der Hallenbau 312 Meter lang 56 Meter breit 26 m hoch 10 Lichthöfe drei Institutionen über 700 Menschen arbeiten und studieren hier fast 300.000 Menschen kommen jährlich zu Besuch der Hallenbau ist ein einzigartiger Ort für die Kunst und die Menschen aus Karlsruhe und der ganzen Welt [Musik] also das ist so eine wie man immer so schön sagt wow Architektur bah das ist ja ein sagenhafter Raumeindruck eine wunderschöne Belichtung auch von oben und ja einfach eine Raumhöhe die einen immer wieder staunen macht und die Eleganz der Konstruktion lässt sich eben sehr schön ablesen wenn man sich in
einen der Höfe stellt und dann sieht man wie die Säulen sich von unten nach oben verjüngen das ist ja etwas was sogar im Kirchenbau der Gotik an Prinzip war solche alten Gesetze in eine Architektur Schönheit überführt werden kann das der Hallenbau einmal ein so inspirierender Ort der Kultur werden würde war ihm nicht vorherbestimmt das Gebäude wurde als Munitionsfabrik errichtet 1914 beginnt der erste Weltkrieg in Karlsruhe soll das Werk der deutschen Waffen und Munitionsfabrik erweitert werden der Architekt Philipp Jakob Manz erhält den Auftrag wir haben es hier mit dem Hallenbau a und der damaligen Waffen und
Munitionsfabrik mit einer der größten Industrieanlagen zu tun die während des Ersten Weltkriegs im deutschen Kaiserreich errichtet worden der Hallenbau a das letzte reliktia dieser Fabrik ist kann man sagen das größte historische Industriegebäude das wir heute noch in Baden-Württemberg haben warum kann überhaupt gebaut werden in der Zeit das hat unmittelbar mit dem Kriegsgeschehen zu tun und die Heeresleitung vergibt Aufträge in diesem Fall hier die deutsche Waffen und Munitionsfabrik bekommt einen riesengroßen Auftrag sie hat bis zu einem bestimmten Datum so und zu viel Milliarden Geschosse zu liefern und mit dieser Zusage mit diesem Vertrag in der Tasche
bekommt man natürlich einen Kredit die Kredite sind sagenhaft günstig und da entstehen eben Bauvolumen die die Städte bis heute prägen so schnell die Fabrik geplant war so lange dauert der Bau der Hallenbau wird erst im Herbst 1918 fertiggestellt zu spät für den Ersten Weltkrieg früh genug für den zweiten im Zweiten Weltkrieg müssen Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter im Hallenbau unter den katastrophalsten Bedingungen in der munitionsproduktion arbeiten doch wie kamen die Arbeiterinnen und Arbeiter nach Karlsruhe die connections natürlich die hat die deutsche Waffen und Munitionsfabrik die hat die Verbindung zur Heeresleitung die bekommt diese Gefangenen und Zwangsarbeiter Ströme
zugeteilt man sieht auf den Bauplänen wie viele Menschen hier nur allein auf einem Geschoss Arbeiten über 1000 eben auf einem Geschoss ein Lärm umtrostes dabei sehr helles Arbeiten gewesen sein ein gefährliches arbeiten auch es ist eine eine Fabrik die ein wahnsinnsgeräusch gehabt haben muss also die das ist ja hier alles offen gewesen und wenn dann diese pressen runter sausen das sind ohrenbetäubende Geräusche das weiß man wenn man heute solche Maschinenhallen besucht damals alles ohne Arbeitsschutz über 600 der aus Süd- und Osteuropa verschleppten Männer und Frauen die in Karlsruhe interniert sind und Zwangsarbeit leisten überleben die
Kriegsjahre nicht an sie erinnert ein Mahnmal am Osteingang des ZKM nach 1945 wird die Produktion auf Industrie und Verbrauchsgüter ausgerichtet doch schon in den 1960er Jahren wandert die Produktion ab die Firma die sich inzwischen Industriewerke Karlsruhe Augsburg AG kurz IWKA nennt hinterlässt in den 1970er Jahren eine Industriebrache ein leeres verrottendes Gebäude [Musik] die Stadt weiß nicht was man mit dem Gebäude machen könnte doch die Künstlerinnen und Künstler wissen es ganz wichtige Stufe war dann die Tatsache dass es die Künstler war eine Gruppe von Künstlern die den nun praktisch Lehren Hallenbau für sich eroberte also sprich
besetzte illegal hier wohnte und arbeitete und dann aber über künstlerische Aktionen über Ausstellung die berühmteste war ja 99,9 Prozent aus leerem Raum hier einer breiteren Öffentlichkeit klar machte welche räumlichen Qualitäten dieser riesen Bau mit seinen zehn Lichthöfen bildete zeitweilig arbeiten mehr als 30 Künstlerinnen und Künstler auf dem Gelände gleichzeitig wird in Karlsruhe ein ambitioniertes institutionelles Projekt auf den Weg gebracht das ZKM das Zentrum für Kunst und Medientechnologie die Idee eine völlig neuartige Kunstinstitution zu gründen wird 1986 im Rahmen des stadtqualitätsprogramms des Landes Baden-Württemberg geboren das Land stellt der Stadt Karlsruhe einen Millionenbetrag zur Verfügung das
ZKM soll auf dem Gelände südlich des Bahnhofs entstehen den internationalen Architekturwettbewerb gewinnt der niederländische Architekt remkohlhaas sein futuristischer Würfel mit einer spektakulären Medienfassade überzeugt die Jury doch es kommt anders die Planung des kohlhas-würfels wird 1992 gestoppt er ist zu teuer zu klein plötzlich kommt ein Objekt dass man zu Beginn der Debatte als völlig ungeeignet angesehen hatte wieder in den Blick der Hallenbau [Musik] mit dem Umbau des inzwischen denkmalgeschützten Gebäudes wird das Architekturbüro Schwäger und Partner beauftragt 1993 erfolgt der symbolische Spatenstich an den kohlhas-würfel erinnert der blaue Kubus vor dem ZKM [Musik] also die Planung die
