Der Mondfisch, oder Mola, ist das dümmste Lebewesen. Nicht nur, was seine Intelligenz betrifft – schau ihn dir an – er ist ein Wesen der Extreme und lächerlich schlecht darin, ein Tier zu sein. Seine evolutionäre Strategie?
Dick und klobig sein, schwächer als seine Fressfeinde, mit leerem Blick ins Meer starren, die nährstoffärmste Nahrung futtern, dabei unfassbar schnell wachsen, von Parasiten befallen zu werden und einen grausamen Tod zu sterben. Würde man den Mondfisch im Tiererfinderkurs vorstellen, wären alle richtig sauer. Und trotzdem überlebt der Mola nicht nur, sondern gedeiht.
Wie? Also wirklich – wie? Beim Blick in die Augen des Mondfischs fragt Luna sich plötzlich, wo sie selbst herkommt.
Die wahre Bedeutung ihrer Geschichte wurde ihr nie erzählt – also helfen wir ihr, sie zu entdecken. Mit dem MyHeritage-DNA-Test kann sie tief in ihre eigene DNA eintauchen, ihre Familiengeschichte entdecken und ihre geografische Herkunft erforschen. Und für nur 29€ beschließt sie: Sie probiert's einfach aus!
Der DNA-Test ist ganz einfach – ein schneller Wangenabstrich, alles in den Briefkasten… und das war’s schon! Ein paar Wochen später erhält sie ihre Ergebnisse. Wie eine Reise durch die Jahrtausende kann sie nun den Spuren ihrer Vorfahren folgen – eingraviert in ihrer DNA.
Mit Ancient Origins, einer neuen Funktion von MyHeritage DNA blickt Luna 10. 000 Jahre in die Vergangenheit – und entdeckt, dass sie von nordischen Wikingern abstammt! Und das ist noch nicht alles – Luna findet tausende entfernte Verwandte auf der ganzen Welt!
Alle teilen ein Stück ihrer DNA mit ihr … vielleicht mögen sie Mondfische ja genauso sehr wie sie. Neugierig, was deine DNA über dich verrät? Bestelle jetzt dein MyHeritage DNA-Kit für nur 29 € – klick auf den Link oder scanne den QR-Code.
Deine DNA verbindet dich mit allen Menschen auf der Welt – und deine Herkunft zu erforschen, kann spannende Einblicke geben, wie du zu dem Menschen wurdest, der du bist. Jetzt aber zurück zum Mondfisch. Alles in Ordnung, Evolution?
Die Gattung Mola ist ein falsch gebauter Fisch, ein riesiger Kopf, an dem die Evolution das Interesse verloren hat. Sein Körper flach und rund, ohne richtige Schwanzflosse, eher eine Art ruderähnlicher Stumpf. Zwei Flossen oben und unten verleihen ihm einen, ähm, eigenwilligen Schwimmstil.
Sie bewegen ihre Flossen in einer albernen, wackelnden Bewegung. Es wirkt weniger wie Schwimmen und mehr wie Unterwasserfliegen – obwohl Mola, wenn sie sich anstrengen, mit starken Schwimmern wie Lachsen oder Marlinen mithalten können. Mola haben auch keine Schwimmblase, also jenes Organ, das die meisten Fische zum Auftrieb nutzen.
Sie haben eine gallertartige Gewebeschicht, die zu 90 % aus Wasser besteht, um auf- oder abzutauchen, was ihrer Wendigkeit nicht zuträglich ist. Meistens treiben sie einfach umher. Ihre Zähne sind zu einem papageienartigen Schnabel verwachsen, der in einem winzigen, meist geöffneten Mund sitzt.
Zusammen mit zwei riesigen leeren Augen hat der Mola immer einen dämlichen Gesichtausdruck. Mondfische haben keine normalen Schuppen, aber nach Walen die dickste Haut im Ozean. Bis zu 15 cm dick, rau, gummiartig und oft mit Schleim bedeckt, wie eine Rüstung aus Autoreifen.
Allerdings ist das meiste, was sie schützt, ohnehin nicht besonders wertvoll. Molas können groß und schwer wie ein Auto werden, aber ihre Organe sitzen gesammelt vorne, während der Rest des Körpers aus seltsam strukturiertem, gallertartigem Gewebe besteht – ein Tier, gemacht aus den schlechtesten Teilen eines Steaks. Das mittelmäßige Fleisch wird von einem knorpeligen Skelett ohne Rippen oder Schwanzknochen gestützt.
Ihre seltsamen Körper sind ein mobiles Mini-Ökosystem, übersät mit bis zu 50 Parasitenarten – vermutlich mehr als bei jedem anderen Fisch. Krebstiere, Seepocken, verschiedene Würmer und Einzeller leben auf und in ihrer Haut, den Muskeln, Kiemen oder Organen. Sie sind ein solches Paradies für Parasiten, dass sogar ihre Parasiten ihre eigenen kleineren Parasiten haben!
Einige Mola werden von anderen Fischen begleitet, die Schutz oder Futterreste suchen. Dieser absurde Zustand könnte der Grund für ihr seltsamstes Verhalten sein: Mola schwimmen oft an die Oberfläche und liegen dort wie ein Pfannkuchen. Sie sonnen sich, um sich nach kalten Tiefseetauchgängen wieder aufzuwärmen.
Aber sie tun das auch, um sich Seevögeln wie Albatrossen zu präsentieren. Diese picken die Parasiten von ihrer Haut – während kleine Fische sich um die Unterseite kümmern und sie im Tausch gegen einen Snack reinigen. Dies ist zwar eine großartige Anpassung an ihren Parasitenbefall, endet jedoch leider oft tödlich wenn sie mit Booten kollidieren.
