Speck, der Nitrite liefert und der Saft, der flüssigen Zucker ohne Ballaststoffe gibt. Merken Sie sich einen Satz: Das Ei ist so gesund oder so ungesund wie das, was daneben auf dem Teller liegt. Wie kauft man am besten ein?
In Deutschland gibt es eine klare Kennzeichnung auf jedem Ei und jeder Packung. Null steht für Bio. Das Huhn lebt in ökologischer Haltung, hat Auslauf, bekommt ökologisch erzeugtes Futter.
Der Gehalt an Omega3 Fettsäuren ist tendenziell höher, weil freilebende Hühner mehr Insekten und Grünes fressen. Eins steht für Freilandhaltung. Auslauf im Freien ist vorgeschrieben, besser als Boden oder Käfighaltung.
Zwei steht für Bodenhaltung, kein Auslauf, große Stelle. Dri stand früher für Käfighaltung. in Deutschland inzwischen verboten, [räuspern] aber importierte Eier aus anderen EU-Ländern können noch aus Käfighaltung stammen.
Was ist medizinisch relevant? Aus gesundheitlicher Sicht sind Omega3 reiche Eier von Hühnern, die Gras, Insekten und Kräuter fressen, ernährungsphysiologisch besser. Der Unterschied ist real, aber auch Bioeier aus dem Aldi liefern bereits deutlich mehr Omega3 als Eier aus Bodenhaltung.
Wenn der Preis keine Rolle spielt, Bio. Wenn er eine Rolle spielt, Freilandhaltung ist ein guter Kompromiss und ein praktischer Hinweis. die Kennzeichnung auf dem Ei selbst, nicht nur auf der Packung.
Die erste Ziffer des aufgedruckten Codes auf jedem einzelnen Ei ist die Haltungsform 0 1 2. Das können Sie im Laden direkt am Ei ablesen. Jetzt so etwas, das viele Menschen gerekt betrifft, aber kaum jemand in diesem Zusammenhang kennt.
Die Wechselwirkung zwischen Eiern und bestimmten Medikamenten, die nach 60 häufig eingenommen werden. Protonenpumpenhämmer. Medikamente gegen Sotbrennen wie Omeprazol und Pantoprazol reduzieren die Magensäure stark.
Das ist ihr Zweck. Aber Magensäure ist auch notwendig, um Vitamin B12 aus der Nahrung zu lösen und verfügbar zu machen. Wer dauerhaft Protonenpumpenhämmer nimmt und wenig B12 reiche Lebensmittel ist und Eier sind eine der besten B12 Quellen, riskiert einen schleichenden B12 Mangel.
Dieser äußert sich als Erschöpfung. Kribbeln in Händen und Füßen, Gedächtnisschwäche. Wenn Sie dauerhaft Protonenpumpenhämmer einnehmen, sprechen Sie mit Ihrem Arzt über einen B12 Test und stellen Sie sicher, dass Sie regelmäßig B12 reiche Lebensmittel wie Eier, Fleisch und Fisch essen.
Blutdruckmedikamente, die den Kaliumspiegel beeinflussen, wie bestimmte Diuretiker, können in Kombination mit einer eiweißreichen Ernährung den Nierenstoffwechsel belasten. Das ist kein Grund, Eier zu meiden, aber ein Grund mit dem Hausarzt zu sprechen, wenn sie regelmäßig mehrere Eier pro Tag essen möchten und gleichzeitig diese Medikamente nehmen. Diese Hinweise sind keine Warnung vor Eiern.
Sie sind ein Aufruf zur informierten Entscheidung. Wer seine Medikamente kennt und seinen Arzt regelmäßig informiert, kann Eier bedenkenlos in seine Ernährung integrieren. Jetzt zu einem Thema, das viele Menschen beschäftigt.
Eier und das Gewicht. Eier haben etwa 70 bis 80 Kalorien pro Stück. Das ist moderat, nicht wenig, aber auch nicht viel.
Was sie besonders macht, ist ihre Wirkung auf das Sättigungsgefühl im Verhältnis zu ihren Kalorien. Pro Kalorie erzeugen Eier mehr Sättigung als fast jedes andere Lebensmittel. Das liegt an mehreren Faktoren.
Erstens, das Protein. Es ist von allen drei Makronährstoffen das Sättigendste. Zweitens Colin.
Es unterstützt die Leberfunktion und damit den Fettstoffwechsel. Drttens, die Konsistenz. Ein festes Lebensmittel verlässt den Magen langsamer als flüssige oder weiche Nahrung und hält die Sättigung länger aufrecht.
Für Menschen nach 60, die ihr Gewicht halten oder kontrollieren möchten, ohne zu hungern, ohne Diäten, sind Eier ein wertvolles Instrument. Nicht, weil sie kalorienarm sind, sondern weil sie mit ihren Kalorien mehr leisten als die meisten Alternativen. Ein Ei zum Frühstück statt einem Croissant, nicht wegen der Kalorien, sondern wegen dem, was danach passiert.
Das Croissant lässt den Blutzucker steigen und fallen. Nach zwei Stunden haben sie wieder Hunger. Das Ei hält sie vier bis 5 Stunden satt.
Jetzt zu konkreten Rezeptideen, die für Menschen nach 60 besonders geeignet sind. Schnell, günstig, nährstoffreich. Das 3 Minuten Frühstück.
