. Untertitelung: BR 2018 * Titelsong: Checker Tobi * ♪ Achtung! Hier kommt Checker Tobi.
♪ Das ist Tobi, Checker Tobi. Der ist cool, hey, ziemlich groovy. ♪ Der, der immer fragt.
Der die Action mag. ♪ Der, der alles wagt. Der, der niemals klagt.
♪ Das ist Tobi, Checker Tobi. Der ist cool, hey, ziemlich groovy. ♪ Der, der ständig rennt.
Der, der niemals pennt. ♪ Der auch manchmal flennt. Der tausend Leute kennt.
♪ Das ist Tobi, Checker Tobi. Checker Tobi! Hi, Leute.
Ich steh in einer Synagoge, das ist das jüdische Gotteshaus. Hallo. Das sind Alon und Julien.
Sagt mal Hallo. Hallo. - Schalom.
Die beiden holen gerade die Thora aus dem Schrank. Was das genau ist, das seht ihr in der Sendung. Weil heute geht's ums Judentum.
Stimmt's? - Genau. Jawoll.
Auf der Welt gibt es ungefähr 14 Millionen Juden. Die meisten leben in Amerika und Israel. Israel ist das Gelobte Land der Juden.
Dort, in Jerusalem, steht die Klagemauer. Für die Juden ist das ein heiliger Ort. Juden können so aussehen, oder so, oder auch so.
Sie alle glauben, dass Gott die Welt erschaffen hat. Das glauben auch die Christen und die Muslime. Aus Respekt sprechen die Juden den Namen von Gott niemals aus.
Sie sagen meist "Der Herr" oder "Der Allmächtige". In Deutschland leben mehr als 100. 000 Juden und fünf davon begleite ich ein paar Tage.
Familie Meyer aus Frankfurt. Die Meyers zeigen mir, wie sie leben. Ich darf mit in die Synagoge, wo wir aus der Thora lesen.
Das ist die Heilige Schrift der Juden. Und wir feiern zusammen Schabbat, ein Feiertag so ähnlich wie unser Sonntag. Und natürlich haben wir eine Menge Spaß zusammen.
Also, seid ihr bereit? Hier kommt: Und jetzt die Checker-Fragen: Das check ich für euch. Los geht's in Frankfurt.
Hier lebt die jüdische Familie Meyer. Die, die mir gleich die Tür aufmacht, ist die älteste Tochter Laura. Hallo, Tobi.
- Hallo, Laura. Sie ist vierzehn und das ist ihr kleiner Bruder Marlon, der ist neun. Und die Mittlere.
Rosa, sie ist zwölf. Dann gibt's noch den Papa Alon und die Mama Melanie. Ach, und nicht zu vergessen: Bella.
Ich verbringe ein paar Tage mit den Meyers und finde raus, wie sie als Juden leben. Und eine Sache ist mir gleich aufgefallen: Sie reden manchmal in einer anderen Sprache: Hebräisch. Le Chaim.
- Le Chaim. Das heißt Prost? - Auf das Leben.
Hebräisch ist die Sprache der jüdischen Vorfahren. In Israel spricht man heute ein modernes Hebräisch. Von dort kommt auch die Oma von Marlon, Rosa und Laura.
Wie würde man sagen: Mein Name ist Tobi? * Sie spricht hebräisch. * - Ich heiße Tobi.
* Marlon spricht hebräisch * Was heißt denn das, was du gesagt hast? Ich geb dir eine Ohrfeige auf den Po. Bitte nicht.
Wie würde ich Hallo sagen? - Schalom. Schalom ist hebräisch für Hallo?
Es bedeutet Hallo und Tschüss und Frieden. Ihr fünf seid alle Juden, richtig? Woran glaubt ihr denn als jüdische Familie oder als Juden?
An Gott. - Wir glauben nur an einen Gott. So wie im Christentum oder im Islam, die glauben auch an einen Gott.
Wir haben alle den gleichen Gott, an den wir glauben. Die Juden glauben an Gott. Sie dürfen sich aber kein Bild von diesem Gott machen.
Deshalb weiß man nicht, wie er aussieht. In ihrer Vorstellung ist Gott allmächtig. Er hat die ganze Welt erschaffen, in sechs Tagen.
Am siebten Tag hat er sich davon ausgeruht. Der Erste, der an diesen Gott geglaubt hat, war Abraham. Er hat vor rund 4000 Jahren gelebt.
