in diesem Video erklären wir euch kurz und knapp das politische System der DDR ohne große Vorrede los geht's die DDR versteht sich als sozialistischer Staat das bedeutet dass die Macht in den Händen der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands der SED liegt Entscheidungen sind also zentralisiert eine Stelle entscheidet und das führt dazu dass die staatlichen Gewalten also die gesetzgebende Gewalt oder Legislative die Regierungsgewalt oder Exekutive und die richterliche Gewalt die jud tive nicht wie z.B in der Bundesrepublik Deutschland getrennt sind statt einer Gewalten Teilung gibt es eine Gewalten Einheit alle Gewalten sind den von der SED vorgegebenen Zielen
verpflichtet die Partei und die Staatsverwaltung sind nach dem Prinzip des sogenannten demokratischen Zentralismus aufgebaut was bedeutet das was in der Gesellschaft und im Staat passiert wird alles zentral gelenkt und die zentrale regiert im Sinne des Volkswillens so die Theorie da merkt ihr schon dass diese Idee vielleicht gut klingt wenn man an der Uni in einem Seminar sitzt oder wenn man eben seine Weltanschauung aufs Papier bringt aber in der Realität funktioniert das nicht wirklich in der Verwaltung des Staates steht oben die Regierung mit Ministerien und der plankommission denn im Sozialismus der DDR legt die Regierung einen
Plan fest der weil er den Zeitraum von 5 Jahren abdeckt fünf Jahresplan heißt in diesem Plan wird festgelegt mit welchen Mitteln und in welcher Menge produziert wird was wie viel kostet und wer wie viel davon abbekommt tatsächlich sind diese grämien aber nur ausführende Organe der SED angewiesen und kontrolliert von den entsprechenden Abteilungen der Partei gegliedert ist die DDR in 14 Bezirke dazu kommt Ostberlin das in der DDR ebenfalls die Funktion eines Bezirks ausübt die Bundesländer die es heute wieder gibt sind zur Zeit der DDR abgeschafft nach den Bezirken kommen die Kreise und dann die einzelnen
Gemeinden die jeweils übergeordnete Einheit weiß die untergeordnete Einheit an so funktioniert die DDR Verwaltung auf der Politis Seite in der Legislative steht oben der Staatspräsident bzw ab 1960 der Staatsrat in diesem Staatsrat sitzen ein Vorsitzender formal ein wichtiger Posten aber in Wirklichkeit hat der Chef der SED das Sagen Walter Ulbricht und Erich honneker machen es sich dann auch leicht und besetzen einfach beide Posten neben dem Vorsitzenden gibt es ca 20 bis 30 Mitglieder diese Zahl ändert sich im Laufe der Zeit das Gremium ist kollektives Staatsoberhaupt der DDR es gibt also ab 1960 keinen präsid mehr
der als Staatsoberhaupt fungiert sondern den Staatsrat der das als Ganzes tut zunächst hat der Staatsrat auch formal eineig gemacht er kann beispielsweise Erlasse herausgeben die wie Gesetze wirken er ratifiziert Verträge mit anderen Staaten er schreibt die Wahlen zu den Parlamenten aus er Verleih Orden spätestens ab 1974 aber ist der Staatsrat dann nur noch ein repräsentatives grenium gewählt wird der Staatsrat vom Parlament der sogenannten Volkskammer dieses Parlament ist formal das höchste Staatsorgan in dem Parlament sitzen fünf Parteien neben der SED sind das die vier sogenannten Blockparteien das sind Parteien die verschiedene gesellschaftliche und politische Bandbreiten abdecken
konkret sind das die ostcdu die liberaldemokratische Partei LDPD die demokratische Bauernpartei DBD und die Nationaldemokratische Partei NDPD diese vier Parteien sind nicht wirklich eigenständig denn sie sind zusammen mit der SED in einer Liste verbunden die übrigen sitze im Parlament verteilen sich auf Vertreter der Massenorganisationen dazu gehören die Gewerkschaft die Jugendorganisation FDJ und der Frauenbund diese drei Gruppen zusammen die SED die Blockparteien und die Massenorganisationen treten mit der Einheitsliste der Nationalen Front zur Wahl an komische Wahl wenn die Abgeordneten vorher schon feststehen wie gesagt in der DDR entscheidet die Partei die SED was passiert und auch
die SED ist natürlich nach dem demokratischen Zentralismus organisiert an der Spitze steht das Politbüro das politische Büro es besteht aus anfangs 10 später über 20 Mitgliedern und sogenannten Kandidaten die aber kein Stimmrecht haben übrigens fast ausschließlich eine männerriegel nur eine Handvoll Frauen schafft es in 40 Jahren DDR Kandidatin des Politbüros zu werden zum Vollmitglied befördert wird keine einzige eine Kandidatin ist Margarete Müller die von 1963 bis zum Ende der DDR also mehr als 25 Jahre in der Warteposition festhängt die Mitglieder des büros sind vor allem Chefs von den SED Abteilungen die den Ministerien übergeordnet sind