Zwei Eier hart kochen, während der Kaffee kocht. Eine Scheibe Rockenbrot toasten. Tomaten oder Gurken schneiden.
Fertig. 13 bis 14 g Protein, Colin, Lutein, Vitamin B12, Selen. In 3 Minuten Zubereitung.
Das Rührei mit Gemüse, zwei Eier in einer beschichteten Pfanne mit einem Teelöffel Olivenöl, eine Hand voll Spinat, Paprika oder Tomaten dazu. Alles zusammen umrühren, bis das Ei gestockt ist. Dazu eine Scheibe Vollkornbrot, 5 Minuten.
Vollständiges Nährstoffprofil. Das Abendbrotei für Tage, wenn das Frühstück schnell sein musste. Ein hart gekochtes Ei auf Rogenbrot mit Quark und Schnittlauch.
Leicht, fättigend. Perfekt für den frühen Abend, wenn Sie das letzte Essen drei Stunden vor dem Schlafen beenden möchten. Und eine Methode, die in deutschen Haushalten fast vergessen wurde, das Ei im Glas.
Ein bis zwei rohe Eier in ein hohes Glas aufschlagen, mit Salz und frischen Kräutern verrühren. Dann das Glas in einem Topf mit siedendem Wasser im Wasserbad stocken lassen. Sanfte Hitze, kein direktes Braten.
Der Dotter bleibt leicht flüssig. Das ist die schonendste Zubereitungsmethode, die es gibt. Die Nährstoffe werden am wenigsten beeinträchtigt.
Sie wissen jetzt, was im Ei steckt, wie man es richtig kauft und wie man es zubereitet. Jetzt zur wöchentlichen Planung. Konkret und sofort umsetzbar.
Konkret und umsetzbar. Montag, Mittwoch, Freitag. Eier zum Frühstück.
Zwei Eier, gekocht oder Rührei mit Vollkornbrot und frischem Gemüse. Dienstagnährstag. Anderes proteinreiches Frühstück.
Naturoghurt mit Haferflocken oder Quark mit Bären. Samstagsonntag Eier nach Belieben. Das ergibt vier bis sechs Eier pro Woche im optimalen Bereich.
Was man vermeiden sollte, Speck, Würstchen, Aufschnitt als regelmäßige Eierbegleitung, Weißbrot als Hauptkomponente, Fruchtsäfte dazu, Überhitzung beim Braten, bis die Ränder schwarz werden, was sie in den ersten Wochen bemerken werden. Erste und zweite Woche, bessere Sättigung nach dem Frühstück, weniger Hunger am Vormittag. Das ist das Sättigungshormon, das auf das Protein reagiert.
Drtte und vierte Woche, stabilerer Blutzucker über den Morgen, weniger Energieeinbruch um 11. 3 Monate. Bei Kolinmangel im Vorfeld können sich Konzentration und Gedächtnis verbessern.
Nicht dramatisch, aber merkbar. Wenn Sie Ihre Augengesundheit unterstützen möchten, Lutein braucht Monate, um sich in der Makula anzureichern. Das ist kein Quickfix, das ist langfristiger Schutz.
Wann zum Arzt? Wenn ihr LDL Cholesterin trotz gesunder Ernährung dauerhaft über 190 mg pro Dezyliter liegt, sprechen Sie ihren Hausarzt auf familiäre Hypercholesterinemie an. Das ist ein genetischer Zustand, der unabhängig von der Ernährung behandelt werden muss.
Eier sind dabei nicht das Problem, aber ein vollständiges Lipidprofil ist wichtig. Wenn Sie Diabetiker sind und regelmäßig Eier in ihre Ernährung aufnehmen möchten, sprechen Sie ihren Arzt an. nicht weil Eier schädlich sind, sondern weil eine individuelle Einschätzung bei dieser Erkrankung immer sinnvoll ist.
Und noch ein Punkt, der für viele Menschen nach 60 praktisch wichtig ist. Eier und das Budget. In Deutschland kostet ein Biofreilandei im Durchschnitt zwischen 30 und 50 Cent.
Ein Omega3 Ei aus Freilandhaltung 40 bis 60 Cent. Das ist pro Mahlzeit weniger als eine Tasse Kaffee von der Bäckerei. Für das Preisleistungsverhältnis an Nährstoffen gibt es kaum ein Lebensmittel, das mit dem Ei konkurrieren kann.
Protein, Colin, Vitamin B12, D, Selen, Zink, Lutein, alles in einem Produkt, das im Supermarkt immer verfügbar ist, lange haltbar ist, schnell zubereitet werden kann und von den meisten Menschen gut vertragen wird. Für Menschen mit knappem Budget ist das Ei die demokratischste Nährstoffquelle, die es gibt. Ein Abendessen aus zwei Eiern, Kartoffeln und Salat kostet weniger als 2 € und ist ernährungsphysiologisch wertvoller als viele teurere Alternativen.
Eine Sache für heute morgen. Kochen Sie zwei Eier, hart oder weich. Dazu eine Scheibe Rockgenbrot und frisches Gemüse ohne Speck, ohne Wurst und beobachten Sie, wie lange Sie satt bleiben.
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Mein Name ist Dr Andreas Vogel. Bis zum nächsten Mal.