[Musik] die markante Silhouette des mon Saint Michel ist auf der ganzen Welt bekannt jedes Jahr lockt der Millionen von Besuchern an der Ort hat etwas faszinierendes von hohen Mauern umgeben scheint er direkt dem Felsen zu entspringen sein Labyrinth aus Gassen und schmalen Passagen führt zu einer Art monumentaler Burg ihr Inneres ist geprägt von 1500 Jahren einer bewegten und oft ungewöhnlichen Geschichte als Heiligtum Abtei Festung und Gefängnis vereint der Mon saintmichel mehrere Epochen und Funktionen was hat sich hier abgespielt für wen waren diese imposanten Säle bestimmt und für wen diese winzigigen Schlupflöcher was verraten die Geheimgänge
in den Mauern über das Leben der Mönche im Mittelalter wie ist es den Menschen gelungen ein solches Bauwerk auf dem Gipfel eines Felsens zu errichten so viele Fragen anlässlich eines großen restaurierungsprojekts befassen sich Historiker Archäologen und Wissenschaftler heute erneut mit diesem Bauwerk und erforschen es mit ungewöhnlichen Techniken und neuen Denkansätzen [Musik] Heute ist es möglich einige Geheimnisse seiner Konstruktion zu lüften die Geschichten aufzudecken die ihr zugrunde liegen und zu verstehen wie aus dem legendären Traum eines Abts eine faszinierende Stadt entstanden ist erbaut zwischen Meer und Himmel [Musik] dieser Felsen war zu etwas Besonderem bestimmt inmitten
einer weiträumigen Bucht gelegen 80 m hoch aufragend und den heftigsten gezeitenwechseln Europas Ausgesetzt schien dieser Berg wie geschaffen für ein einsames von der Welt abgeschnittenes Leben doch die Geschichte und die Menschen haben anders entschieden trotz des schwierigen Untergrunds wurde hier ein Bauwerk errichtet wie kein zweites alles an ihm beeindruckt von den monumentalen Fassaden bis hin zum Labyrinth aus dem es besteht eine Ansammlung von Treppenaufgängen Krypten und 25 Sälen Verteilt auf vier Etagen dabei ist die Abtei das Ergebnis einer langen Abfolge von Bauprojekten und Katastrophen die ihre architektonische Struktur verändert haben außerdem wurde sie von den
Wirren der Weltgeschichte geprägt in die sie oft verwickelt war um dem mon saintmichel auf den Grund zu gehen müssen wir zurück zu seinen Ursprüngen hinein in eine Welt in der sich Legende Religion und Geschichte Vermischen die ältesten Schriften erwähnen einsiedlermönche die ab dem SE jahrhundert auf dem Felsen Leben doch erst im 8 jahrhundert wird er zu einem christlichen Ort und loogt fortan Pilger aus ganz Europa an diese Gründung wird in alten Manuskripten beschrieben die nicht entschlüsselt werden konnten diese Schriften wurden von den Mönchen der Mon Michel verfasst wie durch ein Wunder überstanden sie die Vielen
Brände aber auch die mutwilligen Zerstörungen der französischen Revolution heute stellen Sie eine einzigartige Quelle da die über die Ursprünge von Mon sa Michel Auskunft gibt in den Manuskripten habe ich diese Texte aus der Anfangszeit entdeckt die noch nicht übersetzt waren es wurden hunderte von Werken über monsintmichel geschrieben ohne diese lateinischen Texte wirklich zu verstehen der älteste befindet sich im Manuskript 211 es stammt vom Ende des 10 jahrhunderts dabei handelt es sich um die revelatio sie beschreibt wie ein gewisser ober das erste Heiligtum zu Ehren des Erzengels Michael auf dem Felsen bauen ließigi einst lag der
Bischof von avrange ober genannt ein äußerst frommer und gottgefälliger Mann in tiefem Schlaf da erschien ihm der Erzengel und verlangte er solle auf dem Gipfel ein Heiligtum [Musik] Errichten diese Erscheinung machte den Berg zu einem Ort den der heilige Michael selbst auserwählt hatte der Text präzisiert sogar das architektonische Vorbild für den Bau [Musik] es sollle eine runde Form nach Art einer Höhle bekommen ähnlich dem Heiligtum auf dem Monte gagar hier wird von Anfang an eine Verbindung zwischen monmichel und dem ersten Bauwerk des Abendlandes zu Ehren Des heiligen Michael hergestellt dem Heiligtum auf dem Monte Gargano
[Musik] dieser wundersame Bericht erzählt von der Ausbreitung einer populären heiligen Verehrung jener Zeit um ihre Entstehung zu begreifen müssen wir den Spuren der beiden Kanoniker folgen die Ober zu Monte Gargano in Süditalien entsendet um dort Reliquien zu beschaffen über 2000 km legen Sie zu Fuß zurück bis zum Gipfel eines kleinen Berges in Appulien das in eine Höhle gegrabene Kloster wird noch heute von Pilgern besucht auf spektakuläre Weise prägt es den Weg den die heiligen Verehrung auf ihrem Siegeszug durch Europa [Musik] nahm die ersten kultstädten zu Ehren des Erzengels Michael befinden sich im Orient in der
heutigen Türkei aber in Ägypten und entlang des gesamten Mittelmeers die Verehrung des heiligen Michael kam im 5 jahrhund aus dem Orient hierher wahrscheinlich hatte es damit zu tun dass Apulien eine Grenzregion war die den Handel zwischen Orient und Okzident möglich machte die Verehrung des Erzengels verbreitet sich rasch wie hunderte von Inschriften zeigen von denen die testen aus dem Jund stammen hinterlassen wurden sie von Besuchern aus Italien Spanien Griechenland Frankreich oder [Musik] England die Verehrung des heiligen Michael und der Engel ist eng mit der biblischen Tradition verwurzelt Michael dessen Namen im Hebräischen so viel bedeutet wie
wer ist wie Gott wird schon im Buch des Propheten Daniel des Alten Testaments erwähnt aber auch im Neuen Testament istich der Anführer des himmlischen Heeres der engelsfürst der an der Seite Gottes gegen die bösen Engel kämpft gegen das Böse gleichsam als Verteidiger der Gesamten Christenheit aber er tritt noch in weiteren Eigenschaften und Funktionen auf so geleitet er z.B die Seelen ins Jenseits oder bringt als heilender Engel Genesung die vielfältigen Kräfte des Erzengels begünstigen die Ausbreitung der Verehrung die sich hier auch in der Architektur niederschlägt als sich der michaelsk Kult in dieser Grotte auf dem Monte
Gargano etablierte galt er schon bald als Modell als Prototyp für zahlreiche andere wahfahrtsorte nicht nur in Süditalien sondern in ganz Europa die Anrufung des heiligen Michael ist von nun an eng mit der Grotte verbunden mit diesem sehr stimmungsvollen Naturschauspiel auf dem [Musik] Berg für das neue Heiligtum ist der normanische Felsen wegen seiner Abgelegenen Lage und seines zerklüfteten Aussehens der ideale Ort seinen eigentlichen Wert erhält er jedoch durch die Reliquien die Obers Kanoniker mit gebracht haben dem Text zufolge sind es ein Stück von Michaels Mantel und ein Stein auf den er seinen Fuß gesetzt hat von
nun an ist der Berg Teil der Pilgerroute schriftliche Hinweise darauf sind in den Texten eines Mönches namens Bernhard zu finden er hinterlässt den Bericht über Eine Pilgerfahrt die in 877 von Monte gagano nach Jerusalem und schließlich zum mon Saint Michel führt in seinem Tagebuch präzisiert er dass sich die Kirche zur Ehren des heiligen Michael auf dem Gipfel des Berges befindet allerdings wurde niemals eine Spur dieses ersten Heiligtums gefunden es bleibt ein Rätsel unauffindbar in den ineinander verschachtelten Baustrukturen von [Musik] Heute es wäre illusorisch zu glauben wir wüssten alles über den er ähelt einem Buch bei
dem es einige Kapitel noch zu schreiben gilt umso interessanter ist seine Erforschung weil es Zeiten gab in denen versucht wurde alles vorhergehende zu tilgen es gilt also ein Geheimnis zu lüften dieser Überlagerung architektonischer Elemente müssen wir auf den Grund gehen an den offensichtlichen stellen aber auch dort Wo es unsichtbar stattgefunden hat diese Aufgabe hat etwas von einem Initiationsweg aber auch von einem und ist fast so etwas wie eine polizeiliche Ermittlung der besonderen [Musik] Art für uns gilt es nun herauszufinden wo die architektonische Geschichte des mon saintmichel beginnt mit anderen Worten was sind die ersten konkreten