Da sie nach dem Auftauchen aus der Tiefe noch kalt und träge sind, können sie auf herannahende Gefahren nicht reagieren. Sobald Mola eine bestimmte Größe erreichen, scheinen die meisten Raubfische sie zu meiden – wohl in der falschen Annahme, ihre Größe bedeute, sie könnten sich wehren. Zudem ist ihre Haut zu zäh.
Doch Orcas, Haie und Seelöwen beißen manchmal zu – nur um dann zu sagen: „Nee, danke, dann lieber verhungern. “ Denn für große Raubtiere sind Mondfische wässrige, wenig nahrhafte, mit Knorpel gefüllte, von Parasiten befallene Gelee-Donuts. Sie essen einfach lieber fast alles andere.
Oft schwimmen Mola dann mit Bissspuren weiter, noch lächerlicher als vorher. Seelöwen wurden sogar dabei beobachtet, wie sie nur die Organe fressen, mit dem Körper wie mit einem Frisbee spielen und den Rest dann den Aasfressern überlassen. Der Mola könnte darüber traurig sein aber wir werden es nie erfahren, weil unsere pummeligen Jungs unglaublich dumm sind.
Liebenswerte, pummelige Trottel Mola haben eines der kleinsten Gehirn-Körper-Verhältnisse im Tierreich. Ein Auto-großer Fisch hat ein Walnussgroßes Gehirn und eine winzige Wirbelsäule. Sein Verstand läuft also mit einer frühen Alpha-Version der Intelligenz – ohne Updates.
Schaut man ihnen tief in die Augen, sieht man meist nur sich selbst. Trotz – oder wegen – ihrer Einfalt sind sie sehr sanftmütig. Sie zeigen gegenüber großen Tieren keine Aggressivität und sind freundlich zu Menschen.
Manchmal nähern sie sich neugierg Tauchern oder Booten, um sie mit ihrem trotteligen Blick anzustarren. Selbst wenn sie wütend werden könnten, hätten sie weder die Mittel noch das Temperament, um uns zu verletzen. Erwachsene Mondfische sind Einzelgänger, die allein durchs Meer treiben, manchmal aber zur Paarung zusammenkommen.
Zwei Mondfische beim Liebesakt zu beobachten, ist äußerst schwierig, da sie sich tief im Ozean treffen. Doch wir wissen: Ihre Fortpflanzungsstrategie ist, dass 99,999 % des Nachwuchses sterben. Weibliche Mola tragen weit mehr Eier als jedes andere Wirbeltier – Hunderte Millionen bei nur einem Laichvorgang.
Sie sind sind winzig und treiben im Plankton, wo Millionen von ihnen gefressen werden, verhungern oder gar nicht erst schlüpfen. Die Larven, die schlüpfen, sind reiskorngroß, mit kleinen sternförmigen Stacheln bedeckt und haben den selben albernen Gesichtsausdruck wie der erwachsenen Mola. Unzählige Räuber fressen die Mini-Mola millionenfach, also müssen sie schnell wachsen.
Glücklicherweise haben Mondfische das extremste Wachstum aller Tiere – eine Larve kann ihr Gewicht vom Schlüpfen bis zum Erwachsenenalter um das 60-Millionenfache steigern. Das entspricht einem Menschenbaby, das bis zum Gewicht eines Flugzeugträgers heranwächst. Wer schnell wächst, braucht viel nahrhaftes Futter.
Und genau deshalb haben sie sich auf die blödeste Nahrung spezialisiert. Der dümmste Räuber gegen die dümmste Beute Der Mondfisch hat eine bemerkenswerte ökologische Nische gefunden: Wenn deine Beute so erbärmlich ist, dass sie kein anderer will, hast du sie für dich allein. Mola sind Generalisten mit Schwerpunkt auf weiche und kleine Beute.
Ihre riesigen Augen sehen gut im dunklen Wasser. So können sie sich an kleine Beute heranschleichen oder treibendes Zooplankton filtern – meist Fischlarven, Kalmare, Garnelen, Weichtiere, Seesterne oder kleine Krebstiere, im Grunde alles Weiche, was sie erwischen können. Aber sie lieben auch Glibbriges wie Quallen und Salpen – was wirklich bemerkenswert ist, da diese fast ausschließlich aus Wasser bestehen und kaum Kalorien haben.
Für eine nennenswerte Menge an Nährstoffen, können Mola durch ganze Schwärme von Quallen mähen und Tausende an einem Tag verzehren. Ohne Schwimmblase können sie tief tauchen und schnell wieder auftauchen und haben dadurch einen großen Aktionsradius. Sie grasen am Meeresboden oder Riffen, jagen Quallen in der Tiefe oder fressen an der Oberfläche Plankton und Algen.
Mola sind Ozeankühe – riesig und ständig unterwegs, um massig nährstoffarmes Futter aufzunehmen. Da sie nicht wirklich mit ihrem Schnabel kauen, haben sie eine absurde Art des Fressens entwickelt: Klauenartige Zähne in ihrem Rachen. Sie saugen ihre Beute ein, ziehen sie durch die Zähne, die verhindern dass sie entkommt und bewegen sie sie hin und her, wie ein Holzhäcksler in Zeitlupe.
Ok. So sehr wir den Mondfisch auch roasten – er merkt es nicht, keine Sorge. Eigentlich ist er ziemlich genial.
Die Natur hat Humor und lässt Nischen im Ökosystem, die am besten von einem passiven und untalentierten Wesen besetzt werden. Mola sind trottelige Tollpatsche, über die jeder lacht.