es mir möglich war mit Trends Büro zu machen wurde fast identisch übernommen hier in den Altbau das war also eine der großen Taten in ein fischschicht von mir das alles war wo ich mich dort breit gemacht hatte und was ich spezifiziert hatte dann in das Raster des Altbaus hier reinpasste der Kubus Würfel wurde dann davor gesetzt weil es absolut nicht möglich war in den Altbau etwas akustisch isoliert deswegen Kubus einzubauen der Altbau hatte zwei Probleme das eine ist dass er unter Denkmalschutz stand und das zweite war dass er eines der ersten Gebäude ist mit sogenannten
spannbeton-decken das heißt die Decken zwischen den ganzen Säulen sind ziemlich dünn das weil spezielle Bauweise die beiden beim Ersten Weltkrieg entwickelt wurde und etwas sehr dünnes lässt den Klang sehr einfach durch deshalb war es als sehr schwierig Studios in den Altbau zu bauen es war schon toll ich meine dieses riesige Gebäude was man nur von außen kannte Herr Klotz ist dann mal mit uns hierher gefahren und hat uns das gezeigt da konnte man nur so wow man konnte sich aber auch noch gut in diese Fabrik zeigen diese Produktionszeiten reinversetzen weil es natürlich ganz anders ausgesehen
hat so richtig ja mit diesen Kränen die da entlang fuhren und aber schon beeindruckendes Gebäude weil da ja war ja alles noch durchgängig [Musik] von Anfang an ist klar dass nicht nur ein neues Gebäude entstehen wird die Industriebrache der IWKA wird Teil der Stadt [Musik] wir haben durch das ZKM in neustadtviertel eine neue Infrastruktur bekommen eine Erweiterung der Stadt mit einem zentralen spannenden Gebäude und es ist insofern ist es ZKM ein großer Schub für die Stadtentwicklung wahrscheinlich im Niemandsland Enden ist das geheim ist dann als Stadt und regensprojekt zugleich auch ganz neue Stationen ich würde
sagen neuer Stadtteilen spannender Stadtteil der auch halt durch seine Existenz und durch die Scharnierfunktion zum bestehenden unheimlich viele Möglichkeiten eröffnet [Musik] am 18 oktober 1997 öffnet das ZKM im Rahmen eines großen Festaktes seine Tore es stellt seine Institute und Abteilungen der Öffentlichkeit vor und präsentiert die großzügigen ausstellungskonzert und Veranstaltungsräume gleichzeitig eröffnet im Lichthof 10 die Städtische Galerie 1999 bezieht schließlich die staatliche Hochschule für Gestaltung die Lichthöfe drei bis fünf im Hallenbau ist fast alles möglich schon 1993 bei der dritten Ausgabe der multimediale wird dies deutlich das alle zwei Jahre stattfindende Kunst und Musikfestival des ZKM
präsentiert auch die aktuellen Produktionen der gastkünstler:innen das zkm-institut für Bildmedien lädt die Besucherinnen und Besucher in seinen riesigen Dome ein dort können Sie eine robotergesteuerte 360°-projektion erleben Harry David spielt unter dem Glasdach Songs für Tauben das in diesem Bau tatsächlich nichts unmöglich ist das beweist Peter Waibel der 1999 künstlerisch wissenschaftlicher Vorstand des ZKM wird ich finde Herr Klotz war der richtige Mann also zur Gründung und überhaupt ist km auf den Weg zu bringen also ich könnte mir keinen besseren vorstellen und Herr Waibel war genau der richtige der das ganze dann nicht nur mit Leben erfüllt
sondern ja einfach das aus ihm gemacht hat was es jetzt ist und auch dieser Bekanntheitsgrad [Musik] ich kann es einfach auf den Punkt im paper weiblich das setker im spätervival er war sicher von seinen Betätigungen her Künstler und Corrado und beides zusammen eigentlich die idealste Persönlichkeit wie so ein Haus bekannt zu machen und den Gang zu halten und weltweit in Vordergrund zu bringen also wird ganz toll Peter Waibel sind und ermöglicht spektakuläre Ausstellungen und Events und denkt das Gebäude und die Beziehung von Architektur Kunst und Mensch immer wieder neu [Musik] nach 25 Jahren erinnert sich
kaum noch jemand daran dass das ZKM von vielen zunächst als Raumschiff empfunden wurde und misstrauisch beugt wurde [Musik] Rocket ship that came from Mars and Karlsruhe redical Alien think to come to this town right and I think for the general public in the early days it with a mystery what this wants it bical and it was in Mystery because very redical and new vision [Musik] das ZKM ist ein Ort um Kunst und Kultur zu erleben zu lernen zu diskutieren sich mit Familie Freundinnen und Freunden zu treffen aber wie ist das eigentlich wenn man hier arbeitet
naja die Herausforderungen hier die große Herausforderung war tatsächlich sich überhaupt mal zurechtzufinden am Anfang hat man sich oder habe ich mich und andere bestimmt auch oft verlaufen und ich würde mal behaupten obwohl wir jetzt schon so lange in dem Gebäude sind es gibt hier Winkel und Räume da war ich noch nie [Musik] wenn man im circa eben arbeitet wird man viel schneller alt weil die Zeit hier viel viel schneller vorbei rast an einem was wenn man sonst wo ist oder arbeitet aber andererseits bleibt man hier auch so in im Innersten immerhin [Musik]