Spuren seiner Existenz mon saintmichel wird im Laufe der Jahrhunderte immer wieder auf und umgebaut wie eine riesige russische [Musik] Puppe um seiner Geschichte auf den Grund zu gehen ist es nötig in seine Eingeweide hinabzusteigen Räume zu durchqueren als wären es Jahrhunderte und Korridoren zu folgen die tief in die Vergangenheit führen bis ins Herz des Bauwerks [Musik] wir haben eine Zeitreise unternommen wir Befinden uns nun im ältesten Teil von Mon sa Michel dennoch bleibt das was wir um uns herum sehen eher rätselhaft alle Zeiträume sind hier konzentriert es wurden Teile von früher übernommen oder restauriert das
alles muss auseinander genommen werden um endlich zu verstehen was hier ursprünglich war diese rätselhafte Kapelle die heute notredam heißt Deutsch lieb Frauenkirche unter der Erde blieb lange Zeit Zugemauert und daher unerforscht erst Anfang des 20 Jahrhunderts wurde sie wiederentdeckt und erstmals untersucht damals herrschte die Vorstellung dass diese Wände zum geheimnisvollen Heiligtum gehörten das oba bauen ließ doch die Wissenschaft hat das [Musik] widerlegt durch die Arbeit mit Materialien wie Backstein der sich anhand der Holzkohle im Mörtel datier Ließ konnten wir zeigen dass nichts davon aus dem 8 jahrhundert stammt es handelt sich durchweg um um oder
Anbauten die eher aus dem Z jahrhundert stammen also lange nach der Erstbesiedelung des Bergs dieser Teil der heute von außen unsichtbar tief im Inneren des Bauwerks liegt ist dennoch die erste größere Konstruktion die auf dem Felsen gebaut wurde um ihre seltsame Struktur mit doppelschiff zu verstehen hat Christian Sapin vor einigen Jahren weitreichende datierungsarbeiten vorgenommen wir konnten zeigen dass es im Z jahrhundert zwei Phasen gab zunächst handelte es sich um einen viereckigen Raum mit großem Saal der durch Fenster ausgeleuchtet war im zweiten Schritt wurde dieser Saal in zwei Bereiche unterteilt und es wurden zwei Altäre aufgestellt
entsprechend der liturgischen Entwicklung das Gebäude sollte vermutlich so Gestaltet werden dass es möglichst vielen Pilgern Platz bot und die Reliquien sollten auf Emporen ausgestellt werden die sich oberhalb der alre befanden durch diese feierliche Inszenierung waren die kostbaren glaubensschätze außerdem Diebstahl geschützt [Musik] aufbewahrt doch der Umbau weist noch eine Besonderheit auf die den Archäologen interessiert zu den Emporen führen Korridore sie lassen darauf schließen dass es noch ein Gebäude gab das mit notreredam su verbunden war wohin aber führten diese Gänge damals für wen waren sie bestimmt ränkt gewesen sein er wurde wohl nur von den Mönchen genutzt
fest steht dass eine Verbindung zwischen diesem oberen Teil und den Emporen [Musik] Bestand wir kommen nun in die abteilirche [Musik] heute endet dieser Gang im Hauptschiff der großen apteikirche die erst später im 11 jahrhundert gebaut wurde früher gab es hier also eine andere Konstruktion ihre Spuren sind noch am Boden zu finden diese roten Linien kennzeichnen den Verlauf von Mauern die der Architekt Paul bei Ausgrabungen Anfang des Werden sie auf den Grundriss übertragen zeichnen die roten Linien die Spur eines Gebäudes nach das exakt die Verlängerung von notredam SU bildet für den Archäologen ist die Funktion dieses
früheren Gebäudes klar diesen östlichen Teil hielt Paul für ein Gebäude der möncheige Kollegen auch ich haben uns angesichts der Lage und Ausrichtung eher eine Kirche des oder jahrhunderts vorgestellt die Mönche waren bestrebt Beide Bereiche vor allem liturgisch zu nutzen aufgrund der besonderen Gegebenheiten wurde ein außergewöhnliches liturgisches Gebäude konzipiert mit einer oberen Kirche die den Mönchen vorbehalten war und einer tieferliegenden Kapelle für die Pilger finden wir hier die Gebetsstätten eines frühen mönchsklosters diese überr Veränderungen mon Michel Ende des 10 jahrhunderts unterlag Obers kleines Heiligtum wurde Durch einen neuen Komplex aus mönchsgebäuden ersetzt wie aber kam es
zu diesem plötzlichen Anbau um das zu verstehen müssen wir die Felseninsel hinter uns lassen und uns mit dem Königreich Frankreich befassen oder dem was es damals umfasst es ist die Zeit der Herrschaft der letzten carolinger Könige die nur noch über einen sehr kleinen Teil des Königreichs regieren ein Großteil des Territoriums besteht aus Herzogtümern Die quasi unabhängig sind so auch das Herzogtum der Normandie regiert wird es von Richard dem i einem Nachfahren jenes wikingerhäuttlings der dieses Land erobert hat nun muss er seine Autorität legitimieren als Herzog der Normandie will er seine Grenzen sicher deshalb lässt er
Burgen bauen aber gegenüber der britannie wünscht er sich auch ein religiöses Zentrum das zugleich Wirtschaftszentrum ist und die Region avrangeche gut Versorgt deshalb gründet er 965966 ein Benediktiner Kloster die Kanoniker die Obert 200 Jahre zuvor hier angesiedelt hat werden durch Benediktinermönche ersetzt dieser Wechsel erfordert Neubauten mit der Ankunft der Benediktiner Mönche brach eine neue er an es gab eine ganz neue architektonische Aufteilung in einem Kloster das 40 50 oder 60 Mönche aufnehmen sollte ungefähr so viele Mönche lebten in der Monmichel die vom Herzog der Normandie angesiedelten können sich durch eine merkwürdige Entdeckung zusätzlich [Musik] legitimieren
einen Schädel die neuen Bewohner der Abteil erklären ihn sofort zum Totenschädel des Begründers der ersten aptei Bischof Auer aber wie ist er hierher gekommen wir haben hier einen Text mit dem Titel detrlation aberti von der Überführung Obers in diesem Text wird uns eine unglaubliche Geschichte über die Entdeckung eines Skeletts erzählt ber Bernier einer der letzten Kanoniker zu dem Zeitpunkt als die Benediktinermönche auf den Berg zogen exomierte in seiner Wut über die Enteignung offenbar den Leichnam des heiligen Auer und bat seinen Neffen bei Nacht das Skelett abzutransportieren und in seine Zelle zu legen Dort blieb es
bis zum Jahr 100910 dann nahmen die Mönche die deckenbretter ab und fanden in der Unterkonstruktion eine Kiste mit einem Skelett bei dieser Gelegenheit kam auch heraus dass der Schädel ein Loch hatte diese anatomische Besonderheit wird von den Benediktinern sogleich genutzt um die Legende über ober auszuschmücken von nun an wird erklärt der Erzengel habe den Kopf des Bischofs mit dem Finger berührt um ihn dazu zu Bringen das Heiligtum zu bauen davon blieb ein Loch im Schädel zurück der vom heiligen Finger gezeichnete Schädel schafft eine direkte Verbindung zwischen Erzengel und Berg und wird zur unschätzbaren Reliquie ich
würde sagen dies ist die einzige Reliquie die überhaupt vom Erzengel Michael existiert quasi ein Fingerzeig des [Musik] Erzengels diesen Schädel gibt es Wirklich er hat auch die Zerstörung der Heiligtümer während der französischen Revolution überstanden heute wird er in der Schatzkammer einer Kirche von avrangeche aufbewahrt er kann also untersucht werden um so den Ursprung der Legende zu klären der paleopathologe Pierre TH möchte diese außergewöhnliche Gelegenheit nutzen um möglichst viele Untersuchungen an der Reliquie anzustellen medizinische Bildgebungsverfahren zeigen ihm dass es keine Hinweise auf eine Vernarbung Entzündung oder Zerstörung des Knochengewebes gibt es handelt sich also nicht um
