Das ist Herr Werner und das sind seine Mitarbeiter. Herr Werner hat einen ganz besonderen Beruf, er ist nämlich Reifendreher. Zum Reifendrehen muss sich Herr Werner erst mal von diesem Baumstamm eine Scheibe abschneiden.
Das macht er mit der Motorsäge. Die Rinde braucht er nicht, deshalb wird die abgeschabt. Und mit zwei schweren Scheiben auf dem Bollerwagen gehts rein in die Werkstatt.
Dort hebt er die Scheibe auf diese Maschine. Da wird die Scheibe festgemacht, mit einem großen Hammer dran geklopft und dann kann es losgehen. Diese Maschine ist eine Drhbank.
Das heißt, das Holzstück dreht sich und Herr Werner kann mit Werkzeugen das Holz bearbeiten. Da fliegen die Holzspäne. Nur, was wird das eigentlich, wenn es fertig ist?
Herr Werner ist ja Reifendreher, also wird es wahrscheinlich ein Reifen werden oder eine Felge. Ja, das könnte sein. Wenn man diese Holzfelge noch silbern ansprüht und einen Gummireifen drauf zieht, dann hat man ein richtiges Rad mit einer Holzfelge.
Tolle Idee! Aber das ist nicht das, was Herr Werner eigentlich macht. Weiter gehts.
Da bleiben die Holzspäne sogar auf der Brille hängen. Dieses Holzrad wird immer dünner. Ah, natürlich, das wird ein Adventskranz, sehr schön.
Nein, auch nicht, es geht immer noch weiter. Vielleicht, ja, vielleicht ein Bilderrahmen? Oder es wird Gold angesprüht.
Ah, ein Spiegel, eine tolle Idee! Aber ehrlich gesagt, auch das ist es nicht. Was macht Herr Werner jetzt?
Er legt den Holzreifen dahin und fängt an, den Reifen kaputtzuschlagen. Es sieht aus, als ob er kleine Scheiben abschneiden würde. Und da kann man auch schon erkennen, was daraus wird.
Das sind kleine Holzpferde. Die so aus einem Holzrad rauszuschlagen ist nämlich viel einfacher, als jedes Pferd einzeln zu schnitzen. Sieht hübsch aus.
All diese Pferde kommen jetzt in so einen Sack. Und aus dem Sack werden sie in einen Topf geschüttet. Da kommt Wasser drauf.
Was wird das, Holzpferdchensuppe? Das Wasser wird heiß gemacht und die Pferdchen köcheln so vor sich hin. Nur warum?
Das Holz hat sich mit dem Wasser vollgesogen und ist weich geworden. Und weiches Holz lässt sich viel leichter bearbeiten als hartes Holz. Und das passiert hier.
Hier in der Werkstatt werden die Holzpferdchen fein geschnitzt. Da wird ein bisschen von der Seite weggenommen und vom Hals. Jetzt sind die Pferde gar nicht mehr so eckig und kantig, sondern sehen viel mehr noch aus wie kleine Pferde.
Und wenn das Pferdchen fertig ist, muss es trocknen. Die trockenen Pferdchen werden erst mal in braune Farbe getaucht. Und dann wird die überschüssige Farbe weggeschleudert.
Jedes Pferd wird braun gemacht. Und dann fängt Frau Rudolf an, die Pferde zu bemalen. Sie bekommen eine Blesse, eine Mähne, einen Schweif, weiße Schuhe.
Da kann es schon fast ein bisschen galoppieren, das Pferd. Und das macht also ein Reifendreher: kleine Figuren aus Holz, so wie dieses Pferd.