Die Juden heute glauben, dass sie die Urururururururururenkel von Abraham sind. Abraham soll mit Gott einen Bund geschlossen haben. So eine Art Schwur.
Er sollte sich an die Gesetze halten, die Gott ihm gibt, und ihn verehren. Dafür hat Gott versprochen, dass er sich immer um Abraham, seine Familie und seine Nachfahren kümmert. Die Juden sehen sich deshalb als von Gott auserwähltes Volk.
Nach unserem Frühstück gehen Laura, Rosa und Marlon in die Schule. Die jüdische Schule in Frankfurt. Juden und Nichtjuden haben zusammen Mathe, Deutsch und Bio, aber auch Hebräisch.
Am Nachmittag spielen wir Tennis, da bin ich super drin. Na ja, vielleicht doch nicht. Danach zeigt mir Papa Alon die Synagoge.
Synagoge bedeutet "Haus der Versammlung" und ist für die Juden so was ähnliches wie für die Christen die Kirche oder die Moschee für die Muslime. Hier müssen wir anhalten, weil wir eine Kippa anziehen müssen. Eine was?
- Eine Kippa, eine Kopfbedeckung. Bitte sehr. - Danke sehr.
Streng Religiöse tragen das den ganzen Tag. Nicht so Religiöse spätestens bevor sie in einer Synagoge gehen, dort ist es Pflicht, sie zu tragen. - Warum trägt man das?
Wir stellen uns nicht mit dem Allmächtigen auf eine Ebene. Das bringt zum Ausdruck, dass zwischen uns etwas dazwischen liegt. Das machen alle?
In der Synagoge musst du eine Kopfbedeckung anhaben als Mann. Und Frauen? Frauen müssen keine Kopfbedeckung haben, Männer müssen.
Okay, wenn wir reingehen, braucht mein Team auch noch eine Kippa? Genauso, wir sind gut vorbereitet. - Hast du noch welche dabei?
Bitte setzt eure Kippa auf, Tim und Hans. Judith du brauchst keine. - Du bist davon befreit.
Sollen wir rein? - Jawoll. Die Westend-Synagoge ist schon mehr als hundert Jahre alt.
Guckt mal, wie schön die aussieht. Hier treffen sich die Gläubigen zum Gottesdienst. Manchmal hält auch der Rabbiner eine Rede.
Wer das ist, und was der sonst noch macht, check ich jetzt. Hallo. Tobi.
- Julien. Freut mich. - Freut mich auch.
Du bist hier der Rabbiner? - Richtig. Was machst du, was sind deine Aufgaben?
Man sorgt für das religiöse Leben in einer Gemeinde: Dass der Gottesdienst funktioniert, dass wir genug Gebetsbücher haben. Für alles, was ich tue, habe ich die Frage, wie macht man das jüdisch? Wenn jemand kommt, könnte er mit jeder Frage zu mir kommen.
Mit Familienproblemen und anderen Dingen. Deshalb versuch ich Rat zu geben für Entscheidungen. Ich versuche zu helfen.
Wie funktioniert ein Gottesdienst? Wir haben Gebete, die sind festgelegt und immer auf Hebräisch. Wir lesen jeden Samstag aus der Thora immer einen Abschnitt, sodass man einmal im Jahr ganz rum ist.
Können wir uns die Thora angucken? - Ja, können wir. Die Thora ist die Heilige Schrift der Juden.
Der Text steht auf Schriftrollen, die hinter diesem Vorhang aufbewahrt werden. Denn die Thora ist das Heiligste, was es in der Synagoge gibt. Deswegen küssen sie sie auch.
Die Thora ist so heilig, weil darin das Wichtigste über den jüdischen Glauben steht. Die Thora ist mehr als nur ein Buch. Wir tanzen mit ihr, wir küssen sie.
Wir haben eine Art Liebesverhältnis, weil sie das Geschenk von Gott ist. Die Heilige Schrift. - Ganz genau.
Wow, darf ich mal gucken? - Natürlich. Die Thora ist auf Hebräisch.
Das sind uralte Schriftzeichen. Hebräisch liest man von rechts nach links, also andersrum als bei uns. Die Schriftrolle wurde mit einer Feder geschrieben.