eine Trepanation eine Infektionserkrankung oder ein Loch dass die Mönche selbst für ihre Erzählung Ben wie lautet seine Diagnose hier ist der Randsaum gut zu erkennen der mit relativ konstanter Dicke von einem Zentimeter das Loch Umschließt das weist eindeutig auf eine epidermoidste hin an so etwas stirbt niemand das ist ein der sich beim Patienten oft durch eine Beule äußert die sich unter der Kopfhaut bildet das ist ein seltener Befund aber diese Seltenheit fördert natürlich die religiöse Argumentation sodass die Leute versucht waren zu glauben diese Perforation sei das Zeichen einer Engelserscheinung es funktioniert die Berichte über wer
dem Schädel zugeschrieben werden mehren sich mon Saint Michel gewinnt an Ansehen und wird häufiger besucht doch dieser Erfolg führt auch dazu dass wieder angebaut werden muss um die Menge der Pilger aufzunehmen und der Abtei einen architektonischen Rahmen zu geben der ihrer Strahlkraft angemessen ist das neue Projekt ist ehrgeizig auf dem Gipfel des Felsens soll eine 80 m lange Kirche gebaut Werden sie soll genauso lang werden wie der Berg hoch ist doch wie kann ein Gebäude dieser Größe stabil auf dem Gipfel eines granitfelsens stehen eine architektonische [Musik] Herausforderung die Erbauer beschließen um den Felsen herum noch
mehr Krypten anzulegen um die Hangneigung auszugleichen im Grunde verfolgen die Mönche damit ein doppeltes Ziel sie werden den architektonischen Vorgaben gerecht und bieten den Pilgern zudem einen mystischen Parcours die krypter des heiligen Martin stammt aus dem Jahr 1023 aus der ersten Bauphase romanischer Kirchen in diesem Raum mit seinem Tonnengewölbe ist sie 9 m hoch die Besonderheit dieser krypter ist die spürbare Ausgewogenheit zwischen Monumentalität und Menschlichkeit denn der menschliche Körper ist das Maß dieser Architektur diese Krypta in perfekter Würfelform mit aufgesetzter Halbkugel soll als Raum auch die Pilger bei ihrem Aufstieg zum Heiligtum des Erzengels [Musik]
beeindrucken dieses Quadrat wird fast zum Kreis in der gesamten abendländischen Kunst oder in der Kunst generell wird damit der Übergang von einer Welt zuur anderen symbolhaft dargestellt alles in diesem romanischen Raum weist auf diesen Übergang von einer Welt zur anderen [Musik] hin eine ebenso spirituelle wie körperliche Reise die sich für den Pilger in anderen imposanten Räumen fortsetzt wie in diesem Wald aus gigantischen Säulen die den Mittelpunkt der Kirche Stützen außerdem in einer letzten Kapelle deren Eingang in einer dicken Mauer verborgen ist da sie den Mönchen vorbehalten ist Und außerhalb des besucherwegs liegt bleibt sie von
den Restaurierungen im 20 Jahrhundert verschont und hat ihr originaldekor bewahrt [Musik] zusammen mit notre dam su bilden die Krypten eine Art Kranz der den Gipfel des Felsens einrahmt so bieten sie eine glatte Fläche auf der die neue Kirche erbaut werden konnte vom Originalgebäude sind heute Nur noch wenige Teile erhalten doch diese lassen eindeutig den Stil erkennen der den Erbauern vorschwebte und die architektonische Leistung die hier vollbracht wurde der romanische Chor steht nicht mehr aber es bleiben uns die Querschiffe das südliche ist seit dem 11 jahrhundert praktisch völlig intakt erhalten geblieben hier haben wir das romanische
Hauptschiff es stammt aus der Zeit von Wilhelm dem Eroberer es ähnelt den Großen normanischen Kirchen aus jener Zeit ber jum oder mit Emporen und einem hölzernen Dachstuhl das Deckengewölbe hätte auch aus Stein sein können aber für das Hauptschiff war ein hölzner Dachstuhl gewünscht nicht nur um mehr Licht und Weite zu schaffen sondern auch um es den Kirchen Karls des Großen nachzutun sie armten die romanischen Basiliken nach und die Normannen kopierten wiederum die Kirchen Karls des Großen oberhalb der hohen Fenster sehen wir große entlastungsbögen die dazu dienten das Gewicht des Dachstuhls des Dachs sowie die Windlast
abzufangen hier sind schon die ersten Anlagen gotischer Architektur zu finden mit ihrer Kräfteverteilung und ihren Verstrebungen all das wurde von den Baumeistern des 11 jahrhunderts perfekt konzipiert [Musik] die apteikirche die im 13 jahrhundert durch einen Brand drei Querträger Verliert gibt dem mon Saint Michel seine vertraute pyramidensilhouette die bei neu und Umbauten immer stärker betont wird heute stellt sich beim Anblick dieses imposanten steinernen Schiffs das auf dem Gipfel eines Felsens verankert ist die Frage wie wohl die Baustelle ausgesehen hat und wie sie finanziert wurde woher nahm eine aptei am äußersten Rand der Normandie die Mittel die
für ein solches Unterfangen notwendig waren die Antworten liefert dieses Manuskript das eindrücklich vom Reichtum und der Organisation in Mon samichel berichtet dieses kopialbuch ist ein unverzichtbares Dokument das uns erlaubt in die ökonomische Geschichte der aptei einzutauchen hier wurden mehrere Unterlagen zusammengetragen von denen die ältesten auf das Jahr 1000 zurückgehen hier ist eine recht präzise Aufstellung der gesamten Ländereien zu finden die im Besitz der Mönche waren rings um die Bucht herum teilweise aber Auch weiter entfernt vor allem in Cornwell auf den anglonormanischen Inseln aber auch etwas weiter südlich in der Provinz men Sowi in der britannie
ein gewaltiger Besitz durch Schenkungen von Adligen die sich so ihr Seelenheil sicherten [Musik] einerseits war das immobilienkapital brachte aber auch etwas ein und finanzierte so die großen Bauvorhaben der Abtei da denke ich vor allem an die Mühlen die Mönche schätzten sie sehr weil sie täglich in Gebrauch waren das gleiche galt für Brücken und Häfen dort wurden systematisch Gebühren und Abgaben verlangt die von all jenen an die Abtei entrichtet wurden die von diesen Besitztümern Gebrauch machten die großzügigsten Spender sind natürlich die Herzöge der Normandie allen voran Richard i i er vermachte Abteil 1022 eine Reihe von
Inseln vor der Küste der Bucht die Rede ist von den josineln sie weisen eine Besonderheit auf die die Geschichte des mon saint- Michel verändern wird denn sie sind eine fast unerschöpfliche Quelle für Granit der zudem relativ leicht abzubauen ist wir stehen hier in einem Steinbruch der für den Bau von Mon Michel genutzt wurde das Praktische an diesen Steinbrüchen direkter mehr war dass der Granit mit Hilfe der Gezeiten transportiert werden konnte morgens bei Ebe kam die Strömung von Süden von der Bucht her und brachte einen zu den josetineln abends bei Flut kam die Strömung von Norden
und brachte einen zurück zum mon Saint Michel damals war das praktisch für den Transport denn es wurden große Granitblöcke ausgeschnitten sie wurden unter den Boten befestigt und wenn diese auftrib bekamen hoben sie auch den Block an so wurden die Steine ganz sanft per Segelboot zum mor sa Michel Transportiert oft sind solche Haufen mit kleineren Blöcken zu sehen diese Steine wurden bereits hier in der Form zugeschnitten in der sie am Zielort gebraucht wurden der Granit war nicht nur reichlich vorhanden und in der Nähe er besaß eine weitere Qualität die josineln waren prägend für die künstlerischen Arbeiten
in Mon Saint Michel der Granit von hier war leichterfumbar als anderer Granit und Konnte kunstvoll behauen werden deshalb ist an allen religiösen Bauwerken an der Küste bis nach Jersey Granit aus Jose zu finden er wurde für verblendarbeiten an Kirchen genutzt für Ornamente oder für die Herstellung von Wasserspeiern sogar an notreredam in Paris wurde er verarbeitet [Musik] der Granit von Jos erlaubt es den Mönchen große Bauvorhaben zu planen der Bedarf ist riesig neben der Kirche muss Ein ganzes Kloster mit Konvent und Nebengebäuden sowie mit offenen Räumen für die Pilger und die Armen gebaut werden die Steinquader