oder Vorsitzende von Massenorganisationen Chef des politbüos ist der Generalsekretär dieser Generalsekretär ist der mächtigste Mann in der DDR er und eben auch das Politbüro sagen der Regierung der Verwaltung letztlich dem Parlament und den Gerichten was sie zu tun haben der Generalsekretär ist auch Chef des Sekretariats des Zentralkomitees das ist die Verwaltung der Partei jetzt habe ich gerade der den Begriff Zentralkomitee verwendet das Zentralkomitee oder auch ZK ist das höchste Gremium der SED zwischen den Parteitagen ihm gehören am Ende der DDR etwa 200 Mitglieder und Kandidaten an die vom Parteitag gewählt werden vorgeschlagen werden diese Mitglieder
wiederum vom Sekretariat der Partei und dem Politbüro die oberen grämien schlagen den unteren gremmien ihre eigenen Mitglieder zur Wahl vor der Vorstand legt Kandidaten für den neuen Vorstand vor und geht dann zur Mitgliederversammlung und sagt hier bitteschön die wählt ihr jetzt fragt ihr euch vielleicht warum denn diese Wahlversammlungen sich das gefallen lassen und so wählen na ja das liegt am fraktionsverbot das Lenin erlassen hat er hat bestimmt dass es in kommunistischen Parteien vor allem in der Kommunistischen Partei der Sowjetunion nur eine politische Meinung geben darf das gleiche gilt für die DDR die höchste Ebene also
das Politbüro gibt die Richtung vor und wer davon abweicht ist ein Verräter und wird mit Strafen verfolgt deshalb wählt der Parteitag so wie es ihm gesagt wird und deshalb stimmt das Parlament die Volkskammer so ab wie von oben angeordnet für die DDR gilt was für alle Diktaturen gilt sie erhält ihre Macht mit brutaler Gewalt das ist das entscheidende die Sozialistische Einheitspartei bzw das Politbüro des Zentralkomitees der Partei das aus scheinbar demokratischen parteiinternen Wahlen hervorgeht und in Wirklichkeit eine Gruppe von Diktatoren rund um den Generalsekretär ist bestimmt was die Regierung macht was das Parlament macht was
die Armee macht was die Staatssicherheit macht sogar was die Gerichte machen die DDR ist kein Rechtsstaat denn in einem Rechtsstaat können die Bürger vor Gericht gehen wenn die Regierung ihnen etwas anordnet oder auch wenn das Parlament ein Gesetz erlässt und man meint dass seine Rechte deshalb verletzt werden diese Möglichkeit gegen den Staat zu klagen die gibt es in der DDR nicht die Justiz ist auch nicht unabhängig von der Politik wer überhaupt werden darf das bestimmt ihr werdet euch gedacht haben die Partei und allgemein gilt die Gerichte haben in der DDR nicht die Aufgabe dafür zu
sorgen dass Recht und Gesetz gelten sie sind eher dazu da die Bürger im Sinne des Sozialismus zu erziehen und anzuleiten wer es in der DDR zu etwas bringen will der muss Mitglied in der Partei sein die SED hat in ihrer höchstphase 2,3 Millionen Mitglieder in den anderen Blockparteien sind es noch mal ungefähr 500.000 und dann kommen die Massenorganisationen dazu die Jugendorganisation FDJ die freie deutsche Jugend beispielsweise erreicht neun von 10 Jugendlichen Staat und Gesellschaft in der DDR sind so aufgebaut dass die Massen also die Bürgerinnen und Bürger Kollektiv gelenkt und kontrolliert werden können dieser Staatsaufbau
würde aber sofort in sich zusammenbrechen wenn die Menschen frei nach ihrem Willen entscheiden könnten das zeigt sich dann ja auch 1989 um den Staat zu stabilisieren braucht das Regime Machtinstrumente wie die Polizei und vor allem die stad Sicherheit ja das war zugegebenermaßen alles etwas technisch aber es ist eben wichtig zu verstehen wie solche Systeme wie die DDR funktionieren die DDR nennt sich demokratisch ist aber in Wirklichkeit das komplette Gegenteil davon das zeigt sich am 17 Juni 1953 als mehr als eine Million Menschen für mehr Freiheiten auf die Straße gehen das Video zu diesem Tag verlinken
wir euch hier schaut da gerne mal rein und hier noch die erste Folge der aktuellen Reihe Kinder der Einheit auch das sehr interessant danke euch für zchauen und bis zum nächsten Mal