Die kleine Zeiger-Hand benutzt Julien, damit die Buchstaben nicht zerkratzen. In der Thora stehen viele alte Geschichten, die sich die Juden immer wieder erzählen und an die sie glauben. Zum Beispiel die von Moses.
Für die Juden ist er ein Held. Seine Geschichte geht so: Eine Zeit lang mussten die Juden in Ägypten als Sklaven leben. Aber Moses hat es mit der Hilfe von Gott geschafft, die Juden aus der Sklaverei zu befreien.
Mit Moses als Anführer haben sich die Juden auf den langen beschwerlichen Weg nach Hause gemacht, ins Land Kanaan. 40 Jahre lang mussten sie durch die Wüste wandern, am Berg Sinai vorbei. Moses ist auf den Gipfel gestiegen und da ist ihm Gott erschienen.
Gott gab ihm zwei Tafeln, auf denen Regeln standen, an die sich alle Juden halten sollen: Die zehn Gebote. An diese Regeln halten sich die Juden heute noch. Es sind ziemlich gute Regeln, zum Beispiel: Du sollst nicht stehlen.
Du sollst nicht lügen. Du sollst deine Eltern ehren. Du sollst nicht morden.
Das sind die gleichen Regeln, an die sich auch Christen halten, und die Muslime auch. Die drei Religionen sind eng miteinander verwandt. Wenn ein gläubiger Jude diese Regeln und Gesetze kennt und auch einhält, wozu soll das in eurem Glauben führen?
Wir haben ein Ziel, dass am Ende der Zeit der Messias kommt, der Erlöser. Dann gibt es eine Welt, wo es keinen Krieg und nichts Böses gibt. Bis dahin gilt es, ein gutes Leben zu leben, aber nicht nur Juden unter sich, sondern in der ganzen Welt.
Kannst du daraus was vorlesen? - Gerne. * Er liest und singt auf Hebräisch.
* Wieso hast du dabei so einen Klang in der Stimme? Wer religiöse heilige Texte liest, hat immer einen bestimmten Gesang. Geschichten hören wir alle gerne.
Wenn sie von Gott kommen, sind sie besonders. Da darf man auch singen. Der Rabbiner ist der Chef in der Synagoge und kümmert sich um den Gottesdienst.
Außerdem ist er ein Lebensberater für seine Gemeinde. Jetzt eine Frage an euch: Checkt, ob ihr die Antwort entdeckt. Die Lösung gibt's zum Schluss.
Das war ein spannender Tag, aber jetzt ist Schlafenszeit. Wie sagt man auf Hebräisch: Gute Nacht? Lai-la tov.
- Also dann, lai-la tov. Noch nicht, wir singen noch. * Sie singen auf Hebräisch.
* Das Lied ist das wichtigste Gebet im Judentum. Marlon und Rosa singen jeden Abend, dass sie an Gott glauben und ihn lieben. Bye bye, schlaft gut.
- Schlaft gut. Lai-la tov. Gute Nacht.
* Pups. * Hat einer von euch gepupst? - Ja, ich.
Marlon, das zieht alles durch die Matratze zu mir runter. Weißt du, wie es hier riecht? Hör mal bitte auf zu furzen, okay?
- Ja, okay. Jetzt aber, gute Nacht. Lai-la tov.
- Gute Nacht. Nach dem Aufstehen bin ich mit Melanie fürs Abendessen einkaufen gegangen Heute Abend beginnt nämlich der Schabbat. Der ist einmal pro Woche, von Freitagabend bis Samstagabend.
Was am Schabbat genau passiert, seht ihr gleich noch. Erst mal machen Melanie und ich ein traditionelles Schabbat-Gebäck: Zwei Hefezöpfe, die Challot. Was machen wir außer den Hefezöpfen sonst noch?
Wir bereiten Vorspeisen vor. Es gibt Hühnersuppe und mediterranes Hähnchen. An Schabbat wird kein Schweinefleisch gegessen, das ist nicht koscher.
Koscher hab ich schon mal gehört und das ist auch eine Checker-Frage: Es gibt Speisegesetze. Du darfst Milch und Fleisch nicht zusammen essen. Käse mit Fleisch geht auch nicht zusammen?
Das geht auch nicht zusammen. Das ist ganz strikt, daran muss sich jeder Jude halten. Nicht koscher sind auch Schweine.
Deshalb ist Salami-Pizza doppelt verboten. Salami ist aus Schwein und es ist Käse drauf, der wird aus Milch gemacht. Auch nicht koscher: Scampi und alle Meeresfrüchte.