werden mit lastenzügen nach oben befördert die Rädern betrieben werden von 1020 ab wird fast 200 Jahre lang an der romanischen Abtei gebaut ohne dass das liturgische Leben oder die Pilgerfahrten ausgesetzt werden an der Spitze der Glaubensgemeinschaft wechseln die äte Und geben die Bauarbeiten jeweils an den nächsten weiter jeder entwirft sein eigenes Bauprogramm fügt Gebäude Verbindungswege und Funktion für die entstehende Stadt hinzu die stetig wächst diesmal ruhen die neuen Bauwerke jedoch nicht auf einem Untergrund aus Krypten sondern werden direkt auf den felzang gebaut das Ergebnis die horizontalen Strukturen werden nur durch Befestigungen gehalten die direkt an
Sie angrenzen und somit weniger stabil [Musik] sind den Stützmauern selbst fehlt es oft an Dicke und Zusammenhalt mon Saint Michel ist also ein fragiles Gebilde anfällig für kleine Erdbeben und Erosion dreimal zwischen dem 11 und 12 Jahrhundert büß die aptei die Hälfte ihrer bauten ein nicht eingerechnet die Brände die oft schwere Schäden anrichten [Musik] Jedesmal wird sie wieder aufgebaut und [Musik] ausgebessert die romanischen Teile die auf mehreren Ebenen erhalten bleiben bilden ein Labyrinth aus Räumen Fluren und Treppenaufgängen deren genauer Zweck kaum ersichtlich ist diese Bereiche sind umso schwerer einzuordnen als bei den Restaurierungsarbeiten im 19
und 20 Jahrhundert vor allem durch den Architekten Paul Wurde fand eine komplizierte Situation vor und entfernte praktisch alle Überreste er versuchte ein harmonisches Ganzes aus romanischer Zeit zu erschaffen sein Ziel war eine romanische aptei obwohl wir wissen dass es zwei oder sogar drei Bauabschnitte gab ist es also heute überhaupt noch möglich die romanischen Überreste sinnvoll zu rekonstruieren wie läst sich feststellen solcher Bau vor über 1000 Jahren Angelegt war im Zentrum der Fragestellungen steht dieses monumentale Treppenhaus das durch die romanischen Teile [Musik] führt heute laufen hier viele Besucher durch doch für die Historikerin handelt es sich
vermutlich um das Ergebnis der Restaurierungsarbeiten von Paul die ganze Verblendung Höhe ist ziemlich chaotisch es gibt Ausbesserungen Restaurierungen und Absätze das Mauerwerk ist ein großes Durcheinander andere Spuren von Ausbesserungen Zeugen scheinbar von einer älteren Öffnung in der Wand [Musik] seltsam was war ursprünglich hier die Öffnung läs sich von der anderen Seite her anehen diente damals als Unterkunft für die äte die für die Gemeinde zuständig waren hier sind aber auch Überreste zu finden Die Florence Margot gut kennt siehst du den großen Bogen der auf der anderen Seite gar nicht mehr zu sehen ist das war vermutlich
ein großer Durchgang wahrscheinlich lag das Bodenniveau viel tiefer er wurde zugemauert und ein Boden eingezogen noch interessanter sind diese Gänge die durch die Mauern führen wozu dienten sieoh führten sie wir müssen [Musik] klettern für die Historikerin weist Alles darauf hin dass es ein sehr altes weg System gab das vermutlich der Gründer des Benediktiner Ordens angeordnet hatte die Regel des heiligen Benedikt bestimmt über das Leben der Mönche und die Organisation des Gebäudes die Mönche durften den Pilgern nicht begegnen sie hatten ihre eigenen Wege und Gebetsstätten sogar innerhalb der Kirche gibt es Räume die von Wänden umgeben
sind fest steht dass die Mönche nach Diesen Regeln lebten sie wurden ihnen täglich vorgelesen und auch die divers Baumeister arbeiteten damit das gab ihnen glasklar vor wie sie zu bauen hatten das zu ignorieren war schlichtwg nicht möglich das beste Beispiel für diese architektonische Anordnung ist der Plan der Abtei STT gallen in der Schweiz er zeigt die Organisation eines mittelalterlichen mönchskomplexes nach dem Regelwerk des heiligen Benedikt das Problem in Mon sa Michel muss ein horizontaler Plan auf einen Felsen über agen werden der nur eine vertikale Konstruktion ermöglicht eine echte Herausforderung für die Baumeister jener Zeit die
Wissenschaftlern bis heute ein gewaltiges Rätsel [Musik] aufgibt um es zu lösen und ihre Hypothesen zu überprüfen nutzt Florence Margot neue Untersuchungsmethoden Stück für Stück Werden alle romanischen Bauteile kennt also gut die Hälfte der gesamten aptei ziel ist es ein präzises digitales Modell der zu untersuchenden Bereiche zu erstellen ein perfektes Abbild auf dass sie Untersuchungsmethoden anwenden kann die vor Ort nicht möglich sind wir Orden die gescannten Flure um zu sehen ob sie sich auf derselben laufebene befinden hier ist der erste er führt ins Leere zumindest Heute ich denke dass es hier ein Gebäude gab das eingestürzt
ist mich interessiert jetzt ob sich dieser Gang auf der gleichen Ebene befindet wie der kleine Flur bei den Unterkünften im Westen wir können die beiden Flure um die es geht isolieren sehr gut perfekt na bitte hier haben wir den nordflur er befindet sich auf der gleichen Ebene wie der Flur am liliensal der ursprüngliche Grundriss Der romanischen Abtei nimmt langsam Gestalt an ein ganzes Netz aus Fluren in den Mauern kommt zum Vorschein auf diese Weise die Funktion mancher eingestürzten Räume und Gebäude rekonstruiert werden anhand dieser Flure können wir die Räumlichkeiten des Klosters identifizieren hier haben wir
den Flur der vom heute eingestürzten Küchengebäude ausging und auch zum Angrenzenden Raum führte er war wohl das Refektorium der Mönche wir haben hier also einen Flur der nach Westen verläuft hier sehen wir den Schatten eines Gebäudeteils der vor dem Mittelalter eingestürzt sein muss und hier haben wir wieder den Weg mit dem anderen kleinen Stück das zur Wohnung des Abts im Westen führt der Abt musste natürlich hochkarätige pilge empfangen und brauchte dafür einen Speisesaal der von dem der Mönch Abgetrennt war diese Flure dienten der Hauswirtschaft hier konnten Leute entlang laaufen ohne die Gemeinde zu stören do
eine Abtrennung die sich wohl hier befand zwischen der Umfriedung und den Bereichen zu denen die Pilger Zugang hatten diese neue Darstellung des Grundrisses ermöglicht es Florence Margot außerhalb der für die Mönche vorgesehenen Bereiche die Wege der pilg Nachzuvollziehen erste Station der große zugemauerte Bogen diese Ansicht ist interessant denn durch diesen großen Bogen kamen die Pilger er ist etwa 5 m hoch ein monumentaler [Musik] Torbogen er führte zur Kirche notredam Suter die hier angeschnitten zu sehen ist die kleine Kapelle in der sich die Pilger in der Anfangszeit der Abteil trafen bleibt so ein Teil des Rundgangs
Sie ist aber nicht mehr die hauptgebetsstätte das Prinzip dieses Rundgangs Bestand scheinbar darin sich um den Ort herum zu bewegen der nicht betreten werden durf der als heiligort [Musik] derig danach nahmen die Pilger eine Treppe die seit Beginn der romanischen Abtei existierte sie führte sie direkt ins Hauptschiff der Kirche auf der Südseite so gelangten sie auf einem Anderen Weg ins Zentrum der liturgischen Räume als die Mönche die von Norden her in das Gebäude kamen dank der Arbeiten von Florence Margot und früherer Forschungen ist es heute möglich genau festzustellen wie die Gebäude im 11 jahrhundert ausgesehen
haben im Norden befinden sich die Küchen und der Schlafsaal die an das Hauptschiff der großen Abteikirche angrenzen vor der Fassade liegt ein Raum für die Mönche vielleicht ein früher Kreuzgang der Zugang der pilg zuur Abtei befindet sich auf der Südseite etwas tiefer gelegen [Musik] ein Zustand der zwangsläufig vorübergehend ist da sich die Geographie des Ortes immer wieder verändert durch Zerstörungen Umbauten aber auch durch neue Bauprojekte die die ungewöhnliche Entwicklung von Mon samichel prägen so lässt Abt Robert de torign im 12 Jahrhundert zwei Türme an die Kirchenfassade bauen und verhilft dem Kloster zu einer einzigartigen Reichweite
in Europa zu dieser Zeit mach den zur Hochburg der westlichen Philosophie als geschickter Politiker und brillanter Gelehrter leitet er die Gemeinde 25 Jahre lang er ist bekannt durch die Chroniken die er über seine Zeit verfasst aber auch durch seine Liebe zu Büchern er stattet die Bibliothek des Klosters mit 140 Büchern Aus das ist für die damalige Zeit eine riesige Zahl und bringt der abteit den schönen Namen Stadt der Bücher ein lange Bor Paris ihr diesen Rang abläuft ebenfalls unter seiner Leitung wird das kriptorium von Mon Michel zu einem der produktivsten in ganz Europa er entwickelt
sogar einen eigenen Stil bei dem Bilder und Texte so eng Zusammenwirken dass von Illuminationen gesprochen wird wir haben das Glück 200 Manuskripte Auf haben die uns ein Bild vom Bestand der mittelalterlichen Bibliothek geben es waren im Wesentlichen religiöse Werke einen Teil der Bibliothek machten aber auch profane Werke aus etwa 15 bis 20% Bücher der großen Klassiker wie vil oder cizero auch Historiker der Antike eine Besonderheit von Mon Michel und ein bis heute ungeklärtes Rätsel ist jedoch dieses Buch hier ik von Aristoteles Aristoteles war ein Autor den die Kirche der damaligen Zeit Praktisch verboten hatte weil
er alles Existierende wissenschaftlich erklären wollte die Mönche von monint Michel lebten in einer maritimen Umgebung mit vielen Naturkatastrophen wie Sturmfluten Erdbeben Blitzeinschlägen dafür suchten sie nach Erklärungen daher besßen sie das Gesamtwerk von Plinius dem Älteren der ein wissenschaftlicher Autor war vermutlich wollten sie das Werk von Aristoteles auch hier haben um die Geheimnisse ihres alltäglichen Lebensumfeldes zu durchdringen in der aptei umfasst das Streben nach Wissen alle Bereiche es wird sogar Grundlagenwissen aus der Mathematik Geometrie und Astronomie gesammelt wiren hier unter anderem dieses manuskpt das sehr viele Zeichnungen enthält z.B was ein rechtwinkliges Dreieck [Musik] kennzeichnet hier
sehen wir eine Person Die ein Gerät zur Fixierung des Polarsterns verwendet um die Himmelsrichtung Norden zu bestimmen und es gibt Figuren die versuchen die Höhe entweder von Bäumen oder von Gebäuden anhand von winkelberechnungen abzuschätzen mathematischer Regeln die sich die Mönche natürlich zu Nutze machten um ihre Bauwerke zu errichten sie verfügten damals also über eine sehr umfassende enzyklopädische Bildung doch Abt Robert de T fügt noch ein weiteres Fachgebiet zu diesem bereits umfassenden Kanon hinzu die Geschichte dazu liefert er uns eine beeindruckende Chronik das verblüffende ist dass er uns für die Jahre 1150 bis 1186 Informationen aus
aller Welt liefert und zwar Jahr für Jahr er berichtet was sich im römischdeutschen Reich abspielt was in Rom und in Spanien passiert oder in Süditalien mit den Normannen auch über den englischen König Heinrich I i der viel unterwegs war über ihn war er gut informiert da er ein enger Freund vom ab jedes Mal wenn der König in die Region kam besuchte er den mon sa Michel umgekehrt reiste der ab regelmäßig nach England inzwischen ist der Mon saintmichel Englisch oder viel mehr anglonormanisch geworden dieser Prozess beginnt ein Jahrhundert zuvor als ein gewisser wilhelm der Eroberer Herzog
der Normandie England angreft wir Herrscher eines neuen Königreichs das England und die Normandie umfasst der junge König tauscht nun die meisten der englischen beschöfe durch Normannen aus und monint Michel dehnt seine Besitztümer jenseits des Ärmelkanals aus so z.B ins südenglische Cornwell wo Ein Kloster namens ST Michaels Mount errichtet wird das dem normanischen Vorbild nachempfunden ist mit ziemlicher Sicherheit war dies bereits ein religiöses Zentrum Ehe mon saintmichel Einflussnahmen das Kloster wurde dem nach vorher gegründet und es existierten andere Gebäude als die heutigen fest steht dass Bernard labeck damals Abt von Mon sa Michel in den 1130er
Jahren die Kirche und die prioreien Auftrag Gab die noranische Abtei und ihre englischen Besitzungen pflegen intensiven Kontakt es werden Manuskripte Taus aber auch enge politische Verbindungen seit 200 Jahren bestand eine recht enge Beziehung denn als wilhelm der Eroberer herkam handelte er sehr klug indem er seine jüngste Eroberung in die Normandie einbezog es fand ein reger Austausch statt sodass die Verbindung zur Zeit Heinrichs Z und dessen Beziehung zu Torin dem Abt von Mon samichel sehr eng war war Förderer oder PTE einer seiner Töchter was darauf schließen lässt dass sie sehr gut befreundet waren als sich die
Könige Englands und Frankreichs im Jahre 1158 treffen um ihre deferenzen beizulegen ist es übrigens Rober de torign der sie in der apteikirche von Mon Saint Michel empfängt die normanische aptei ist zu einem Zentrum der geistlichen Wirtschaftlichen und politischen Macht geworden sie ist nun eine wichtige Größe im Territorialkonflikt zwischen den Königreichen England und Frankreich 124 Frankreichs König Philip i i August nutzt Zwistigkeiten im englischen Königreich aus um die treulose nomadie zurückzuerobern er überlässt es sein bronischen Verbündeten den mon sa Michel zu stürmen es kommt zur Katastrophe die Bretonen verwüsten das Dorf und setzen Es im Brand
die Flammen greifen auf die Abtei über der Mon sa Michel wird wieder französisch jedoch mit großen Verlusten Eland stellt philiip august mittelbereit um die Schäden zu reparieren ziel ist es einem Bauwerk das die Engländer direkt vor der Nase haben wieder zu Ansehen zu verhelfen so entsteht der Gebäudeteil namens larm das Wunder ein Meisterwerk gotischeer Architektur l besteht aus einer Mauer von über 40 m Höhe die auf wundersame Weise auf dem Felshang verankert ist auf den Etagen sind in symbolischer Ordnung die Räume angeordnet die für die Mönche und ihre Besucher notwendig sind die wichtigsten Gäste werden
direkt in den gästesaal geführt dieser Raum von elegant Schlichtheit hat die meisten Könige Frankreichs Empfang von Ludwig dem heiligen bis zu Franz dem er jenseits der Mauer beginnt der Bereich für die Mönche ein lese und Schreibsaal und im Stockwerk darunter vor allem der Kreuzgang gemäß der monastischen Ordnung hatte eine direkte Verbindung zum Refektorium ein gewaltiger Raum erhält von 59 Fenstern die nach und nach sichtbar werden wenn sich jemand durch den Raum bewegt sie verströmen ein sanftes perfekt verteiltes Licht la Merve ist eine architektonische Glanzleistung die beeindruckt und Experten Rätsel aufgibt denn das riesige Bauwerk ist
in Rekordzeit entstanden es waren komplizierte Bauarbeiten die 1228 abgeschlossen wurden aus einigen Texten geht jedoch hervor dass die Bauarbeiten etwas länger bis 1236 dauerten etwa 25 Jahre lang wurde also an einem Gebäude gebaut das nur schwer zugänglich ist wie also erreichten die Baumeister ihr Ziel für den Archäologen enthüllen einige fadendetails die wahre Geschichte des Baus von L Fensteröffnungen im Refektorium sehen Sie dass eine Fensterfläche genau mit der Mitte eines strebepfeilers zusammenfällt während wir hier daneben landen hier auch hier ist sie wieder in der Mitte es gibt immer eine leichte Verschiebung wir haben es also nicht
mit etwas gleichförmigem zu tun sondern es wurde stückweise und auf bestehenden Strukturen aufgestockt im Klartext die Baumeister haben einen Großteil der Überreste des beim Brand zerstörten Gebäudes als Untergrund genutzt und hinterlassen so diese W ksttion am Rand eines steilfelsens der unaufhörlich dem Nordwind ausgesetzt [Musik] ist la mer ist empfindlich und erfordert ständig erhöhte Aufmerksamkeit heute werden dazu Modernste Mittel verwendet alle Außenbereiche wurden per Hubschrauber gescannt so kann der Zustand des Gebäudes Stein für Stein beurteilt werden es wurde auch höchste Zeit Arbeiten an l durchgeführt nun müssen wir eingreifen da wir festgestellt haben dass einige Stellen