Vielleicht gehen Gummibärchen? Nein? Schade.
In Gummibärchen ist Gelatine und die besteht meistens aus Schweineknochen. Es gibt im Judentum Regeln, an die hält man sich. Und wenn man alle Regeln einhält, dann nennt man das koscher.
Koscher ist alles, was nach jüdischen Regeln erlaubt ist, nicht nur beim Essen. Die Regeln stehen in der Thora. Wer sie befolgt, ehrt damit Gott.
Manche Juden halten sich sehr genau an die Regeln, manche weniger. Koscher bedeutet "erlaubt nach jüdischen Regeln". Fürs Essen heißt koscher zum Beispiel: Kein Schwein und kein Fleisch mit Milch.
Mittags hol ich Laura von der Schule ab. Vor dem Schulgebäude stehen Polizisten, komisch. Ich frag Laura mal, wieso das so ist.
Wieso hat eure Schule Sicherheitstüren und die Polizei steht dahinten? Leider gibt es Leute, die uns Juden nicht mögen. Manche Leute möchten uns angreifen, deshalb müssen wir uns schützen.
Ich versteh selber nicht, warum die das machen, aber solche gibt's. Darum sind die Polizisten hier, damit sie auf uns aufpassen. Die Juden hatten es in der Geschichte oft sehr schwer.
Schon vor Jahrhunderten wurden sie von Christen wegen ihrer Religion verfolgt. Im Mittelalter mussten die Juden in eigenen Stadtteilen leben, sogenannten Ghettos. Diesen Hass gegenüber Juden nennt man Antisemitismus.
Am schlimmsten war der Hass vor ungefähr 80 Jahren. Damals gab's in Deutschland einen Mann, der die ganze Macht hatte: Adolf Hitler. Unter seiner Herrschaft wurden in ganz Europa Juden verfolgt und getötet.
Und ganz viele Deutsche haben dabei mitgemacht. Die Juden wurden verhaftet und mit Zügen in Lager gebracht. Da wurden sie entweder gleich umgebracht, oder sie mussten so lange arbeiten, bis sie gestorben sind, weil sie so hungrig und erschöpft waren.
Sechs Millionen Juden sind zu der Zeit getötet worden. Das sind so viele wie alle Einwohner von Berlin, Hamburg und Frankfurt zusammen. Einige wenige haben überlebt und konnten danach davon berichten, wie schlimm diese Zeit war.
Auch die Familie von Alon hat damals geliebte Menschen verloren. Was damals genau passiert ist, erzählt mir Alon jetzt. Und zwar an einem seiner Lieblingsplätze in Frankfurt: Am Ufer des Mains.
Mein Vater ist 1928 in Berlin geboren, sein Vater war Arzt. Als mein Vater acht war, hat er gesagt: Wir müssen weg. Sie sind am nächsten Morgen geflohen.
Mein Großvater hatte drei Geschwister. Zwei davon sind nicht mitgekommen und gestorben. Das ist unvorstellbar, oder?
- Man kriegt Gänsehaut. Das soll uns alle warnen, dass so etwas nie wieder passiert. Ist dir das schon mal passiert, dass du angegriffen wurdest?
Ich wurde schon öfter angeschrien und angepöbelt. Ich hab mich als Kind geschlagen, nur weil ich Jude war. Zum Glück hatte ich viele Freunde, auch nicht-jüdische, die mir halfen.
Was kann jeder Einzelne tun, damit die Wut gegen Juden weniger wird und am besten sofort aufhört? Wenn man hört, dass jemand aufgrund seiner Religion fertiggemacht wird, gehänselt wird, dass man dagegen etwas sagt: Warum lacht ihr über ihn? Das ist ein Mensch genauso wie wir.
Absolut, lass uns weitergehen. Das hier ist eine sogenannte Menora, eins der wichtigsten Symbole im Judentum. Jede der Kerzen steht für einen Tag, an dem Gott die Welt erschaffen hat.
Die siebte Kerze, die steht für Schabbat, den Ruhetag. Wisst ihr noch? Der wird immer von Freitagabend bis Samstagabend gefeiert.
Aber die Juden haben noch viel mehr Feiertage. Im Winter feiern die Juden nicht Weihnachten, sondern Chanukka. Da zünden sie einen speziellen Chanukka-Kerzen-Leuchter an und die Kinder kriegen Geschenke, acht Tage lang.