Anlass zur Sorge geben Flechten Mose und Algen greifen den Stein an Granit so hart auch ist verwittert mit der Zeit er oxidiert und verliert seine Festigkeit wir haben Schäden die teilweise über 10 cm tief reichen was für einen Stein sehr viel ist das könnte sogar die Stabilität des Gebäudes gefährden insofern war die Studie für die Restaurierung von us gereftigt ein großes restaurierungsvorhaben das nicht nur die Fassaden sondern auch das Kernstück des Komplexes betrifft den Kreuzgang der Kreuzgang ist außergewöhnlich ein hängender Garten der Sich gleichzeitig zum Himmel öffnet während die Abtei selbst eine in sich geschlossene
Welt ist dadurch strahlt dieser Ort eine große Spiritualität aus [Musik] aber er ist natürlich auch durch seine Lage benachteiligt denn er bildet quasi ein Gefäß er öffnet sich zum Himmel ist dadurch aber auch Wolken Regen und Unwetter aller Art ausgesetzt der Untergrund ist nicht mehr Dicht und lässt den großen Umfang Wasser in den darunterliegenden Saal dringen für die Bauarbeiten auf dem Berggipfel sind aufwendige Maßnahmen von Nöten tonnenweise Erde und Steine werden per Hubschrauber abtransportiert um den Untergrund zu sanieren doch so wird der Teil der Geschichte freigelegt der unter den Bodenplatten des wandelgangs LAG wir sehen
hier den nackten Boden des Kreuzgangs der im 13 jahrhundert Angelegt wurde über diesen Boden liefen damals die Mönche das sind Schieferplatten die mit Kalkmörtel verbunden sind und sehr stark abgenutzt wurden diese historischen Bodenplatten lagen unter vielen Schichten verborgen vor unter dem Werk des Architekten Eduard corer der Ende des 19 Jahrhunderts großangelegte Restaurierungen am Kreuzgang [Musik] Vornahm hier ist das heutige Bodenniveau der Platten zu sehen die corer in den 1870er Jahren verlegt hatte wir haben festgestellt dass der Boden regelmäßig repariert und im Laufe der Zeit immer weiter erhöht wurde für die heutigen Archäologen und Restauratoren gibt
diese Entdeckung auf über den ursprünglichen Zweck der Architektur dieser Kreuzgang hatte durch die Anhebung des Bodens seine Proportionen Verloren sie entsprachen einfach nicht mehr den Abmessungen des Bauwerks wenn wir heute das Bodenniveau aus dem 13 jahrhundert betrachten das dem ursprünglichen Entwurf des Kreuzgangs entspricht er das bauk die Kapitelle sitzen jetzt oben wir haben sie nur nicht mehr direkt vor Augen sondern blicken schräg von unten darauf in dieser Höhe sitzen Kapitelle normalerweise und dann ist da diese Bank es blieb immer unverständlich weshalb die Bank nur so hoch war wie eine Stufe heute wo wir das mittelalterliche
Niveau freigelegt haben wird die Bank wieder zur Bank die Mönche wandelten also durch den Gang hatten ihr und ihrebel und konnten sich zu meditieren hinsetzen um in diesen prächtigen hängenden Garten hinauszublicken der architektonische Entwurf von L Merve stellt sich als Perfekt logisch heraus jeder Saal besitzt einen Stil der auf seine Funktion abgestimmt ist zusammen bilden sie den kompletten Grundriss einer vertikalen Abtei zumindest fast denn es bleibt eine Lücke am äußersten Ende des Kreuzgangs hier ist die Mauer durch drei klaffende Bögen durchbrochen sie sollten wohl in ein drittes Gebäude führen das aber nie errichtet wurde offenbar
sah der Ursprüngliche Plan eine Verlängerung des Baus nach Westen hin vor der Kreuzgang hätte sich dann in der Mitte des klösterlichen Rundgangs Befunden zwischen dem Refektorium dem Schlafsaal und einem Kapitelsaal der im letzten Gebäude liegen sollte weshalb aber wurde der ursprüngliche Entwurf nicht fertig ausgeführt das bleibt rätselhaft eins steht fest das Ende der Bauarbeiten gegen 1228 fällt mit einer politischen Wände auf Seiten der äte zusammen im Jahr 1266 übernimmt richardin die Leitung der Abtei er hat andere Ambitionen als ein geistlich Führer zu sein er steht dem Papst nahe und sichert sich Privilegien die mit denen
eines Bischofs vergleichbar sind ihm geht es vor allem darum seine Macht zu behaupten und zu konsolidieren auf der Ostseite der Abtei baut er den Eingang in ein Torhaus um Das er genauso befestigt wie eine Burg und er lässt Belch bauen einen Saal der ausschließlich der Rechtsprechung dient [Musik] er treibt die Befestigung seines Klosters voran und ordnet schließlich den Bau einer weiträumigeren Festungsmauer an an den felzängen entsteht ein richtiges Dorf es ist eng in die Abläufe innerhalb der Abtei eingebunden und muss von Besuchern durchquert Werden heute wissen Historiker allerdings nur noch wenig darüber wie weit erstreckt
es sich im 13 jahrhundert welche Berufe hatten seine Einwohner neue Ausgrabungen in der Hauptstraße unterhalb der Dorfkirche sollen weiteren Aufschluss bringen bei Sanierungsarbeiten machen die Archäologen seltsame Entdeckungen [Musik] aufgrund der Länge des Schlüsselbeins war das ein Erwachsener mein eigenes ist Nicht mal so lang anscheinend war er recht kräftig ich würde sagen ein alter Opa jedenfalls stelle ich es mir so vor sind nur noch die Füße erhalten das ist ein Kind rund 30 Gräber werden freigelegt kein Zweifel es handelt sich um einen Teil des alten dorffriedhofs das Gelände wurde durch spätere Straßenbauarbeiten stark verändert die meisten
der Gräber sind Unvollständig teilweise sind sie völlig durcheinander der Hauptgrund für dieses Chaos ist sehr alt er führt uns zurück zu den Befestigungsarbeiten im Dorf wir befinden uns im Bereich des festungswals der im 13 jahrhundert angelegt wurde und diesen Friedhof verwüstet hat deshalb wissen wir dass der Friedhof schon vorher da war damals lag dieser Friedhof vermutlich am Rand des Dorfs doch um die Festungsmauern zu Errichten wird die Zerstörung einiger Gräber in Kauf genommen die Verteidigung der Lebenden hat Vorrang der Friedhof wurde von etwas durchschnitten breit war das ist hier zu sehen hier ebenfalls es durchschneidet
den granitkreis und den Friedhof darüber hier haben wir den Block bei dem es sich um Naturstein handelt der aber bearbeitet wurde und sich an der Ecke Des festungswahs aus dem 13 jahrhundert befand die Struktur des Dorfs um die Kirche änderte sich vollkommen durch die Festungsmauer für franis der seit Jahren die Festungsbauten auf dem Mont saint- Michel untersucht bringt diese Entdeckung neue und wichtige Informationen über die Verteidigungsmaßnahmen jener Zeit das Interessante an dieser Ausgrabung ist dass wir erste Spuren der Festungsmauer aus dem 13 jahrhundert Freilegen konnten mit einem verwinkelten Torbau der stark auf die Verteidigung des
Eingangsbereichs ausgelegt war es sind aber noch andere Elemente erhalten vor allem ein Großteil der Nordmauer die die den 13 jahrhundert zugerechnet wird und auch dazu passt und wir haben kleine Elemente anhand derer wir die Festungsmauer von damals rekonstruieren können wir erhalten so eine quasi durchgehende Festungsmauer eine Art Kreisbogen im Osten der Abtei während das Dorf eng bebaut und so vor heftigen Winden geschützt war ab Ende des 13 jahrhunderts wird jedoch über die Grenze der vorderen Festungsmauer hinausgebaut das Dorf entwickelt sich weiter wegen der Privilegien die ihm das Kloster gewährt aber auch durch die Pilgerreisen genau
wie heute musste den Besuchern Kost und Logie gewährt werden und sie mussten Devotionalien erhalten die Bezeugen dass sie das Michaels Heiligtum besucht hatten Medaillen Stöcke aber auch Schellen Pfeifen oder Hörner mit denen der Pilger auf seiner Reise Geräusche machen konnte ein akustisches Ritual mit dem er sich bemerkbar machte und von einem normalen Reisenden [Musik] Unterschied doch die gefragtesten Objekte waren Abzeichen aus Metall Kleine Figuren die an den Hut oder ans mantelrever geheftet werden [Musik] konnten lange gab es zu diesem Thema nur sperliche Informationen da es kaum Belege gab bis die Archäologen vor einigen Jahren über
150 Steinformen zuage förderten die für die Herstellung von pilgerobjekten bestimmt waren der Fundort vor dem Eingang zu aptei ließ vermuten dass wir es hier mit der offiziellen Werkstatt der Abteil zu Tun hatten bei den meisten dieser Objekte finden wir eine außergewöhnliche Detailqualität an der vielft der Formen die wir gefunden haben ihrem re im offensichtlichen Bemühen um möglichst viele verschiedene Varianten wird ersichtlich dass versucht wurde etwas für jeden Geschmack anzubieten um die Nachfrage zu erfüllen erfinden die Handwerker Techniken zur Serienproduktion das Prinzip bestand Darin mit einem einzigen Abguss möglichst viele Stücke herzustellen mit solchen Hälften die
dazu dienten zwei Abzeichen herzustellen die exakt ineinander passen eine weitere Lösung bestand darin ein Motiv auf der einen und eins auf der anderen Seite der Form gab das waren äußerst komplexe Handwerksarbeiten es wurde offenbar sehr viel darüber nachgedacht möglichst schöne und detailreiche Stücke zu erhalten die Dennoch eine gute Qualität hatten der Erzengel steht im Zentrum der Bildgebung doch seine Darstellung verändert sich vor dem Hundertjährigen Krieg trägte eine Toga nach nach dem Krieg wird er in Rüstung dargestellt auf diese Weise wird an den Kampf erinnert der den mon Saint Michel auf den Gipfel seines Ruhms katapultiert
wegen seines unbeugsamen Widerstands gegen die Invasion der Engländer wir befinden uns zu Begin des 15 jahrhunderts der Feind steht bewaffnet vor den Festungsmauern und ist entschlossen den mon Saint Michel einzunehmen als Territorialstreit und Kampf um die französische Thronfolge beschäftigt der Hundertjährige Krieg das französische und englische Königreich von 1337 bis 1453 als maritimer Vorposten steht der Mon Saint Michel im Zentrum der Kriegswirren und erweist sich als stabilste aller Festungen den westenschutz bietet die Natur durch den natürlichen Gezeitenwechsel zweimal täglich überspült das Meer den Felsen und gibt ihn wieder frei das lässt den Feinden weder die Zeit
für einen Angriff per Schiff noch für eine Belagerung durch Fußtruppen doch die Verteidiger bauen den Felsen auch zur Festung um als die Bedrohung um den mon Michel Um 1368 wuchs erhielt der ab des Klosters v französischen König die Genehmigung einen rudimentären festungswal zu errichten dazu ließ er die Häuser zum Kiesstrand hin abreißen und baute eine erste Mauer mit zwei Toren im Süden und einem dritten Tor im Osten gegenüber der Dorfkirche doch die militärische Bedeutung nimmt weiter zu 1415 landen die englischen Truppen unter Heinrich V in der Normandie und Übernehmen die Herrschaft über den gesamten Norden
Frankreich zumindest fast inmitten des eroberten Territoriums leistet der Mon Michel Widerstand und bleibt Frankreich treu 20 Jahre lang versuchen die Engländer dieses Symbol des Widerstands zu Fall zu bringen sie bauen sogar ein vor einige hundert Meter davor auf der Insel tomblin doch vergeblich allerdings hatte der Mon sa Michel seine Verteidigungsbauten weiter verbessert Anfang des 15 jahrhunderts ließ abtrer joliv die Festungsmauern verstärken und Türme bauen deshalb sehen wir hier eine Reihe von Anbauten mit einem Rundweg und einem Geländer das die Garnisonen schützte wenn sie ihre Runde drehten verändert wird auch die Anordnung der Eingänge um die
Möglichkeiten des Eindringens zu begrenzen von diesen Umbauten finden sich Spuren in einem Keller der Häuser Die an die festungsmau angrenzen wir haben hier die Überreste des monumentalen Tors aus dem 14 Jahrhundert hinter uns ist eine halbrunde Wand dieser Turm verschloss das Tor ab 1425 um die Engländer daran zu hindern ins Innere einzudringen und sie zu zwingen unter dem Feuer der Garnison am Fuß der Festungsmauer entlang zuaufen dennoch gelingt es den Engländern im Juni 1434 mit Kanonenschüssen die Festungsmauer zu durchschlagen sie dringen ins Dorf ein brutal werden sie von der Verteidigungsarmee zurückgeschlagen von den Soldaten der
königlichen Garnison sowie von 119 normanischen Reitern die freiwillig gekommen sind um das vorzuhalten der Felsen ist unbezwingbar seine Silhouette die mehr als 40 km weit sichtbar ist steht für Hoffnung und Treue zur Krone und schon bald für den Sieg die Folge nach dem Krieg ist der Ansturm der Pilger größer als je zuvor auch die Spendenbereitschaft wächst Ludwig x Frankreichs neuer König pilgert fünfm hierher und erweist sich der Abtei gegenüber als sehr großzügig diese wiederum braucht Geld für neue Bauarbeiten der Chor der romanischen Kirche ist im Hundertjährigen Krieg eingestürzt damals Gab es weder die Mittel noch
waren Männer verfügbar um ihn wieder aufzubauen doch 1446 beginnt Abt guillum destudvil mit den Bauarbeiten diese werden mehrfach unterbrochen und von vier aufeinander folgenden äten wieder aufgenommen letztlich dauern sie 75 Jahre dennoch ist das Ergebnis ausgesprochen harmonisch ein schwindelerregender Lichthof ohne kapitellele und Skulpturen die die Optik der vom Boden bis zur Decke aufstrebenden Kolonaden stören könnte nur das strahlende Tageslicht das durch großzügige Fensterflächen hereinströmt den [Musik] Stein um ihm noch mehr Weite zu verleihen ist der Chor von einem durchgehenden Kranz von kleinen Kapellen umgeben die sich hinter der Säulenreihe Öffnen dieser Bau verblüfft die Experten
er ist von einer klassischen Nüchternheit die ungewöhnlich ist für Die damalige Zeit es ist eine prachtvolle Chorapsis die nach den Grundsätzen der Spätgotik gebaut wurde die aber in ihrer Struktur ihrer architektonischen geradlenigkeit sowie durch das Fehlen dekorativer Elemente eher die Traditionen der hochgotiik des 13 und 14 jahrhunderts fortführt das hat viele Kunsthistoriker auf die falsche ferte geführt die sich gefragt haben aus welchen Gründen der Architekt sich von einem Baustil Inspirieren ließ der 100 bis 150 Jahre vor seiner Zeit lag g ist der Ansicht dass nur verständlich wird was beim Wiederaufbau des CHS geschah wenn jemand
sich zunächst mit den Säulen beschäftigt die ihn heute tragen vor allem mit dieser hier 1964 wurde im Chor das Bodenpflaster erneuert zur großen Überraschung der Archäologen wurde dabei festgestellt dass unter der gotischen Säule noch eine romanische Halbsäule Befand die mit dieser ebenfalls romanischen Mauer verbunden [Musik] war der Wiederaufbau auf bestehenden Strukturen ist nicht ungewöhnlich für mon Saint Michel doch dieser beschäftigt den Historiker was genau wurde alles wiederverwendet um das herauszufinden müssen wir uns eine Etage tiefer begeben und nach Hinweisen in einer der geheimnisvollsten Krypten der Abteil Suchen sie wird von einer Fülle von riesigen Säulen
bevölkert von enormen zylindrischen Pfeilern von über 5 m Umfang die dazu dienten den Chor zu stützen aber Bergen ihre ungewöhnlichen Abmessungen nicht ein Geheimnis um diese Frage zu beantworten hat eV Gale Christian kamerang mit seinen geprospektionsgeräten zu sich gebeten es geht uns darum ein Bild vom Kern der Säule zu erstellen um herauszufinden ob Es sich wirklich nur um eine Säule aus dem 15 Jahrhundert handelt oder ob darin die Säule aus romanischer Zeit erhalten geblieben ist wie wir glauben von einer Mauer ummantelt die sie stabilisiert und so die gesamte kabsis stützt wir haben immerhin Tiefe eine
Reflektionsfläche die auf dem Bild absolut regelmäßig und geradlinig aussieht das könnte der Untergrund dieses Steines sein also die Basis dieser Verkleidung Aus dem 15 Jahrhundert und im Inneren befände sich die Säule aus romanischer Zeit innerhalb der Ummantelung interessant wäre jetzt zu wissen ob sich diese Struktur mit einer Art gotischer Rinde und einem älteren Kern auch bei den anderen Säulen wiederfindet genau alle Säulen so zeigt sich folgen diesem Prinzip mit anderen Worten in ihrem Inneren tragen alle ihren romanischen Vorläufer wie bereits von eV Gale vermutet natürlich wollten sich die Menschen damals so einen kompletten Wiederaufbau ersparen