Ups. Im Februar ist Purim, der lustigste Feiertag. An Purim verkleiden sich die Juden und feiern wilde Partys.
Ungefähr wenn bei uns Ostern ist, feiern die Juden Pessach. Sie erinnern sich an die Geschichte mit Moses. Habt ihr vorhin schon mal gehört.
Er floh mit dem jüdischen Volk aus Ägypten. Sie wanderten durch die Wüste, waren erschöpft, müde und hungrig. Gott soll sie damals mit einer Extraportion Brot gerettet haben.
An Pessach erzählen sich die Juden die alte Geschichte und essen ein spezielles Brot. Immer im Herbst ist ein ernster Feiertag: Jom Kippur. An dem Tag sollen die Juden fasten.
Nichts essen und nichts trinken, mehr als 24 Stunden lang. Das ist echt hart. Es ist so weit: Gleich beginnt Schabbat, der jüdische Ruhetag.
Melanie und ich bereiten noch alles vor und ich klär dabei meine letzte Checker-Frage: Wenn Schabbat der Ruhetag ist, gibt es dann Regeln? Man darf nichts produzieren, nicht arbeiten, nicht Auto fahren, oder keine U-Bahn fahren, keine Elektrizität benutzen. Seid ihr dann den ganzen Tag im Dunkeln?
Wir dürfen vor Schabbat Licht anlassen, aber das muss bis Schabbat-Ausgang an bleiben. Einen Schalter betätigen . .
. - Dürfen wir nicht. Wann geht's los?
Sobald die Sterne zu sehen sind, beginnt der Schabbat. Wenn die Sonne untergeht? - Genau.
Heute um 18. 30 Uhr. - Das ist bald.
In einer halben Stunde, dann müssen wir uns ranhalten. Tobi, kannst du mir mal helfen? Wie sieht's denn hier aus?
Weil man am Schabbat nicht arbeiten darf und Aufräumen auch Arbeit wäre, machen wir das jetzt noch schnell. Wichtige Nachrichten müssen jetzt noch verschickt werden und die Hausaufgaben müssen auch fertig sein. Drnnen ist alles vorbereitet.
Jetzt geht gleich die Sonne unter und dann beginnt Schabbat. Das Problem ist nur, dass an Schabbat niemand mehr arbeiten darf. Wir alle auch nicht.
Aber ich will wissen, wie eine jüdische Familie Schabbat feiert und ihr wahrscheinlich auch. Deshalb haben wir das Ganze an einem anderen Tag nachgespielt. Hallo.
Schabbat Schalom. - Hallo. Schabbat Schalom.
Schabbat Shalom heißt so viel wie: Schönen Schabbat. Es werden immer zwei Schabbat-Kerzen angezündet und eine für jedes Kind. * Sie beten auf Hebräisch.
* Das Gebet handelt von den Kerzen. Sie sind das letzte Licht, das noch angezündet werden durfte. Jetzt beginnt Schabbat.
Dann segnet Alon seine Kinder. Er bittet Gott darum, gut auf sie aufzupassen. Mit dem Schabbat-Wein danken alle Gott für den Feiertag.
Für die Kinder gibt's Traubensaft. Alle müssen sich noch symbolisch die Hände waschen. Danach gibt es die Hefezöpfe, die Melanie und ich gebacken haben.
Die sind immer das Erste, was an Schabbat gegessen wird. Lecker. Guten Appetit.
Auf Hebräisch? - Bete'avon. Schabbat ist der wöchentliche Ruhetag der Juden.
Arbeit ist da verboten. Die Familie zündet Kerzen an und isst gemeinsam. Und jetzt noch die Antwort auf die Mitmach-Frage: Na, habt ihr die Lösung entdeckt?
Guckt mal: Im Frühling feiern die Juden Pessach. Sie erinnern sich an die Wanderung durch die Wüste und essen ein spezielles Brot. Richtig ist also Antwort C.
Pessach ist ein jüdisches Fest. Leute, das war's vom Judentum. Wir feiern hier noch ein bisschen und danach ruhen wir uns aus, weil Ruhetag ist.
Macht's gut, bis zum nächsten Mal. Tschüss, zum Wohl. - Zum Wohl.
Le Chaim. - Le Chaim.