jedoch mit bedeutenden Folgen für die Baumeister wir können jetzt nachvollziehen welchen Beschränkungen der Baumeister beim Wiederau dersis im 15 Jahrhundert unterlag er musste eine kabsis entwerfen und bauen die sich exakt den Strukturen der romanischen krypter Anpasste diese Problematik schien der Architekt damals gelöst zu haben indem er sich von einem anderen Chor inspirieren ließ hat erstaunliche Ähnlichkeiten zwischen monichel und Kathedrale von evre entdeckt große Arkaden ein triforium dessen Außenwand durchbrochen ist und darüber hohe Fenster auch die Proportionen sind dieselben die gleiche Breite und die gleiche Höhe also etwa 20 Bis 25 m hoch vor allem aber
entspricht die Anordnung der Säulen in der koabsis genau dem Modell das wir auch in monint Michel vorfen die beiden Grundrisse sind deckungsgleich was in der mittelalterlichen Architektur extrem selten ist jetzt wird uns endlich klar wieso eine kabsis aus dem 13 jahrhundert also ein relativ altes Bauwerk als Modell für den Bau einer kabsis Mitte des 15 Jahrhunderts diente 200 Jahre später indem er sich zum Vergleich ein 200 Jahre altes Gebäude aussucht löst der Architekt zwar sein bautechnisches Problem doch er verstärkt bereits komplizierte Verschachtelung zweier Bauepochen zusätzlich das Ergebnis ist allerdings bewundernswert es verbindet Stabilität mit Eleganz
und verleiht diesem steinernen Schiff eine Anmutung sowohl von Sicherheit als auch von [Musik] Harmonie dieses Gefühl wird auch nicht enttäuscht wenn sich der Blick nach außen richtet dort wo sich die Steinmassen gegenseitig stützen und die gewaltigen Kräfte umleiten um in der Balance zu sein sorgen sie zugleich für Leichtigkeit und Transparenz so tragen sie letztlich auch zur vertikalen Betonung des gesamten Bauwerks bei mon Saint Michel hat nun seine endgültige Form Erreicht von der kolingischen Kapelle notredam Suter bis zum Abschluss der Arbeiten am gotischen Chor im Jahr 1522 umfast der 700 Jahre religiöse Architektur [Musik] die großen
Bauarbeiten sind abgeschlossen doch damit ist die Geschichte des Felsens noch nicht zu Ende erneut wird er von den Wirren der Geschichte erschüttert als Victor Ugo die Insel 1836 besucht Schreibt er ein recht eigenartiger Ort ist der Mont Saint-Michel überall um uns endloser Raum der blaue Horizont des Meeres der grüne Horizont der Erde Wolken Luft Freiheit und da plötzlich in einem alten mauerspalt über unseren Köpfen durch ein vergittertes Fenster das bleiche Gesicht eines Gefangenen mon Saint Michel ist zu einem der am meisten gefürchteten Gefängnisse Frankreichs Geworden seine Geschichte als Gefängnis beginnt eigentlich im Mittelalter der ab
des Klosters war ein Feudalherr und durfte somit Recht sprechen also gab es verließe in der Abteilung [Musik] aus dieser Zeit sind heute noch zwei verließe übrig die sich auf der untersten Ebene eines Gebäudes aus dem 12 Jahrhundert befinden sie zeigen die Haftbedingungen im Mittelalter ursprünglich gab es diesen Eingangsflur Noch nicht die Gefangenen wurden durch eine Luke abgelassen das erleichterte die Bewachung sehr es gab hier eine zugegebenermaßen sehr kleine latrinenecke und eine Öffnung nach draußen aber die Wände waren so dick dass kaum Tageslicht zu sehen war im 17 Jahrhundert beschließt Ludwig x den mon Michel zu
nutzen um hier politische hftlinge gefangen zu halten Dadurch erhält er den Beinamen bastie im Meer 30 Zellen werden in den Unterkünften der aptei eingerichtet die Mönche übernehmen die Bewachung der Gefangenen doch vor allem während der französischen Revolution festigt der Mon Saint Michel seinen neuen Ruf 1789 schafft die verfassungsgebende Versammlung die mönchsgelübte und die Orden ab die Mönche verlassen den mon Saint Michel der zu Staatseigentum Die Festung bringt nichts mehr ein und verfällt deshalb wird beschlossen sie komplett umzubauen von hier zu flüchten ist ebenso schwierig wie im Hundertjährigen Krieg hier einzudringen 1793 wurde die gesamte Abteil
zum Gefängnis umgebaut die ersten Häftlinge waren widerspenstige Priester die sich der zivilverfassung des wiersetzten dann waren es politische Gefangene vor allem Häftlinge die gegen Das Gewohnheitsrecht verstoßen hatten von 1793 bis zur Schließung des Gefängnisses 1863 waren 14000 Häftlinge untergebracht es gab hier so viele Insassen dass überall Werkstätten und schlafsele eingerichtet werden mussten sogar in der Kirche alle verfügbaren Flächen werden genutzt sogar die Höhe des Kirchenschiffs in dem drei Stockwerke eingezogen werden hier wird gegessen geschlafen und Die Gefangenen Stellen Strohhüte her die Haftbedingungen sind fürchterlich mon sa Michel erlangt den Ruf eines höllenkerkers Victor Hugo ist
entsetzt Gespenster in Lumpen schleppen sich durch das bleiche Zwielicht unter den alten Bogengängen der Mönche das römische Kirchenschiff wurde zum trostlosen Schlafsaal umgebaut allen teilten die doppelte Verwahrlosung der Menschen und des Bauwerks es war natürlich schrecklich dass so schöne und so empfindliche Gebäude als Gefängnis genutzt wurden hin rettete es das Bauwerk es war besser es als Gefängnis zu nutzen als als Steinbruch ein geologisches Phänomen setzt der Nutzung als Gefängnis schließlich ein Ende einer der drei Flüsse die in die Bucht münden wird durch zu enge Sedimentschichten in ein anderes Bett umgelenkt dadurch schneidet er den Weg
für die Karren ab die zum mon Michel fahren die Versorgung mit Proviant wird nun sehr kompliziert 63 lässt Napoleon das Gefängnis schließen beschädigt und überall notdürftig geflickt aber auch überschattet von einer düsteren Vergangenheit hätte das Bauwerk in Vergessenheit geraten können doch dann kommt der Begriff des Denkmalschutzes auf sofort wird mon Saint Michel als historisches Bauwerk eingestuft Beträchtliche Summen werden aufgewendet um die Überreste der Haftanstalt zu beseitigen und die zerstörten Teile zu retten es gab viel zu tun die aptei musste stabilisiert werden an einigen Stellen hatten sich die Mauern verschoben und es gab sehr empfindliche Bereiche
wie den Kreuzgang er war von der Gefängnisverwaltung umgebaut worden auf einem Teil der Galerien wurden Zellen gebaut auch das Refektorium war seit dem 17 Jahrhundert in einem traurigen Zustand weil die Mönche hier zwei Decken eingezogenten arbeiten mit der größten symbolischen Wirkung waren die am Zentralturm der Kirche der mit einer Turmspitze versehen wurde vor allem aber wurde darauf eine Statue des Erzengels Michael installiert die vom Bildhauer frem geschaffen wordenich [Musik] hier ging es um mehr als eine bloße Sanniierung nämlich um eine Inszenierung des Bauwerks eine letzte und spektakuläre Metamorphose die durch die goldene Statue des Erzengels
gekrönt wird nach einer Restaurierung ist sie nun wieder auf die Kirchturmspitze zurückgekehrt ein voller Erfolg dank dieses Ausbaus bildet der Mon Michel heute ein perfektes Dreieck vor dem Horizont der Bucht eine mit Wiedererkennungswert die ihn von allen anderen Inseln der Welt Unterscheidet nachdem er als Abtei Pilgerort Festung und Gefängnis gedient hat setzt der Mon samichel nun seine Reise durch die Jahrhunderte als architektonisches Wunder fort ein steinernes Juwel das auf Menschen aus aller Welt große Anziehungskraft ausübt seine einzigartige Ausstrahlung lässt fast vergessen dass er in Wahrheit das Ergebnis einer chaotischen Abfolge historischer Ereignisse ist und dass
er in sich die Spuren einer langen Geschichte trägt die ihn geprägt hat [Musik] [Musik]